MRT: Was Sie bei der Untersuchung erwartet
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Die Magnetresonanztomographie (MRT) ist eine bildgebende Untersuchung, bei der starke Magnetfelder und Radiowellen verwendet werden, um sehr genaue Bilder aus dem Körperinneren zu erzeugen. Dabei wird keine Röntgenstrahlung verwendet.
Wichtige Fakten
- Die MRT ist schmerzfrei und ohne Strahlenbelastung.
- Sie müssen während der Aufnahmen still liegen, oft 20 bis 60 Minuten.
- Die Untersuchung findet in einer engen Röhre statt – das ist für manche Menschen ungewohnt.
- Mithilfe der MRT lassen sich Weichteile wie Gehirn, Muskeln oder Bandscheiben sehr gut beurteilen.
Ja. In Deutschland werden jährlich mehrere Millionen MRT-Untersuchungen durchgeführt.
Die MRT wird bei Menschen jeden Alters eingesetzt, zum Beispiel bei Gelenk-, Rücken- oder Kopfschmerzen, aber auch zur Kontrolle von Tumoren.
Symptome
- Wenn während oder nach der Untersuchung plötzlich Atemnot, Anschwellen von Gesicht oder Kehle oder ein schwerer Hautausschlag auftreten, rufen Sie sofort den Notruf 112 – dies könnte eine allergische Reaktion auf das Kontrastmittel sein.
- ⚠Wenn Sie nach der MRT starke Schmerzen, Fieber oder anhaltende Übelkeit haben, suchen Sie noch am selben Tag ärztliche Hilfe auf.
Häufige Symptome
- Während der Untersuchung hören Sie laute Klopf- und Brummgeräusche – das ist normal.
- Sie können ein warmes Gefühl im Körper bemerken, besonders wenn ein Kontrastmittel gespritzt wird.
- Manche Menschen empfinden Engegefühl in der Röhre (Klaustrophobie).
- Nach der Untersuchung kann vorübergehend Leichtigkeit oder Müdigkeit auftreten.
Symptome bei Kindern
- Kinder haben manchmal Angst vor der engen Röhre oder vor den lauten Geräuschen.
- Es ist wichtig, dass Kinder während der Aufnahme still liegen – manchmal ist eine kurze Sedierung (Beruhigungsmedikament) nötig.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Ältere Menschen haben möglicherweise Gelenkbeschwerden oder Schmerzen, die das Liegen unangenehm machen.
- Wärmegefühl oder Angst können bei älteren Menschen stärker ausgeprägt sein.
Ursachen
Hauptursachen
- Eine MRT wird angeordnet, um bestimmte Beschwerden abzuklären – zum Beispiel anhaltende Schmerzen, Taubheit oder Schwäche.
- Sie hilft, Erkrankungen des Gehirns, der Wirbelsäule, Gelenke oder Organe zu erkennen oder auszuschließen.
- Auch zur Verlaufskontrolle bei bestehenden Erkrankungen wird die MRT eingesetzt.
Risikofaktoren
- Metallteile im Körper wie Herzschrittmacher oder bestimmte Implantate können die Untersuchung unmöglich machen oder die Bilder stören.
- Enge Räume können bei Ihnen Angst auslösen (Klaustrophobie).
- Bei manchen Menschen besteht ein erhöhtes Risiko für eine Reaktion auf das Kontrastmittel, zum Beispiel bei einer Nierenschwäche.
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn Sie nach der MRT starke Beschwerden haben oder sich ungewöhnlich schnell wechselnde Symptome entwickeln, suchen Sie am selben Tag ärztliche Hilfe.
- Wenn Sie Schwierigkeiten beim Atmen bemerken, ist dies ein Notfall – rufen Sie 112.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Sie einen MRT-Termin bekommen haben, besprechen Sie vorher alle Allergien und Ihren Gesundheitszustand mit dem Arzt.
- Nach der Untersuchung sollten Sie den Befund zeitnah mit Ihrem Arzt besprechen.
Diagnose
Die MRT-Untersuchung wird von medizinischem Fachpersonal durchgeführt. Vorher prüft ein Arzt anhand eines Fragebogens, ob bei Ihnen Metallteile oder andere Gründe vorliegen, die gegen eine MRT sprechen. Sie werden auf einer Liege positioniert, die in die Röhre gleitet.
Mögliche Untersuchungen
- Vor der Untersuchung: Ausfüllen eines Sicherheitsfragebogens, gegebenenfalls Ablegen von Schmuck und Metallgegenständen.
- Während der MRT: Sie liegen ruhig, die Bilder werden auf einem Computer erstellt.
- Nach der Untersuchung: Bei Kontrastmittelgabe wird meist geraten, viel zu trinken, um das Mittel über die Nieren auszuscheiden.
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Sie können während der gesamten Untersuchung über eine Gegensprechanlage mit dem Personal sprechen. Manche Menschen bekommen einen Notfallknopf in die Hand. Die Dauer beträgt meist zwischen 20 und 60 Minuten – je nachdem, welche Körperregion untersucht wird. Die Untersuchung folgt den Empfehlungen der medizinischen Fachgesellschaften (AWMF).
Behandlung
Die MRT ist keine Behandlung, sondern ein Diagnoseverfahren. Sie liefert dem Arzt wichtige Informationen, auf deren Grundlage er gemeinsam mit Ihnen über weitere Schritte entscheidet – zum Beispiel ob eine Therapie nötig ist.
Selbsthilfe zu Hause
- Nach der Untersuchung dürfen Sie in der Regel sofort wieder normal essen, trinken und Auto fahren – sofern Sie keine Beruhigungsmittel bekommen haben.
- Wenn Sie viel zu trinken haben, unterstützen Sie die Ausscheidung des Kontrastmittels.
Medizinische Behandlungen
Mögliche medizinische Behandlungen richten sich nach der festgestellten Erkrankung. Das kann zum Beispiel Krankengymnastik, entzündungshemmende Medikamente – deren Namen und Dosierung der Arzt festlegt – oder eine Operation sein. Diese Entscheidungen trifft Ihr behandelnder Arzt nach der Befundbesprechung.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation kommt nur infrage, wenn die MRT eine Erkrankung zeigt, die operativ behandelt werden muss – beispielsweise ein Bandscheibenvorfall, der starke Nervenschäden verursacht. Dies bespricht die Ärztin oder der Arzt im Detail mit Ihnen.
Leben mit der Erkrankung
Nach einer MRT-Untersuchung können Sie Ihren Alltag wie gewohnt fortsetzen. Sie müssen keine besonderen Einschränkungen beachten.
Tipps für den Alltag
- Bewegung und Wechselduschen können helfen, entspannt zu bleiben.
- Sorgen Sie für ausreichend Schlaf und eine regelmäßige Tagesstruktur.
- Sprechen Sie Ängste offen mit Ihrem ärztlichen Team an – dafür gibt es Verständnis.
Ernährung und Bewegung
Nach der Untersuchung ist eine ausgewogene Ernährung und das Trinken von ausreichend Wasser empfehlenswert, um den Körper zu unterstützen.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Die Zeit vor einer MRT kann aufregend oder beunruhigend sein – das ist ganz normal. Viele Menschen haben Angst vor der engen Röhre oder vor dem Ergebnis. Es kann helfen, sich über den Ablauf zu informieren und Entspannungstechniken anzuwenden.
Vorbeugung
Eine MRT ist keine vermeidbare Krankheit, sondern ein Diagnoseverfahren. Die Untersuchung selbst müssen Sie nicht 'verhindern'. Sie können jedoch durch eine gute Vorbereitung – zum Beispiel das Weglassen von Metallgegenständen und das Ausfüllen des Sicherheitsfragebogens – dafür sorgen, dass alles reibungslos abläuft.
Komplikationen
Unbehandelt
- Wenn bei der MRT etwas Auffälliges entdeckt wird und Sie die empfohlenen Behandlungen nicht wahrnehmen, kann sich das in manchen Fällen verschlechtern – zum Beispiel bei einer Bandscheibenerkrankung oder einem Tumor.
- Ohne weitere Abklärung können manche Beschwerden – wie Schmerzen oder Taubheit – bestehen bleiben oder zunehmen.
Langzeitprognose
Die MRT liefert sehr genaue Ergebnisse und ist damit eine große Hilfe für die Diagnose. Die meisten MRT-Untersuchungen zeigen keine schwerwiegenden Erkrankungen. Und selbst wenn etwas gefunden wird: Viele Erkrankungen lassen sich heute gut behandeln. Ihr Ärzteteam begleitet Sie bei jedem Schritt.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2026
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Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.