acid reflux screening test preparation
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Sodbrennen (auch genannt saures Aufstoßen oder gastroösophageale Refluxkrankheit) entsteht, wenn Magensäure in die Speiseröhre zurückfließt. Die Speiseröhre ist der Schlauch, der den Mund mit dem Magen verbindet. Ein spezieller Test, die sogenannte pH-Metrie oder Impedanz-pH-Metrie, misst, wie oft und wie stark Säure in die Speiseröhre gelangt. Die Vorbereitung auf diesen Test ist wichtig, damit die Ergebnisse genau sind.
Wichtige Fakten
- Der Test misst den Säuregehalt in der Speiseröhre über 24 Stunden.
- Sie müssen vor dem Test bestimmte Medikamente absetzen – Ihr Arzt sagt Ihnen genau, welche und wie lange.
- Während des Tests führen Sie ein normales Leben, damit die Messung Ihren Alltag widerspiegelt.
Ja, Sodbrennen ist sehr häufig. In Deutschland leidet etwa jeder Fünfte gelegentlich darunter. Die Tests zur Abklärung werden immer häufiger eingesetzt, um die richtige Behandlung zu finden.
Sodbrennen kann Menschen jeden Alters betreffen, tritt aber häufiger bei Erwachsenen über 40 Jahren, bei Schwangeren und bei Menschen mit Übergewicht auf. Auch Menschen, die viel Stress haben oder bestimmte Lebensmittel und Getränke zu sich nehmen, sind häufiger betroffen.
Symptome
- Plötzliche, starke Brustschmerzen, die in den Arm, den Kiefer oder den Rücken ausstrahlen
- Atemnot oder Engegefühl in der Brust
- Erbrechen von Blut oder kaffeesatzartigem Erbrochenem
- Schwarzer oder blutiger Stuhl
- ⚠Anhaltende Schluckbeschwerden, die das Essen unmöglich machen
- ⚠Ungewollter Gewichtsverlust
- ⚠Starke Übelkeit oder Erbrechen, das nicht aufhört
- ⚠Schmerzen, die nach der Einnahme von Medikamenten nicht besser werden
Häufige Symptome
- Brennendes Gefühl hinter dem Brustbein (Sodbrennen)
- Saures Aufstoßen oder saurer Geschmack im Mund
- Schmerzen oder Druckgefühl in der Brust
- Schluckbeschwerden oder das Gefühl, einen Kloß im Hals zu haben
Symptome bei Kindern
- Häufiges Spucken oder Erbrechen nach dem Essen
- Reizbarkeit oder Weinen während oder nach dem Füttern
- Schlechte Gewichtszunahme
- Wiederkehrende Husten- oder Heiserkeit
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Weniger typisches Sodbrennen, dafür eher Brustschmerzen oder Heiserkeit
- Verschlimmerung von Asthma oder chronischem Husten
- Schluckbeschwerden oder das Gefühl, dass Essen stecken bleibt
Ursachen
Hauptursachen
- Ein schwacher oder entspannter Schließmuskel am Übergang von Speiseröhre zum Magen
- Zu viel Magensäure oder zu langsame Magenentleerung
- Bestimmte Lebensmittel und Getränke wie fettiges Essen, Schokolade, Kaffee oder Alkohol
Risikofaktoren
- Übergewicht oder Fettleibigkeit
- Schwangerschaft
- Rauchen
- Bestimmte Medikamente (zum Beispiel Schmerzmittel wie Ibuprofen oder bestimmte Blutdrucksenker)
- Bindegewebsschwäche (z. B. Zwerchfellbruch)
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn die Symptome trotz einfacher Maßnahmen (wie kleinere Mahlzeiten, Kopf hochlagern) länger als zwei Wochen anhalten
- Bei Schluckbeschwerden oder Schmerzen beim Schlucken
- Bei ungewolltem Gewichtsverlust
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Bei gelegentlichem Sodbrennen, das Sie stört und nicht durch Änderungen im Lebensstil besser wird
- Vor einer geplanten Testuntersuchung, wenn Ihr Arzt eine pH-Metrie oder eine Magenspiegelung empfiehlt
Diagnose
Der Arzt stellt die Diagnose meist anhand Ihrer Beschwerden und einer körperlichen Untersuchung. Bei anhaltenden oder schweren Symptomen werden oft spezielle Tests durchgeführt. Eine wichtige Untersuchung ist die 24-Stunden-pH-Metrie (Säuremessung in der Speiseröhre). Dabei wird ein dünner Schlauch durch die Nase in die Speiseröhre gelegt. Dieser misst, wie viel Säure in die Speiseröhre gelangt. Manchmal wird auch eine Magenspiegelung (Gastroskopie) gemacht, um die Speiseröhre direkt zu betrachten.
Mögliche Untersuchungen
- 24-Stunden-pH-Metrie oder Impedanz-pH-Metrie
- Magenspiegelung (Gastroskopie)
- Ösophagusmanometrie (Druckmessung in der Speiseröhre)
- Röntgen mit Kontrastmittel (Brei-Schluck)
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Vorbereitung auf die 24-Stunden-pH-Metrie: Sie müssen etwa 5 bis 7 Tage vor dem Test bestimmte Medikamente absetzen – Ihr Arzt gibt Ihnen eine genaue Liste. Am Testtag sollten Sie nüchtern sein (mindestens 6 Stunden nichts essen oder trinken). Der Arzt führt den dünnen Schlauch durch die Nase ein – das ist unangenehm, aber meist nicht schmerzhaft. Danach können Sie normal essen, trinken und Ihren Aktivitäten nachgehen. Sie führen ein Tagebuch über Ihre Beschwerden und Aktivitäten. Nach 24 Stunden wird der Schlauch wieder entfernt. Die Ergebnisse besprechen Sie dann mit Ihrem Arzt.
Behandlung
Die Behandlung von Sodbrennen zielt darauf ab, die Beschwerden zu lindern und die Speiseröhre zu schützen. Sie beginnt meist mit Änderungen im Lebensstil und der Ernährung. Reichen diese nicht aus, kommen Medikamente infrage. In seltenen Fällen kann eine Operation nötig sein. Die genaue Behandlung hängt von der Schwere der Symptome und den Testergebnissen ab.
Selbsthilfe zu Hause
- Essen Sie mehrere kleine Mahlzeiten statt weniger großer.
- Vermeiden Sie fettige, scharfe oder sehr süße Speisen, Kaffee, Alkohol und Nikotin.
- Gehen Sie nicht direkt nach dem Essen ins Bett. Warten Sie mindestens 2-3 Stunden.
- Schlafen Sie mit erhöhtem Oberkörper (z. B. mit einem Keilkissen).
- Achten Sie auf ein gesundes Körpergewicht.
Medizinische Behandlungen
Zur Behandlung werden sogenannte Säureblocker eingesetzt. Diese Medikamente verringern die Produktion von Magensäure. Sie sind in verschiedenen Stärken rezeptfrei oder auf Rezept erhältlich. Ihr Arzt wird mit Ihnen besprechen, welches Medikament für Sie geeignet ist und wie lange Sie es einnehmen sollten. Auch Mittel, die die Magensäure neutralisieren (Antazida) oder die Schutzschicht der Speiseröhre stärken, können helfen. Wichtig: Nehmen Sie Medikamente nie ohne ärztlichen Rat ein, besonders wenn ein Test geplant ist.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation (Fundoplikatio) kommt nur in Frage, wenn Medikamente nicht helfen oder Sie diese nicht dauerhaft einnehmen möchten. Dabei wird der obere Teil des Magens um die Speiseröhre gewickelt, um den Rückfluss von Säure zu verhindern. Die Entscheidung für eine Operation trifft der Facharzt für Magen-Darm-Erkrankungen (Gastroenterologe).
Leben mit der Erkrankung
Sodbrennen ist meist gut behandelbar. Mit den richtigen Gewohnheiten können die meisten Menschen ein normales Leben führen. Achten Sie auf Ihre Ernährung und vermeiden Sie Auslöser. Wenn Sie Medikamente einnehmen, nehmen Sie sie regelmäßig ein, wie mit Ihrem Arzt besprochen. Planen Sie bei Bedarf Ruhepausen ein, besonders nach dem Essen.
Tipps für den Alltag
- Essen Sie langsam und kauen Sie gründlich.
- Vermeiden Sie enge Kleidung um den Bauch.
- Reduzieren Sie Stress durch Entspannungsübungen wie Yoga oder Meditation.
- Hören Sie mit dem Rauchen auf.
- Trinken Sie ausreichend stilles Wasser, aber nicht zu viel zu den Mahlzeiten.
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse, Vollkornprodukten und magerem Eiweiß kann helfen. Schreiben Sie ein Ernährungstagebuch, um persönliche Auslöser zu erkennen. Bewegung ist erlaubt, aber nicht direkt nach dem Essen. Vermeiden Sie Sportarten mit viel Druck auf den Bauch (z. B. schweres Gewichtheben). Ein Spaziergang nach dem Essen ist oft gut.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Chronisches Sodbrennen kann belastend sein und zu Angst oder Schlafstörungen führen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber. Entspannungstechniken können helfen. Bei starker Belastung kann eine psychologische Beratung sinnvoll sein.
Vorbeugung
Nicht immer, aber Sie können das Risiko verringern: Halten Sie ein gesundes Gewicht, essen Sie ausgewogen, vermeiden Sie übermäßigen Alkohol- und Nikotinkonsum und reduzieren Sie Stress. Wenn Sodbrennen bei Ihnen häufig vorkommt, können diese Maßnahmen die Beschwerden lindern.
Impfungen
Es gibt keine Impfung gegen Sodbrennen.
Früherkennungsprogramme
Ein routinemäßiges Screening auf Sodbrennen bei Menschen ohne Beschwerden wird in der Regel nicht empfohlen. Bei anhaltenden Symptomen sollte aber immer ein Arzt aufgesucht werden.
Komplikationen
Unbehandelt
- Entzündung der Speiseröhre (Ösophagitis)
- Striktur (Verengung der Speiseröhre durch Narbengewebe)
- Barrett-Ösophagus (Veränderung der Schleimhaut, die das Risiko für Speiseröhrenkrebs erhöhen kann)
- Chronischer Husten oder Heiserkeit
Langzeitprognose
Die meisten Menschen mit Sodbrennen haben einen gutartigen Verlauf. Mit einer angepassten Lebensweise und gegebenenfalls Medikamenten lassen sich die Beschwerden in der Regel gut kontrollieren. Ernsthafte Komplikationen sind selten, wenn die Erkrankung rechtzeitig behandelt wird. Regelmäßige Kontrollen beim Arzt helfen, die Krankheit im Auge zu behalten und Komplikationen zu vermeiden.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 17. Juli 2026
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