allergy screening test preparation
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Ein Allergie-Screening ist eine Untersuchung, bei der festgestellt wird, ob Ihr Immunsystem auf bestimmte harmlose Substanzen (Allergene) überreagiert. Der Test hilft herauszufinden, welche Stoffe bei Ihnen eine Allergie auslösen können.
Wichtige Fakten
- Vor einem Allergie-Screening müssen Sie meist nicht nüchtern sein.
- Einige Medikamente (wie Antihistaminika) können das Testergebnis beeinflussen – besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob Sie diese vor dem Test absetzen sollen.
- Es gibt zwei Hauptmethoden: den Pricktest auf der Haut und den Bluttest auf spezifische IgE-Antikörper.
Allergien sind sehr häufig. Etwa 20 bis 30 Prozent der Erwachsenen in Deutschland leiden unter einer allergischen Erkrankung.
Allergien können in jedem Alter auftreten. Sie beginnen oft im Kindes- oder Jugendalter, können aber auch erst bei Erwachsenen neu entstehen.
Symptome
- Plötzliche Atemnot
- Anschwellen von Lippen, Zunge oder Rachen
- Schwindel oder Bewusstlosigkeit
- ⚠Starker Hautausschlag mit Fieber
- ⚠Schluckbeschwerden ohne Notfall
Häufige Symptome
- Niesen und laufende Nase
- Juckende, tränende Augen
- Hautausschlag oder Nesselsucht
Symptome bei Kindern
- Häufige Ohrenentzündungen
- Chronischer Schnupfen
- Neurodermitis
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Verschlimmerung von Asthma
- Hautjucken
- Bindehautentzündung
Ursachen
Hauptursachen
- Vererbung (familiäre Belastung)
- Umwelteinflüsse wie Pollen, Hausstaubmilben, Tierhaare
- Bestimmte Nahrungsmittel
Risikofaktoren
- Frühe Kindheit mit vielen Antibiotika
- Rauchen der Eltern
- Leben in industrialisierten Ländern
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn Sie plötzlich starke allergische Reaktionen haben
- Bei Atemnot oder Schwellungen im Gesicht
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Allergiesymptome Ihren Alltag beeinträchtigen
- Zur Klärung der Auslöser vor Beginn einer Behandlung
Diagnose
Die Diagnose einer Allergie wird in der Regel von einem Allergologen (Facharzt für Allergien) gestellt. Dazu gehören eine ausführliche Befragung (Anamnese), ein Allergie-Screening und gegebenenfalls weitere Tests.
Mögliche Untersuchungen
- Pricktest: Dabei werden kleine Mengen von Allergenen auf die Haut getropft und mit einer feinen Lanzette eingeritzt.
- Bluttest: Hier wird im Blut nach spezifischen IgE-Antikörpern gesucht.
- Provokationstest: Unter ärztlicher Aufsicht wird das Allergen gezielt zugeführt (z.B. über die Nase).
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Für den Pricktest kommen Sie mit sauberer, ungeschminkter Haut am Unterarm. Der Arzt tropft Allergenlösungen auf und macht kleine Kratzer. Nach 15 bis 20 Minuten wird die Reaktion abgelesen. Ein Bluttest erfordert eine Blutabnahme. Die Vorbereitung: Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, welche Medikamente Sie vor dem Test absetzen sollten – vor allem Antihistaminika (Allergiemittel), aber auch bestimmte Antidepressiva und Kortisonsalben. Meist müssen Sie 3 bis 7 Tage vorher darauf verzichten. Essen und Trinken sind erlaubt.
Behandlung
Allergien lassen sich gut behandeln. Ziel ist es, die Symptome zu lindern und schwere Reaktionen zu verhindern.
Selbsthilfe zu Hause
- Vermeiden Sie die auslösenden Allergene so gut es geht.
- Führen Sie ein Allergietagebuch, um Muster zu erkennen.
- Bei Heuschnupfen: Lüften Sie nur zu pollenarmen Zeiten.
Medizinische Behandlungen
Die Behandlung umfasst Medikamente wie Antihistaminika und Kortisonsprays. Bei schweren Allergien kann eine spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) in Betracht gezogen werden. Diese wird von einem Allergologen verordnet. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, welche Option für Sie geeignet ist.
Wann kommt eine Operation infrage?
Entfällt – Allergien werden meist nicht operativ behandelt. Bei Nasenpolypen oder schwerer Nasennebenhöhlenentzündung kann jedoch ein Eingriff nötig sein.
Leben mit der Erkrankung
Mit einer Allergie können Sie ein normales Leben führen, wenn Sie Ihre Auslöser kennen und meiden. Ein Notfallset mit Medikamenten kann bei schweren Allergien sinnvoll sein.
Tipps für den Alltag
- Achten Sie auf eine gute Raumluft (z.B. Luftreiniger bei Hausstaubmilben).
- Waschen Sie Bettwäsche regelmäßig bei hohen Temperaturen.
Ernährung und Bewegung
Eine gesunde Ernährung unterstützt Ihr Immunsystem. Bei Nahrungsmittelallergien meiden Sie die Auslöser. Sport ist möglich, aber vermeiden Sie anstrengende Aktivitäten bei hoher Pollenbelastung.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Allergien können belastend sein, besonders wenn sie den Schlaf und die Konzentration beeinträchtigen. Bei anhaltenden psychischen Beschwerden suchen Sie sich Unterstützung.
Vorbeugung
Nicht alle Allergien sind vermeidbar, aber Sie können das Risiko senken.
Impfungen
Es gibt keine Impfung gegen Allergien. Die spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) wird manchmal fälschlich als Impfung bezeichnet.
Früherkennungsprogramme
Ein Allergie-Screening dient der Früherkennung und ist sinnvoll, wenn Sie wiederkehrende Symptome haben.
Komplikationen
Unbehandelt
- Chronische Nasennebenhöhlenentzündungen
- Asthma
- Anaphylaxie (lebensbedrohliche allergische Reaktion)
Langzeitprognose
Mit der richtigen Behandlung und Prävention können die meisten Allergiker gut leben. Die Forschung entwickelt stets neue Therapien. Bleiben Sie in regelmäßigem Austausch mit Ihrem Arzt.
Unterstützung finden
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 25. Juli 2026
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