Vorbereitung auf die Brustkrebs-Früherkennung (Mammographie)
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Die Brustkrebs-Früherkennung, auch Mammographie-Screening genannt, ist eine regelmäßige Röntgenuntersuchung der Brust bei Frauen, die keine Beschwerden haben. Ziel ist es, Brustkrebs in einem sehr frühen Stadium zu entdecken, bevor er tastbar ist. Das Screening wird in Deutschland für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren alle zwei Jahre angeboten.
Wichtige Fakten
- Die Mammographie kann kleinste Veränderungen im Brustgewebe zeigen.
- Die Untersuchung dauert nur wenige Minuten und ist für die meisten Frauen nicht schmerzhaft.
- Etwa 95 von 100 Frauen haben einen unauffälligen Befund.
Ja, in Deutschland nehmen jedes Jahr Millionen Frauen am Mammographie-Screening teil. Es ist das wichtigste Programm zur Früherkennung von Brustkrebs.
Das Screening richtet sich vor allem an Frauen zwischen 50 und 69 Jahren, da in dieser Altersgruppe das Risiko für Brustkrebs am höchsten ist. Frauen mit familiärer Vorbelastung können auch früher beginnen.
Symptome
- Plötzliche, starke Schmerzen in der Brust
- Atemnot
- Bewusstlosigkeit
- ⚠Ein neu aufgetretener Knoten in der Brust
- ⚠Hautveränderungen wie Dellen oder Rötungen
- ⚠Einseitiger Ausfluss aus der Brustwarze
Häufige Symptome
- Beim Screening selbst treten keine Symptome auf – es ist eine Vorsorgeuntersuchung bei gesunden Frauen.
Symptome bei Kindern
- Kinder sind nicht von Brustkrebs betroffen. Das Screening wird nur bei Erwachsenen durchgeführt.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Auch bei älteren Frauen über 70 Jahren können Brustveränderungen auftreten. Das Screening wird individuell besprochen.
Ursachen
Hauptursachen
- Brustkrebs entsteht, wenn Zellen im Brustgewebe unkontrolliert wachsen.
Risikofaktoren
- Alter (über 50 Jahre)
- Familiäre Vorbelastung (Mutter, Schwester, Tochter mit Brustkrebs)
- Bestimmte Genveränderungen (z. B. BRCA1/2)
- Übergewicht
- Alkoholkonsum
- Wenig körperliche Bewegung
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn Sie einen Knoten oder andere Veränderungen an Ihrer Brust bemerken, sollten Sie innerhalb weniger Tage einen Arzt aufsuchen.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Nehmen Sie Ihre Einladung zum Mammographie-Screening wahr, sobald Sie diese erhalten (in der Regel alle zwei Jahre).
- Sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt oder Frauenarzt über den richtigen Zeitpunkt für die erste Untersuchung.
Diagnose
Die Mammographie ist eine Röntgenuntersuchung der Brust. Zusätzlich können bei Bedarf ein Ultraschall oder eine Biopsie (Gewebeprobe) durchgeführt werden.
Mögliche Untersuchungen
- Mammographie (Röntgenaufnahme)
- Ultraschall der Brust
- Magnetresonanztomographie (MRT) bei speziellen Fragestellungen
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Vor der Mammographie sollten Sie keine Deodorants, Puder oder Cremes auftragen, da diese die Aufnahme stören können. Sie werden gebeten, Ihren Oberkörper frei zu machen. Die Brust wird für wenige Sekunden zwischen zwei Platten leicht eingedrückt – das kann etwas unangenehm sein, ist aber wichtig für eine gute Bildqualität. Die ganze Untersuchung dauert etwa 10 bis 20 Minuten. Sie erhalten das Ergebnis innerhalb weniger Tage.
Behandlung
Falls bei der Mammographie eine Auffälligkeit entdeckt wird, sind weitere Untersuchungen nötig. Die meisten auffälligen Befunde sind gutartig. Sollte es sich um Brustkrebs handeln, stehen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, die je nach Stadium und Art des Tumors ausgewählt werden.
Selbsthilfe zu Hause
- Nach der Mammographie können Sie sofort wieder Ihren normalen Aktivitäten nachgehen.
- Bei leichten Schmerzen durch das Zusammendrücken hilft oft Kühlen oder eine lockere Kleidung.
Medizinische Behandlungen
Die Behandlung von Brustkrebs kann eine Operation, Strahlentherapie, medikamentöse Therapie (wie Hormontherapie oder Chemotherapie) sowie zielgerichtete Therapien umfassen. Welche Behandlung die beste ist, entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrem Behandlungsteam. Alle Therapien werden nach den aktuellen Leitlinien der AWMF durchgeführt.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation kommt in Betracht, wenn der Tumor entfernt werden muss. Oft kann die Brust erhalten werden (brusterhaltende Therapie). In manchen Fällen ist eine vollständige Entfernung der Brust (Mastektomie) nötig.
Leben mit der Erkrankung
Nach einer Brustkrebserkrankung können die meisten Frauen ihr normales Leben wieder aufnehmen. Regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen sind wichtig.
Tipps für den Alltag
- Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung.
- Bewegen Sie sich regelmäßig, z. B. 30 Minuten pro Tag.
- Vermeiden Sie Übergewicht und rauchen Sie nicht.
Ernährung und Bewegung
Eine gesunde Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten sowie regelmäßige Bewegung können das Rückfallrisiko senken. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über ein für Sie passendes Programm.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Eine Brustkrebsdiagnose kann Ängste und Sorgen auslösen. Es ist völlig normal, sich belastet zu fühlen. Scheuen Sie sich nicht, professionelle Hilfe zu suchen.
Vorbeugung
Brustkrebs lässt sich nicht immer verhindern, aber ein gesunder Lebensstil und die Früherkennung senken das Risiko und verbessern die Heilungschancen.
Früherkennungsprogramme
Das Mammographie-Screening ist die wichtigste Maßnahme zur Früherkennung. Frauen ab 50 Jahren erhalten alle zwei Jahre eine Einladung. Bei familiärem Risiko kann das Screening auch früher beginnen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Unbehandelter Brustkrebs kann in umliegendes Gewebe und andere Organe streuen (Metastasen) und lebensbedrohlich werden.
Langzeitprognose
Dank der Früherkennung und moderner Behandlungen sind die Heilungschancen heute sehr gut. Die meisten Fälle von Brustkrebs werden früh erkannt und können erfolgreich behandelt werden.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 30. Juli 2026
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