acne blood test explained
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Ein Akne-Bluttest ist eine Laboruntersuchung, bei der Ihr Arzt oder Ihre Ärztin Ihr Blut auf bestimmte Werte untersucht, um die Ursache Ihrer Akne besser zu verstehen. Der Test kann zum Beispiel Hormone, Entzündungswerte oder andere Stoffe messen. Er hilft, die richtige Behandlung für Ihre Akne zu finden.
Wichtige Fakten
- Ein Akne-Bluttest wird meist dann gemacht, wenn die Akne schwer ist, plötzlich auftritt oder auf übliche Behandlungen nicht anspricht.
- Der Test kann Hormonstörungen wie ein Übermaß an männlichen Geschlechtshormonen (Androgenen) aufdecken.
- Ein Akne-Bluttest ist kein Standardtest bei leichter Akne – er wird gezielt eingesetzt, um die Ursache zu klären.
Akne-Blutuntersuchungen sind nicht bei jeder Person mit Akne nötig. Sie werden eher bei Frauen mit Zyklusstörungen, bei plötzlicher oder schwerer Akne oder bei Verdacht auf eine hormonelle Ursache durchgeführt.
Der Bluttest wird vor allem bei Menschen eingesetzt, die unter schwerer oder hartnäckiger Akne leiden, bei Frauen mit zusätzlichen Symptomen wie unregelmäßiger Periode oder vermehrtem Haarwuchs, und bei Erwachsenen, die plötzlich Akne bekommen.
Symptome
- Plötzliche, starke Gesichtsschwellung mit Atemnot (kann eine allergische Reaktion sein)
- Fieber mit roten, schmerzhaften Streifen auf der Haut (Zeichen einer schweren Infektion)
- ⚠Sehr schmerzhafte, eitrige Knoten, die sich schnell ausbreiten
- ⚠Akne mit Fieber oder starkem Krankheitsgefühl
Häufige Symptome
- Schwere, entzündliche Akne mit vielen Pickeln und Knoten
- Akne, die auf übliche Cremes oder Tabletten nicht anspricht
- Plötzliches Auftreten von Akne im Erwachsenenalter
Symptome bei Kindern
- Frühe Akne vor der Pubertät (vor dem 8. Lebensjahr)
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Akne, die erst nach dem 25. Lebensjahr auftritt oder wiederkehrt
Ursachen
Hauptursachen
- Ein Akne-Bluttest wird durchgeführt, um mögliche Ursachen wie hormonelle Ungleichgewichte (z. B. zu viel Testosteron), erhöhte Entzündungswerte oder Stoffwechselstörungen zu erkennen.
- Zu den häufigsten Hormonstörungen gehören das Polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) oder eine erhöhte Produktion von Nebennierenhormonen.
Risikofaktoren
- Weibliches Geschlecht (da hormonelle Schwankungen häufiger vorkommen)
- Familienanamnese mit schwerer Akne oder hormonellen Erkrankungen
- Einnahme bestimmter Medikamente (z. B. Kortison) oder Anabolika
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn Sie plötzlich sehr schwere Akne mit tiefen Knoten und starken Schmerzen bekommen.
- Wenn die Akne von Fieber oder allgemeinem Unwohlsein begleitet wird.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Ihre Akne trotz rezeptfreier und hausärztlicher Behandlung nicht besser wird.
- Wenn Sie bei Akne auch Symptome wie unregelmäßige Periode, vermehrten Haarwuchs oder Gewichtszunahme bemerken.
- Wenn Sie eine erwachsene Frau sind und unter neu auftretender Akne leiden.
Diagnose
Ein Akne-Bluttest wird von einem Hautarzt (Dermatologen) oder einem Endokrinologen (Hormonspezialist) veranlasst. Dazu wird Ihnen Blut abgenommen und im Labor untersucht.
Mögliche Untersuchungen
- Hormontest (z. B. Testosteron, DHEA-S, LH/FSH, Prolaktin)
- Entzündungswerte (z. B. C-reaktives Protein, CRP)
- Schilddrüsenwerte (TSH, fT3, fT4)
- Insulin- oder Blutzuckertest (bei Verdacht auf Insulinresistenz)
- Cortisol-Tagesprofil (bei Verdacht auf Nebennierenerkrankungen)
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Blutabnahme dauert nur wenige Minuten und ist nicht schmerzhaft. Je nach Fragestellung müssen Sie manchmal nüchtern kommen oder der Test wird an einem bestimmten Tag des Zyklus (bei Frauen) durchgeführt. Die Ergebnisse liegen meist nach einigen Tagen bis einer Woche vor. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin bespricht sie mit Ihnen und schlägt gegebenenfalls eine Behandlung vor.
Behandlung
Die Behandlung von Akne richtet sich nach der gefundenen Ursache. Wenn der Bluttest ein hormonelles Ungleichgewicht zeigt, kann eine hormonelle Therapie (wie die Pille oder andere Hormonpräparate) in Betracht kommen. Bei erhöhten Entzündungswerten oder Insulinresistenz können Lebensstiländerungen oder Medikamente helfen. Wichtig: Lassen Sie sich immer von einem Arzt oder einer Ärztin beraten, bevor Sie eine Behandlung beginnen.
Selbsthilfe zu Hause
- Reinigen Sie Ihre Haut zweimal täglich mit milden, pH-neutralen Produkten.
- Vermeiden Sie starkes Ausdrücken von Pickeln, um Narben zu vermeiden.
- Verwenden Sie nicht fettende (nicht komedogene) Hautpflegeprodukte.
- Tragen Sie täglich einen leichten Sonnenschutz auf, da Sonne die Akne oft verschlimmert.
Medizinische Behandlungen
Je nach Ursache kann Ihr Arzt oder Ihre Ärztin verschiedene Behandlungsansätze vorschlagen. Dazu gehören zum Beispiel topische Mittel (Cremes oder Gele, die auf die Haut aufgetragen werden), systemische Antibiotika (Tabletten), hormonelle Therapien (z. B. Antiandrogene), oder in schweren Fällen isotretinoinhaltige Präparate (ein hochwirksames Medikament, das nur unter strenger ärztlicher Aufsicht eingenommen wird). Diese Behandlungen sind alle verschreibungspflichtig und nur auf Rezept erhältlich. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird mit Ihnen den für Sie passenden Plan besprechen.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation (z. B. Entfernung von Zysten oder Narbenkorrektur) ist nur in seltenen, sehr schweren Fällen nötig und wird meist erst nach erfolgreicher Aknebehandlung durchgeführt.
Leben mit der Erkrankung
Akne kann den Alltag belasten. Mit der richtigen Behandlung und Hautpflege können Sie die Symptome meist gut in den Griff bekommen. Akne ist kein Zeichen mangelnder Hygiene – sie entsteht durch innere Faktoren wie Hormone oder Entzündungen.
Tipps für den Alltag
- Vermeiden Sie Rauchen, da dies die Akne verschlimmern kann.
- Reduzieren Sie Stress durch Entspannungstechniken wie Yoga oder Meditation, da Stress die Hormonausschüttung beeinflusst.
- Schlafen Sie ausreichend – das unterstützt die Hautregeneration.
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit wenig Zucker und Milchprodukten kann bei manchen Menschen helfen, die Akne zu bessern. Regelmäßige Bewegung reduziert Stress und verbessert die Durchblutung der Haut. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin, bevor Sie größere Ernährungsumstellungen vornehmen.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Akne kann das Selbstbewusstsein stark beeinträchtigen und zu Ängsten, Rückzug oder depressiven Verstimmungen führen. Es ist wichtig, darüber zu sprechen – mit Freunden, Familie oder einem Psychologen. Bei akuten Gedanken an Selbstverletzung oder Suizid: Wählen Sie bitte sofort die 112 (Notruf) oder wenden Sie sich an die nächste psychiatrische Notaufnahme.
Vorbeugung
Akne selbst lässt sich nicht immer verhindern, da sie oft genetisch oder hormonell bedingt ist. Ein Bluttest allein beugt nicht vor, aber er kann helfen, die Ursache zu erkennen und eine passende Behandlung einzuleiten, die das Fortschreiten der Akne stoppt.
Impfungen
Es gibt keine Impfung gegen Akne.
Komplikationen
Unbehandelt
- Narbenbildung und Hautverfärbungen
- Psychische Belastung bis hin zu Depressionen
- Verschlimmerung der Akne durch falsche Behandlung
Langzeitprognose
Mit der richtigen Diagnose (wie einem Bluttest) und einer angepassten Behandlung ist die Prognose meist sehr gut. Die meisten Menschen können ihre Akne unter Kontrolle bringen. Auch wenn die Behandlung manchmal Geduld erfordert – es gibt viele wirksame Therapiemöglichkeiten. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin begleitet Sie dabei.
Unterstützung finden
Hilfetelefone
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 20. Juli 2026
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