What bone scan looks for
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Eine Knochenszintigraphie (Knochen-Scan) ist eine bildgebende Untersuchung, bei der ein schwach radioaktiver Stoff in die Vene gespritzt wird. Dieser Stoff sammelt sich in den Knochen an und zeigt auf speziellen Bildern, wo der Knochenstoffwechsel verändert ist – zum Beispiel bei Brüchen, Entzündungen oder Tumoren.
Wichtige Fakten
- Eine Knochenszintigraphie kann Knochenveränderungen oft früher entdecken als ein Röntgenbild.
- Die Untersuchung ist schmerzfrei und die Strahlenbelastung ist gering.
- Sie wird häufig eingesetzt, um unklare Knochenschmerzen abzuklären oder bei Krebserkrankungen nach Absiedlungen (Metastasen) zu suchen.
Ja, die Knochenszintigraphie ist ein weit verbreitetes Verfahren in der Radiologie und Nuklearmedizin. Sie wird vor allem bei älteren Menschen mit Verdacht auf Brüche oder bei Krebspatienten zur Ausbreitungsdiagnostik eingesetzt.
Eine Knochenszintigraphie kann bei Menschen jeden Alters durchgeführt werden. Häufig betroffen sind ältere Erwachsene mit Knochenbrüchen oder Osteoporose, aber auch Kinder mit unklaren Knochenschmerzen oder Sportler mit Verdacht auf Stressfrakturen.
Symptome
- Plötzliche, starke Schmerzen nach einem Unfall, verbunden mit Unfähigkeit, das Bein zu belasten
- Fieber über 38,5 °C zusammen mit starken Knochenschmerzen (Verdacht auf schwere Infektion)
- Bewusstseinsstörungen oder Lähmungserscheinungen nach einer Knochenverletzung
- ⚠Schmerzen, die trotz Schonung und Schmerzmitteln nicht nachlassen
- ⚠Neue Schwellung oder Rötung an einem Knochen, die größer wird
- ⚠Schmerzen, die nachts aufwachen oder in Ruhe auftreten
Häufige Symptome
- Anhaltende Knochenschmerzen ohne erkennbare Ursache
- Schwellung oder Rötung über einem Knochen
- Verdacht auf Knochenbruch nach einem Sturz oder Unfall
Symptome bei Kindern
- Hinken oder Schonhaltung eines Beins
- Klagen über Knieschmerzen oder Schmerzen in den Beinen ohne Verletzung
- Fieber mit Knochenschmerzen (möglicher Hinweis auf Knocheninfektion)
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Hüft-, Rücken- oder Beckenschmerzen nach einem Sturz
- Verschlechterung bekannter Osteoporose mit neu auftretenden Schmerzen
- Schmerzen, die auf eine normale Röntgenaufnahme nicht erklärbar sind
Ursachen
Hauptursachen
- Knochenbrüche (auch feine Haarrisse oder Stressfrakturen), die auf dem Röntgenbild noch nicht sichtbar sind
- Knochenentzündungen (Osteomyelitis)
- Gut- oder bösartige Knochentumore sowie Krebsabsiedlungen (Knochenmetastasen) von anderen Organen
Risikofaktoren
- Fortgeschrittenes Alter (geringere Knochendichte, erhöhtes Frakturrisiko)
- Bekannte Krebserkrankung, besonders Brust-, Prostata- oder Lungenkrebs
- Sportliche Überbelastung oder wiederholte Mikrotraumen
- Immunschwäche, die das Risiko für Knocheninfektionen erhöht
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei plötzlichen, starken Knochenschmerzen nach einem Sturz oder Unfall
- Bei Fieber und Schmerzen in einem Knochen, besonders nach einer Verletzung oder Operation
- Bei neu auftretenden Schmerzen, die mit einer bestehenden Krebserkrankung zusammenhängen könnten
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Bei chronischen, unklaren Knochenschmerzen, die länger als zwei Wochen anhalten
- Zur Verlaufskontrolle bei bekannten Knochenerkrankungen oder nach einer Krebstherapie
- Bei Verdacht auf Knochenschwund (Osteoporose) und wiederholten Brüchen
Diagnose
Die Knochenszintigraphie wird in der Nuklearmedizin durchgeführt. Dabei wird eine kleine Menge einer schwach radioaktiven Substanz (Tracer) in eine Armvene gespritzt. Nach etwa 2–3 Stunden, wenn sich der Tracer in den Knochen angereichert hat, werden Aufnahmen mit einer speziellen Kamera gemacht. Bereiche mit vermehrtem Knochenstoffwechsel erscheinen als helle Flecken („hot spots“).
Mögliche Untersuchungen
- Knochenszintigraphie (Ganzkörper- oder regionale Aufnahmen)
- SPECT (eine 3-D-Variante der Szintigraphie für genauere Lokalisation)
- Kombination mit Röntgen, CT oder MRT, wenn die Befunde unklar sind
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Sie müssen vor der Untersuchung nichts Besonderes vorbereiten, außer ggf. viel zu trinken, um den Tracer besser auszuscheiden. Die Aufnahme selbst dauert etwa 30–60 Minuten, in denen Sie ruhig auf dem Rücken liegen. Nach der Untersuchung können Sie sofort nach Hause gehen. Der Tracer wird innerhalb von 24 Stunden über den Urin ausgeschieden. Die Strahlenbelastung ist vergleichbar mit einer Röntgenaufnahme des Brustkorbs.
Behandlung
Eine Knochenszintigraphie ist nur ein Diagnoseverfahren. Die Behandlung richtet sich nach der zugrunde liegenden Erkrankung. Ihr Arzt wird die Ergebnisse mit Ihnen besprechen und einen individuellen Therapieplan erstellen.
Selbsthilfe zu Hause
- Schonen Sie den schmerzenden Knochen zunächst, vermeiden Sie starke Belastung
- Kühlen Sie bei Schwellungen oder Entzündungen (z. B. mit einem Kühlpack)
- Nehmen Sie bei Bedarf rezeptfreie Schmerzmittel (z. B. Paracetamol) – fragen Sie Ihren Apotheker oder Arzt nach der richtigen Dosierung
Medizinische Behandlungen
Die medikamentöse Behandlung hängt von der Ursache ab: Bei einer Knochenentzündung werden Antibiotika eingesetzt, bei Knochentumoren kann eine Strahlentherapie oder eine targeted therapy (gezielte Behandlung) infrage kommen. Für Osteoporose stehen knochenschutzende Medikamente (wie Bisphosphonate) zur Verfügung. Diese müssen von einem Arzt verordnet werden.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation kann nötig sein, wenn ein Knochenbruch nicht von selbst heilt, wenn ein Tumor entfernt werden muss oder bei schweren Knocheninfektionen, die nicht auf Medikamente ansprechen.
Leben mit der Erkrankung
Nach einer Knochenszintigraphie müssen Sie keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen treffen. Die Ergebnisse geben Ihrem Arzt Hinweise, wie es weitergeht. Leben Sie Ihren Alltag normal, solange keine Schmerzen oder Einschränkungen bestehen.
Tipps für den Alltag
- Achten Sie auf eine gesunde Ernährung mit ausreichend Kalzium und Vitamin D (z. B. Milchprodukte, grünes Gemüse, Pilze, Sonnenlicht)
- Bewegen Sie sich regelmäßig – aber ohne Überlastung –, um die Knochen zu stärken
- Vermeiden Sie Rauchen und übermäßigen Alkoholkonsum, da beides die Knochen schädigt
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse, Obst und Vollkornprodukten ist wichtig. Speziell für die Knochen sind Kalzium (z. B. in Käse, Brokkoli, Mandeln) und Vitamin D (durch Sonne oder bei Bedarf als Nahrungsergänzung nach ärztlicher Empfehlung) entscheidend. Sportarten wie Gehen, Tanzen oder leichtes Krafttraining fördern die Knochendichte.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Eine Knochenszintigraphie kann Angst auslösen, weil sie oft eingesetzt wird, um ernste Erkrankungen auszuschließen. Es ist normal, sich Sorgen zu machen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Ihre Ängste und lassen Sie sich die Ergebnisse erklären. Vertrauen Sie darauf, dass eine frühe Erkennung meist bessere Behandlungsmöglichkeiten eröffnet.
Vorbeugung
Eine Knochenszintigraphie selbst muss nicht verhindert werden – sie ist ein Diagnosewerkzeug. Sie können jedoch das Risiko für Knochenerkrankungen senken, die eine Szintigraphie nötig machen: durch Knochengesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung und Sturzprävention (z. B. rutschfeste Schuhe, entfernen von Stolperfallen zu Hause).
Impfungen
Gegen Knochenerkrankungen gibt es keine Impfung. Allerdings kann eine Impfung gegen Grippe oder Pneumokokken helfen, Infektionen zu vermeiden, die auf die Knochen übergreifen könnten.
Früherkennungsprogramme
Für Menschen mit erhöhtem Risiko (z. B. nach einer Krebserkrankung) kann eine regelmäßige Knochenszintigraphie Teil der Nachsorge sein. Ein Screening für die Allgemeinbevölkerung wird jedoch nicht empfohlen. Ihr Arzt entscheidet anhand Ihrer Beschwerden und Risikofaktoren, ob eine Szintigraphie sinnvoll ist.
Komplikationen
Unbehandelt
- Ein übersehener Knochenbruch kann zu Fehlstellungen oder Pseudarthrosen (falschem Gelenk) führen
- Eine unbehandelte Knocheninfektion (Osteomyelitis) kann auf benachbarte Gelenke oder Weichteile übergreifen und chronisch werden
- Unentdeckte Knochentumore oder Metastasen können fortschreiten und zu schweren Schmerzen oder Brüchen führen
Langzeitprognose
Die Prognose hängt von der zugrunde liegenden Erkrankung ab. Dank moderner Bildgebung wie der Knochenszintigraphie werden viele Probleme früh erkannt und können gut behandelt werden. Bei Krebserkrankungen verbessert die frühzeitige Entdeckung von Knochenmetastasen die Behandlungsoptionen und die Lebensqualität. Ihr Arzt wird Ihnen eine realistische Einschätzung geben.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 19. Juli 2026
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