acne specialist tests overview
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Akne ist eine häufige Hauterkrankung, bei der die Talgdrüsen verstopfen und sich entzünden. Es bilden sich Mitesser, Pickel und manchmal tiefe Knoten. Mit der richtigen Behandlung kann Akne gut in den Griff bekommen werden.
Wichtige Fakten
- Akne betrifft vor allem Jugendliche, kann aber in jedem Alter auftreten.
- Unbehandelte Akne kann Narben hinterlassen, daher ist eine frühzeitige Behandlung wichtig.
- Es gibt wirksame Behandlungen, die von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin empfohlen werden können.
Ja, Akne ist sehr häufig. Etwa 85 % der Jugendlichen und jungen Erwachsenen haben irgendwann Akne.
Akne tritt hauptsächlich bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf, kann aber auch bei Säuglingen, Erwachsenen und älteren Menschen vorkommen. Sie betrifft Männer und Frauen, wobei Männer oft schwerere Formen haben.
Symptome
- Plötzlich auftretende, sehr schmerzhafte Knoten mit Fieber und Schüttelfrost – Das könnte eine schwere Hautinfektion sein. Rufen Sie sofort die 112.
- ⚠Starke Entzündung oder Eiterbildung, die sich ausbreitet
- ⚠Plötzliche Verschlechterung innerhalb weniger Tage
- ⚠Schmerzen oder Rötung, die über die Pickel hinausgehen
Häufige Symptome
- Mitesser (geschlossene und offene Komedonen)
- Rote, entzündete Pickel (Papeln)
- Eitergefüllte Pickel (Pusteln)
- Unter der Haut liegende, schmerzhafte Knoten (Zysten oder Abszesse)
Symptome bei Kindern
- Bei Säuglingen: kleine Pickel im Gesicht (Säuglingsakne), meist harmlos
- Bei älteren Kindern: ähnliche Symptome wie bei Jugendlichen, aber seltener
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Spätakne: oft im unteren Gesichtsbereich, Kinn und Kieferpartie
- Knötchen und tiefe Entzündungen, häufig hormonell bedingt
Ursachen
Hauptursachen
- Übermäßige Talgproduktion der Talgdrüsen
- Verstopfte Poren durch abgestorbene Hautzellen
- Vermehrung von Bakterien (Cutibacterium acnes)
- Entzündungsreaktion des Körpers
Risikofaktoren
- Hormonelle Veränderungen (z. B. Pubertät, Menstruation, Schwangerschaft)
- Genetische Veranlagung (Akne in der Familie)
- Bestimmte Kosmetika oder Hautpflegeprodukte
- Stress
- Rauchen
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn Sie schmerzhafte, tiefe Knoten haben oder eine Entzündung sich ausbreitet
- Bei Fieber oder Anzeichen einer schweren Infektion
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn leichte Akne nach 4–6 Wochen Selbstpflege nicht besser wird
- Wenn Sie unter Akne leiden und Narben fürchten
- Wenn Akne Ihr Selbstbewusstsein oder Ihre Lebensqualität beeinträchtigt
Diagnose
Die Diagnose wird meist durch eine einfache Hautuntersuchung gestellt. Der Arzt oder die Ärztin betrachtet Ihre Haut und fragt nach Ihren Symptomen und Ihrer Krankengeschichte. In den meisten Fällen ist keine aufwändige Diagnostik nötig.
Mögliche Untersuchungen
- Bei Verdacht auf hormonelle Störungen: Blutuntersuchungen (z. B. Hormonspiegel)
- Bei untypischem Verlauf: Hautabstrich zur Bestimmung von Bakterien
- Selten: Hautbiopsie (Entnahme einer kleinen Hautprobe)
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird Ihre Haut gründlich ansehen und nach Ihren bisherigen Behandlungen fragen. Möglicherweise werden auch Fotos gemacht, um den Verlauf zu dokumentieren. Die Untersuchung ist schmerzfrei und dauert nur wenige Minuten.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad der Akne. Ziel ist es, die Entzündung zu lindern, neue Pickel zu verhindern und Narben zu vermeiden. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird gemeinsam mit Ihnen einen individuellen Behandlungsplan erstellen.
Selbsthilfe zu Hause
- Reinigen Sie Ihre Haut sanft mit milden, nicht fettenden Produkten
- Drücken Sie Pickel nicht aus, das verschlimmert die Entzündung und hinterlässt Narben
- Verwenden Sie nicht komedogene (porenverstopfende) Kosmetika
- Schützen Sie Ihre Haut vor zu viel Sonne, aber nutzen Sie leichte Sonnencreme
Medizinische Behandlungen
Es gibt verschiedene verschreibungspflichtige Behandlungen: Cremes, Gele oder Lotionen mit Wirkstoffen, die die Poren öffnen oder Bakterien bekämpfen. Bei stärkerer Akne können auch Antibiotika (zum Einnehmen oder Auftragen) oder Hormontherapien (z. B. bei Frauen) eingesetzt werden. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird Ihnen die passende Therapie empfehlen.
Wann kommt eine Operation infrage?
Operationen sind selten nötig. Bei großen Abszessen oder Zysten kann eine kleine, örtliche Betäubung und Eröffnung notwendig sein. Auch zur Korrektur von Aknenarben kommen manchmal chirurgische Verfahren wie Dermabrasion oder Laser in Frage. Dies wird jedoch nur in speziellen Fällen durchgeführt.
Leben mit der Erkrankung
Akne erfordert eine konsequente, sanfte Hautpflege. Reinigen Sie Ihr Gesicht morgens und abends, aber vermeiden Sie übermäßiges Schrubben. Verwenden Sie milde Produkte und wechseln Sie Ihre Handtücher und Kissenbezüge regelmäßig.
Tipps für den Alltag
- Vermeiden Sie Stress – Entspannungstechniken wie Yoga oder Meditation können helfen
- Rauchen kann Akne verschlimmern – versuchen Sie, das Rauchen zu reduzieren oder aufzuhören
- Ausreichend Schlaf unterstützt die Hautregeneration
Ernährung und Bewegung
Eine spezielle Akne-Diät gibt es nicht. Manche Menschen berichten, dass zucker- oder milchreiche Lebensmittel ihre Haut verschlechtern. Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten ist generell empfehlenswert. Sport und Bewegung fördern die Durchblutung und können positiv wirken – duschen Sie nach dem Training, um Schweiß von der Haut zu waschen.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Akne kann das Selbstwertgefühl stark beeinträchtigen. Viele Menschen fühlen sich unsicher oder vermeiden soziale Kontakte. Das ist verständlich, aber es gibt Hilfe. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin über Ihre Gefühle. Bei anhaltender Belastung kann auch eine psychologische Beratung sinnvoll sein. In akuten Krisen können Sie sich an die Telefonseelsorge wenden (kostenlos, rund um die Uhr).
Vorbeugung
Akne lässt sich nicht immer verhindern, aber Sie können das Risiko mindern: Verwenden Sie nicht komedogene Hautpflege, waschen Sie Ihr Gesicht nicht zu oft und vermeiden Sie es, an Pickeln herumzudrücken. Eine gesunde Lebensweise kann ebenfalls helfen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Narbenbildung – tiefe oder erhabene Narben, die dauerhaft sein können
- Pigmentstörungen – dunkle oder helle Flecken auf der Haut
- Psychische Belastung – Angst, Depression oder sozialer Rückzug
- Infektionen – selten können sich Bakterien ausbreiten und zu schweren Entzündungen führen
Langzeitprognose
Die allermeisten Fälle von Akne lassen sich gut behandeln. Mit der richtigen Therapie und etwas Geduld verbessert sich das Hautbild meist deutlich. Auch wenn Akne manchmal lästig ist: Sie ist fast immer kontrollierbar und hinterlässt bei rechtzeitiger Behandlung seltener Narben. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin unterstützt Sie dabei.
Unterstützung finden
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 20. Juli 2026
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