What MRI pelvis looks for
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Eine MRT (Magnetresonanztomographie) des Beckens ist ein bildgebendes Verfahren, das mit starken Magneten und Radiowellen detailreiche Bilder von Organen und Geweben im Beckenbereich erstellt. Es hilft Ärzten, Veränderungen wie Tumore, Entzündungen oder Verletzungen zu erkennen, ohne dass man sich einer Röntgenstrahlung aussetzen muss.
Wichtige Fakten
- Die MRT des Beckens wird meist zur Untersuchung von Gebärmutter, Eierstöcken, Prostata, Blase, Enddarm und den Beckenknochen eingesetzt.
- Die Untersuchung ist schmerzfrei und dauert etwa 30 bis 60 Minuten.
- Sie liefert besonders gute Bilder von Weichteilen, sodass sich auch kleine Veränderungen zeigen lassen.
Die MRT des Beckens wird bei verschiedenen Beschwerden eingesetzt, zum Beispiel bei Schmerzen im Unterbauch, unklaren Blutungen oder bei Verdacht auf Tumore. Sie ist eine häufige Untersuchung in der Radiologie, wird aber nicht bei jedem Routine-Check durchgeführt.
Die Untersuchung kann bei Menschen jeden Alters durchgeführt werden, wird aber besonders oft bei Frauen zur Abklärung von Gebärmutter- oder Eierstockerkrankungen sowie bei Männern zur Prostatauntersuchung eingesetzt. Auch bei Kindern kommt sie zum Einsatz, wenn bestimmte Erkrankungen vermutet werden.
Symptome
- Starke, plötzliche Schmerzen im Becken oder Unterbauch
- Plötzlicher Blutverlust (z. B. starke vaginale Blutung oder Blut im Stuhl)
- Bewusstlosigkeit oder Kreislaufprobleme
- ⚠Schmerzen, die trotz Schmerzmitteln nicht nachlassen
- ⚠Fieber mit Beckenschmerzen
- ⚠Plötzliche Schwierigkeiten beim Wasserlassen oder Stuhlgang
Häufige Symptome
- Schmerzen im Unterbauch oder Becken
- Ungewöhnliche Blutungen aus der Scheide oder dem Darm
- Probleme beim Wasserlassen oder Stuhlgang
- Tastbare Knoten oder Schwellungen im Beckenbereich
Symptome bei Kindern
- Bauchschmerzen ohne erkennbare Ursache
- Veränderungen beim Stuhlgang (z. B. Verstopfung oder Durchfall)
- Wachstumsverzögerung oder ungewollter Gewichtsverlust
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Schmerzen beim Sitzen oder Liegen
- Blut im Urin oder Stuhl
- Neue oder sich verschlimmernde Inkontinenz
Ursachen
Hauptursachen
- Eine MRT des Beckens wird durchgeführt, um die Ursache von Symptomen zu finden, nicht um eine bestimmte Krankheit zu behandeln.
- Mögliche Ursachen können gutartige oder bösartige Tumore, Entzündungen, Zysten, Verletzungen oder Fehlbildungen sein.
Risikofaktoren
- Alter (bestimmte Erkrankungen treten häufiger in bestimmten Altersgruppen auf)
- Familiäre Vorbelastung (z. B. Prostatakrebs oder Eierstockkrebs)
- Vorerkrankungen wie Endometriose oder chronische Darmentzündungen
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei anhaltenden oder sich verschlimmernden Beckenschmerzen
- bei Blutungen außerhalb der Regel oder nach den Wechseljahren
- bei plötzlicher Veränderung der Blasen- oder Darmfunktion
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Sie regelmäßig über leichte Beschwerden im Beckenbereich klagen, z. B. bei Zyklusstörungen oder leichten Schmerzen
- Zur Verlaufskontrolle bei bekannten Erkrankungen (z. B. Myome oder Prostatavergrößerung)
Diagnose
Die MRT des Beckens wird von einem Radiologen durchgeführt und ausgewertet. Vor der Untersuchung können Sie bei Bedarf Kontrastmittel über eine Vene erhalten, um bestimmte Strukturen besser sichtbar zu machen. Sie liegen während der Aufnahmen ruhig in der Röhre, was etwa eine halbe Stunde dauert.
Mögliche Untersuchungen
- MRT des Beckens (mit oder ohne Kontrastmittel)
- Manchmal zusätzliche Untersuchungen wie Ultraschall, CT oder Blutuntersuchungen
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Sie werden auf einer Liege in die MRT-Röhre geschoben. Es ist wichtig, dass Sie still liegen, damit die Bilder nicht verwackeln. Die Kamera macht laute Klopfgeräusche – Sie bekommen Ohrstöpsel oder Kopfhörer. Nach der Untersuchung können Sie sofort nach Hause gehen, es sei denn, Sie haben ein Beruhigungsmittel bekommen.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache der Beschwerden, die durch die MRT gefunden wurde. Eine MRT allein ist keine Behandlung, sondern eine Diagnosehilfe.
Selbsthilfe zu Hause
- Bei leichten Beschwerden können Wärme (z. B. Wärmflasche) oder sanfte Bewegung helfen.
- Achten Sie auf ausreichend Flüssigkeit und eine ballaststoffreiche Ernährung bei Darmbeschwerden.
Medizinische Behandlungen
Je nach Befund kommen verschiedene Behandlungen infrage: Medikamente gegen Schmerzen oder Entzündungen, Hormontherapie bei bestimmten gynäkologischen Erkrankungen, Antibiotika bei Infektionen oder gezielte Therapien bei Tumoren. Ihr Arzt wird mit Ihnen die beste Option besprechen.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation kann notwendig sein, wenn die MRT einen Tumor, einen Abszess oder eine andere Veränderung zeigt, die operativ entfernt werden muss. Dies wird immer individuell mit einem Facharzt besprochen.
Leben mit der Erkrankung
Nach einer MRT-Untersuchung können Sie Ihren Alltag wie gewohnt fortsetzen. Die eigentliche Herausforderung ist oft die Zeit bis zum Ergebnis. Versuchen Sie, sich nicht zu sehr zu sorgen und vertrauen Sie auf Ihren Arzt.
Tipps für den Alltag
- Bewegung im Alltag fördert die Durchblutung und kann Schmerzen lindern.
- Vermeiden Sie übermäßigen Stress, da er Beschwerden verschlimmern kann.
Ernährung und Bewegung
Bei Beckenbeschwerden kann eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten helfen. Moderater Sport wie Schwimmen oder Walken ist meist gut verträglich. Bei spezifischen Erkrankungen fragen Sie Ihren Arzt nach Empfehlungen.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Die Sorge um die Gesundheit kann belastend sein. Es ist normal, Angst oder Unsicherheit zu fühlen. Nutzen Sie Gespräche mit vertrauten Personen oder suchen Sie psychologische Unterstützung, wenn die Belastung zu groß wird.
Vorbeugung
Eine MRT-Untersuchung selbst kann nicht verhindert werden – sie wird nur bei Bedarf durchgeführt. Die zugrunde liegenden Erkrankungen lassen sich jedoch manchmal durch einen gesunden Lebensstil und Vorsorgeuntersuchungen verhindern oder früh erkennen.
Impfungen
Es gibt keine Impfung, die eine MRT-Untersuchung überflüssig macht. Impfungen wie die gegen HPV können jedoch bestimmte Krebserkrankungen im Beckenbereich vorbeugen.
Früherkennungsprogramme
In Deutschland gibt es Vorsorgeuntersuchungen wie den jährlichen Pap-Abstrich (bei Frauen) oder die Prostatauntersuchung (bei Männern ab 45). Diese können dazu beitragen, Erkrankungen früh zu erkennen und eine MRT nötig zu machen oder zu vermeiden.
Komplikationen
Unbehandelt
- Wenn die Ursache von Beckenbeschwerden nicht abgeklärt wird, können sich Grunderkrankungen verschlechtern.
- Bei Krebserkrankungen kann eine späte Diagnose die Heilungschancen verringern.
Langzeitprognose
Die MRT ist eine sehr zuverlässige Methode, um Veränderungen im Becken zu erkennen. Die meisten Befunde sind harmlos oder gut behandelbar. Selbst bei schweren Erkrankungen wie Krebs gibt es heute viele Behandlungsmöglichkeiten, die oft gute Erfolge erzielen.
Unterstützung finden
Hilfetelefone
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 18. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
Nutzen Sie sie zur Ergänzung — nicht als Ersatz — für den Rat einer approbierten Fachkraft.
Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.