diarrhea blood test explained
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Ein Bluttest bei Durchfall ist eine Laboruntersuchung, bei der eine kleine Menge Blut aus Ihrer Armvene entnommen wird. Der Test hilft Ihrem Arzt, die Ursache Ihres Durchfalls zu finden – zum Beispiel, ob eine Infektion, eine Entzündung oder ein Problem mit der Aufnahme von Nährstoffen vorliegt.
Wichtige Fakten
- Der Test zeigt, ob Ihr Körper ausreichend Flüssigkeit und Salze (Elektrolyte) hat.
- Er kann Hinweise auf eine Infektion oder eine chronische Darmerkrankung geben.
- Die Blutabnahme dauert nur wenige Minuten und ist fast schmerzfrei.
- Die Ergebnisse liegen meist innerhalb von ein bis zwei Tagen vor.
Ja, Bluttests werden häufig eingesetzt, wenn Durchfall länger als ein paar Tage anhält oder mit anderen Beschwerden wie Fieber oder Blut im Stuhl einhergeht.
Der Test kann bei jedem durchgeführt werden, bei dem der Verdacht auf eine ernstere Ursache des Durchfalls besteht – also bei Kindern, Erwachsenen und älteren Menschen.
Symptome
- Blut im Stuhl – vor allem, wenn es große Mengen sind oder der Stuhl schwarz/teerartig aussieht
- Starke Bauchschmerzen, die nicht nachlassen, oder ein aufgeblähter, harter Bauch
- Anzeichen von Schock: kalter Schweiß, blasse Haut, schneller Puls, Ohnmachtsgefühl
- Hohes Fieber über 39°C, das nicht sinkt
- ⚠Durchfall, der länger als 48 Stunden anhält und nicht besser wird
- ⚠Anhaltendes Erbrechen, sodass Sie nichts bei sich behalten können
- ⚠Zeichen starker Austrocknung (sehr wenig Urin, starke Müdigkeit, Schwindel beim Aufstehen)
- ⚠Blut im Stuhl (auch nur kleine Mengen) oder eitriger Schleim
Häufige Symptome
- Wässriger oder blutiger Stuhlgang mehrmals täglich
- Bauchschmerzen oder Krämpfe
- Übelkeit oder Erbrechen
- Fieber
- Gefühl der Austrocknung (Durst, trockener Mund, wenig Urin)
Symptome bei Kindern
- Schnelles Eintreten von Müdigkeit und Teilnahmslosigkeit
- Eingefallene Augen oder Fontanelle (weiche Stelle am Kopf)
- Keine Tränen beim Weinen
- "Trinkverweigerung" oder weniger nasse Windeln als üblich
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Verwirrtheit oder Schwindel
- Starke Müdigkeit und Schwäche
- Deutlicher Flüssigkeitsmangel erkennbar an sehr trockener Haut und eingefallenen Augen
- Schneller Puls oder niedriger Blutdruck
Ursachen
Hauptursachen
- Infektionen durch Bakterien (wie Salmonellen), Viren (wie Noroviren) oder Parasiten
- Chronische Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa
- Nahrungsmittelunverträglichkeiten (z. B. Laktoseintoleranz) oder Allergien
- Nebenwirkungen von Medikamenten (z. B. Antibiotika)
- Probleme mit der Bauchspeicheldrüse oder der Gallenblase
Risikofaktoren
- Reisen in Länder mit geringeren Hygienestandards
- Einnahme von Antibiotika in den letzten Wochen
- Geschwächtes Immunsystem durch Erkrankungen oder Medikamente
- Alter (Kleinkinder und ältere Menschen sind anfälliger)
- Kontakt zu erkrankten Personen im Haushalt oder in Gemeinschaftseinrichtungen
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn Sie Anzeichen einer starken Austrocknung bemerken (siehe Symptome bei Kindern und älteren Erwachsenen)
- Wenn Sie Blut im Stuhl sehen oder der Stuhl schwarz ist
- Wenn der Durchfall mit starkem Fieber (über 39°C) einhergeht
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Bei Durchfall, der länger als drei Tage anhält
- Wenn Sie immer wieder Durchfall haben, ohne erkennbaren Grund
- Wenn der Durchfall nach einer Auslandsreise auftritt
- Bei starkem Gewichtsverlust oder Müdigkeit
Diagnose
Ihr Arzt bespricht zuerst Ihre Beschwerden und Ihre Krankengeschichte. Bei Verdacht auf eine ernstere Ursache ordnet er einen Bluttest an. Dazu wird mit einer kleinen Nadel Blut aus Ihrer Armvene entnommen – das geht meist sehr schnell und tut kaum weh.
Mögliche Untersuchungen
- Blutbild (zeigt Anzeichen einer Infektion oder Entzündung)
- Elektrolyte (Kontrolle des Flüssigkeits- und Salzhaushalts)
- C-reaktives Protein (CRP) und Blutsenkung – Entzündungswerte
- Leber- und Nierenwerte (prüfen, ob andere Organe betroffen sind)
- Antikörpertests bei Verdacht auf Zöliakie oder andere Autoimmunerkrankungen
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Nach der Blutabnahme können Sie sofort nach Hause gehen. Die Ergebnisse kommen normalerweise nach ein bis zwei Werktagen. Ihr Arzt bespricht sie dann mit Ihnen und erklärt, ob weitere Untersuchungen nötig sind – zum Beispiel eine Stuhlprobe oder eine Darmspiegelung.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache des Durchfalls. Bei einer Infektion können Medikamente helfen, die die Erreger bekämpfen. Bei chronischen Erkrankungen gibt es entzündungshemmende Therapien. In jedem Fall ist es wichtig, ausreichend zu trinken und den Körper zu schonen.
Selbsthilfe zu Hause
- Trinken Sie ausreichend – am besten stilles Wasser, ungesüßte Tees oder spezielle Elektrolyt-Lösungen aus der Apotheke.
- Essen Sie leichte Kost wie Zwieback, Bananen oder Reis – vermeiden Sie fettige, scharfe und sehr süße Speisen.
- Ruhen Sie sich viel aus – der Körper braucht Energie zur Erholung.
- Wenn Sie Erbrechen haben, trinken Sie in kleinen Schlucken.
Medizinische Behandlungen
Bei bakteriellen Infektionen können Ärzte Antibiotika verschreiben. Bei chronischen Darmerkrankungen stehen entzündungshemmende Mittel und Immunsuppressiva zur Verfügung. Bei schweren Verläufen kann ein Krankenhausaufenthalt nötig sein, um Flüssigkeit und Nährstoffe über die Vene zuzuführen. Wichtig: Nehmen Sie nie selbst Medikamente gegen Durchfall ein, ohne vorher Ihren Arzt zu fragen – insbesondere bei Fieber oder blutigem Stuhl.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation ist nur in sehr seltenen Fällen nötig – zum Beispiel, wenn eine Darmverengung oder ein schwerer Entzündungsherd vorliegt. Das bespricht Ihr behandelnder Chirurg mit Ihnen.
Leben mit der Erkrankung
Wenn Sie immer wieder unter Durchfall leiden, kann das den Alltag belasten. Planen Sie Toilettenpausen ein und tragen Sie bei Bedarf eine kleine Notfalltasche mit Wechselkleidung. Ihr Arzt kann Ihnen helfen, einen Behandlungsplan zu erstellen, der zu Ihrem Leben passt.
Tipps für den Alltag
- Führen Sie ein Ernährungstagebuch, um Auslöser zu erkennen.
- Reduzieren Sie Stress – Entspannungstechniken wie Yoga oder Meditation können helfen.
- Vermeiden Sie bekannte Reizstoffe wie Kaffee, Alkohol und Nikotin.
- Sorgen Sie für ausreichend Schlaf – das stärkt das Immunsystem.
Ernährung und Bewegung
Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung mit viel löslichen Ballaststoffen (Haferflocken, Karotten). Vermeiden Sie zu viel Fett und Zucker. Moderate Bewegung wie Spaziergänge kann die Verdauung fördern, aber bei akutem Durchfall ist Ruhe angesagt.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Chronischer Durchfall kann sehr belastend sein – viele Betroffene fühlen sich unsicher, ängstlich oder depressiv. Sprechen Sie offen mit Ihrem Arzt darüber. Psychologische Unterstützung oder Selbsthilfegruppen können helfen, mit der Situation umzugehen. Wenn Sie Gedanken an Selbstverletzung haben, wenden Sie sich sofort an die Telefonseelsorge (kostenlose Notrufnummer 112 oder 0800 111 0 111).
Vorbeugung
Viele Durchfallerkrankungen lassen sich durch gute Hygiene vermeiden: Händewaschen vor dem Essen, nach dem Toilettengang und nach dem Kontakt mit Tieren. Achten Sie auf sauberes Trinkwasser, besonders auf Reisen.
Impfungen
Es gibt Impfungen gegen bestimmte Durchfallerreger, wie zum Beispiel die Rotavirus-Impfung für Säuglinge oder die Typhus-Impfung für Reisen in Risikogebiete. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob eine Impfung für Sie oder Ihr Kind sinnvoll ist.
Früherkennungsprogramme
Für Menschen mit chronischen Durchfallerkrankungen oder familiärer Vorbelastung kann eine regelmäßige Darmspiegelung (Vorsorge-Koloskopie) empfohlen werden. Ihr Arzt informiert Sie über die für Sie passenden Vorsorgeuntersuchungen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Austrocknung (Dehydrierung) – besonders gefährlich für Kinder und ältere Menschen
- Elektrolytstörungen, die zu Herzrhythmusstörungen oder Krampfanfällen führen können
- Nierenschäden durch Flüssigkeitsmangel
- Chronische Entzündungen, die zu Darmverengungen oder Fisteln führen können
Langzeitprognose
Die meisten Durchfälle heilen innerhalb weniger Tage von selbst aus, wenn Sie ausreichend trinken und sich schonen. Auch wenn eine ernstere Ursache vorliegt, sind die Behandlungsmöglichkeiten heute sehr gut. Mit der richtigen Therapie können die meisten Menschen ein normales Leben führen. Bleiben Sie in engem Kontakt mit Ihrem Arzt, um Komplikationen früh zu erkennen.
Unterstützung finden
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 17. Juli 2026
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