Vorbereitung auf den Cholesterin-Screeningtest
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Ein Cholesterin-Screening ist ein Bluttest, der misst, wie viel Fett (Cholesterin) in Ihrem Blut ist. Der Test zeigt, ob Ihr Cholesterinspiegel zu hoch ist, was das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen kann. Die Vorbereitung ist einfach: In der Regel müssen Sie vor dem Test 9 bis 12 Stunden nüchtern sein, das heißt, nichts essen oder trinken außer Wasser.
Wichtige Fakten
- Der Test misst Gesamtcholesterin, LDL (schlechtes Cholesterin), HDL (gutes Cholesterin) und Triglyzeride.
- Ein zu hoher LDL-Wert kann zu Ablagerungen in den Blutgefäßen führen.
- Ein gesunder Cholesterinspiegel senkt das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall.
Ja, Cholesterin-Screenings gehören zu den häufigsten Vorsorgeuntersuchungen. Ärzte empfehlen sie regelmäßig, besonders bei Erwachsenen ab 40 Jahren oder bei Risikofaktoren.
Der Test ist für Erwachsene jeden Alters sinnvoll, insbesondere für Menschen mit Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck, familiärer Vorbelastung oder ungesunder Lebensweise.
Symptome
- Brustschmerz oder Druck in der Brust, der länger als ein paar Minuten anhält
- Atemnot, die plötzlich auftritt
- Schwächegefühl oder Taubheit auf einer Körperseite
- Plötzliche Sprachstörungen oder starke Kopfschmerzen
- ⚠Neue oder sich verschlimmernde Kurzatmigkeit
- ⚠Ungewöhnliche Müdigkeit und Schwindel
- ⚠Schmerzen in den Beinen beim Gehen, die in Ruhe verschwinden
Häufige Symptome
- Hohes Cholesterin verursacht in der Regel keine Symptome – deshalb ist ein Screening so wichtig.
Symptome bei Kindern
- Kinder haben meist keine Symptome. Ein Screening wird nur bei Risikofaktoren oder familiärer Vorbelastung empfohlen.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Auch bei älteren Erwachsenen bleibt hohes Cholesterin oft unbemerkt. Ein Screening hilft, Risiken frühzeitig zu erkennen.
Ursachen
Hauptursachen
- Hohes Cholesterin wird durch eine Kombination aus Ernährung, Bewegung und Vererbung beeinflusst.
- Eine fettreiche Ernährung mit vielen gesättigten Fetten und Transfetten kann den Spiegel erhöhen.
- Bewegungsmangel und Übergewicht tragen ebenfalls zu einem ungünstigen Cholesterinprofil bei.
Risikofaktoren
- Ungesunde Ernährung (viel rotes Fleisch, frittierte Speisen, industrielle Backwaren)
- Wenig Bewegung
- Übergewicht (insbesondere Bauchfett)
- Rauchen
- Hoher Blutdruck oder Diabetes
- Familiäre Veranlagung (erbliche Fettstoffwechselstörung)
- Alter (ab 40 Jahren steigt das Risiko)
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn Sie Symptome eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls haben, rufen Sie sofort 112.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Lassen Sie Ihren Cholesterinspiegel ab dem 40. Lebensjahr mindestens alle 5 Jahre messen – früher bei Risikofaktoren.
- Wenn in Ihrer Familie frühzeitige Herz-Kreislauf-Erkrankungen aufgetreten sind, sprechen Sie Ihren Arzt früher an.
Diagnose
Die Diagnose erfolgt durch einen einfachen Bluttest, den Ihr Hausarzt oder eine Vorsorgepraxis durchführt. Meist wird eine Nüchternblutprobe benötigt.
Mögliche Untersuchungen
- Blutentnahme aus der Armvene, Analyse im Labor auf Gesamtcholesterin, LDL, HDL und Triglyzeride.
- Manchmal wird auch ein Lipidprofil ohne Nüchternheit akzeptiert – fragen Sie Ihren Arzt nach der genauen Vorbereitung.
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Der Test dauert nur wenige Minuten. Sie werden gebeten, 9–12 Stunden vorher nichts zu essen (Wasser ist erlaubt). Danach können Sie sofort wieder Ihren normalen Aktivitäten nachgehen.
Behandlung
Wenn Ihr Cholesterinspiegel zu hoch ist, gibt es mehrere Ansätze, um ihn zu senken. Der Arzt wird mit Ihnen einen individuellen Plan besprechen, der oft zuerst auf Lebensstiländerungen setzt.
Selbsthilfe zu Hause
- Mehr Bewegung – mindestens 30 Minuten moderate Bewegung an den meisten Tagen der Woche.
- Gesündere Ernährung mit mehr Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und gesunden Fetten (z.B. aus Nüssen, Avocado, Olivenöl).
- Reduzieren Sie gesättigte Fette (Butter, fettes Fleisch, Fertigprodukte) und meiden Sie Transfette (z.B. in frittierten Speisen und industriellen Backwaren).
- Verringern Sie Übergewicht – schon eine moderate Gewichtsabnahme kann den Cholesterinspiegel verbessern.
- Hören Sie mit dem Rauchen auf, falls Sie rauchen.
Medizinische Behandlungen
Bei sehr hohen Werten oder wenn Lebensstiländerungen nicht ausreichen, kann Ihr Arzt Medikamente verschreiben, die die Cholesterinproduktion in der Leber hemmen oder die Aufnahme von Cholesterin im Darm verringern. Die Behandlung erfolgt immer in Absprache mit Ihrem Arzt und unter regelmäßiger Kontrolle.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation ist in der Regel nicht nötig, um hohes Cholesterin zu behandeln. In seltenen Fällen von schwerer erblicher Fettstoffwechselstörung kann eine spezielle Blutwäsche (Lipid-Apherese) erwogen werden – dies ist aber eine Ausnahme.
Leben mit der Erkrankung
Hohes Cholesterin beeinträchtigt den Alltag meist nicht. Sie müssen jedoch regelmäßig Ihren Arzt aufsuchen und Ihren Lebensstil langfristig anpassen.
Tipps für den Alltag
- Planen Sie feste Zeiten für Bewegung ein – z.B. tägliche Spaziergänge oder Radfahren.
- Kochen Sie selbst mit frischen Zutaten, um Fettgehalt und Zutaten zu kontrollieren.
- Lesen Sie Lebensmitteletiketten, um versteckte Fette zu erkennen.
- Vermeiden Sie Stress und sorgen Sie für ausreichend Schlaf.
Ernährung und Bewegung
Ernähren Sie sich mediterran: viel Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Nüsse, Vollkorn, Fisch und Olivenöl. Reduzieren Sie rotes Fleisch und Milchprodukte mit hohem Fettgehalt. Kombinieren Sie das mit Ausdauersport wie Joggen, Schwimmen oder Radfahren – mindestens 150 Minuten pro Woche.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Die Diagnose eines erhöhten Cholesterins kann verunsichern, aber sie bietet auch die Chance, aktiv etwas für Ihre Gesundheit zu tun. Ängste lassen sich durch offene Gespräche mit Ihrem Arzt und einer positiven Einstellung zu Veränderungen abbauen.
Vorbeugung
Ja, zu einem großen Teil. Ein gesunder Lebensstil mit ausgewogener Ernährung, regelmäßiger Bewegung und Nichtrauchen senkt das Risiko für erhöhtes Cholesterin deutlich.
Impfungen
Es gibt keine Impfung gegen hohes Cholesterin.
Früherkennungsprogramme
Regelmäßige Cholesterin-Screenings sind die beste Methode, um erhöhte Werte frühzeitig zu erkennen. Die Krankenkassen in Deutschland übernehmen die Kosten für bestimmte Altersgruppen und Risikopatienten.
Komplikationen
Unbehandelt
- Arteriosklerose (Verhärtung und Verengung der Blutgefäße)
- Herzinfarkt
- Schlaganfall
- Durchblutungsstörungen in den Beinen (periphere arterielle Verschlusskrankheit)
Langzeitprognose
Mit einer rechtzeitigen Behandlung und Lebensstilanpassung können Sie Ihr Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich senken. Viele Menschen erreichen mit einfachen Maßnahmen wieder normale Cholesterinwerte. Bleiben Sie zuversichtlich – Ihr Herz wird es Ihnen danken.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 30. Juli 2026
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