diarrhea screening test preparation
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Die Vorbereitung auf einen Durchfall-Screening-Test bedeutet, dass Sie eine Stuhlprobe richtig sammeln und abgeben, um die Ursache Ihres Durchfalls zu finden. Dabei kann es sich um eine Untersuchung auf Bakterien, Viren oder Parasiten handeln.
Wichtige Fakten
- Die Stuhlprobe muss in einem sauberen Behälter gesammelt werden, den Sie von Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke erhalten.
- Vermeiden Sie bestimmte Lebensmittel oder Medikamente, die das Testergebnis verfälschen könnten – Ihr Arzt sagt Ihnen, was genau.
- Der Test ist schmerzfrei und dauert nur wenige Minuten.
Ja, Stuhltests bei Durchfall werden häufig durchgeführt, besonders wenn der Durchfall länger als ein paar Tage anhält oder mit anderen Symptomen wie Fieber oder Blut einhergeht.
Jeder kann Durchfall bekommen, aber Menschen mit geschwächtem Immunsystem, ältere Erwachsene oder kleine Kinder haben häufiger einen schweren Verlauf und brauchen möglicherweise einen Test.
Symptome
- Blut im Stuhl (hellrot oder schwarz/teerartig)
- Starke Dehydrierung (kein Urin über 8 Stunden, starke Müdigkeit, Verwirrtheit)
- Anzeichen eines Schocks: kalte, feuchte Haut, schneller Puls, Ohnmacht
- ⚠Durchfall, der länger als 3 Tage anhält
- ⚠Blut im Stuhl in geringer Menge
- ⚠Hohes Fieber über 38,5 °C
- ⚠Starke Bauchschmerzen, die nicht nachlassen
Häufige Symptome
- Weicher oder wässriger Stuhlgang mehrmals täglich
- Bauchkrämpfe
- Übelkeit oder Erbrechen
- Fieber
Symptome bei Kindern
- Schnelles Austrocknen (trockene Lippen, wenig Urin, eingesunkene Augen)
- Reizbarkeit oder Müdigkeit
- Erbrechen oft häufiger als bei Erwachsenen
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Verwirrtheit oder Schwindel (Zeichen von Austrocknung)
- Schwäche und Stürze
- Seltener Stuhldrang, aber dennoch Durchfall
Ursachen
Hauptursachen
- Infektionen mit Bakterien (z. B. Salmonellen, Campylobacter), Viren (z. B. Norovirus, Rotavirus) oder Parasiten (z. B. Giardia)
- Nebenwirkungen von Medikamenten, insbesondere Antibiotika
- Lebensmittelvergiftung durch verdorbene Speisen
Risikofaktoren
- Reisen in Länder mit schlechter Hygiene
- Kontakt zu erkrankten Personen (z. B. in Kindergärten, Pflegeheimen)
- Geschwächtes Immunsystem (z. B. durch Erkrankungen wie Krebs oder HIV)
- Einnahme von säurehemmenden Magenmedikamenten (siehe Arzt)
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei Blut im Stuhl oder schwarzem Stuhl
- Bei starken Bauchschmerzen, die sich verschlimmern
- Bei Anzeichen von Austrocknung (z. B. wenig oder kein Urin, trockener Mund, Schwindel)
- Bei hohem Fieber (über 38,5 °C)
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Bei Durchfall, der länger als 3 Tage anhält, aber keine Notfallsymptome
- Nach einer Auslandsreise mit anhaltendem Durchfall
- Wenn Sie regelmäßig Durchfall haben, z. B. im Rahmen einer chronischen Erkrankung
Diagnose
Der Arzt oder die Ärztin wird zunächst Ihre Krankengeschichte erfragen und den Bauch abtasten. Bei Verdacht auf eine Infektion oder andere Ursache wird eine Stuhlprobe angefordert. Diese wird im Labor auf Erreger und möglicherweise auf Blut oder Entzündungszellen untersucht.
Mögliche Untersuchungen
- Stuhlkultur – um Bakterien wie Salmonellen oder Campylobacter nachzuweisen
- Antigen-Schnelltest – für Viren wie Rotavirus oder Parasiten wie Giardia
- Mikroskopische Untersuchung – auf Parasiten und Wurmeier
- Calprotectin-Test – um Entzündungen im Darm zu erkennen
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Für den Test erhalten Sie ein Probenröhrchen oder einen Behälter. Sie sammeln eine kleine Menge Stuhl auf einem sauberen Blatt oder direkt im Behälter, verschließen ihn gut und geben ihn am besten noch am gleichen Tag in der Praxis oder im Labor ab. Der Test selbst ist schmerzfrei und ungefährlich. Ein Ergebnis liegt meist in 1–3 Tagen vor.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache des Durchfalls. Bei einer Virusinfektion ist meist nur viel Trinken und Schonung nötig. Bei bakteriellen Infektionen können Antibiotika helfen, aber nicht immer. Bei Parasiten gibt es spezielle Medikamente. Ihr Arzt wird Ihnen eine passende Therapie empfehlen.
Selbsthilfe zu Hause
- Trinken Sie viel Flüssigkeit, am besten Wasser, leichten Tee oder Brühe, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen.
- Essen Sie leichte Kost wie Zwieback, Salzstangen, Bananen oder Reis.
- Vermeiden Sie fettige, scharf gewürzte oder Milchprodukte, solange der Durchfall anhält.
- Achten Sie auf gute Hygiene: Händewaschen nach dem Toilettengang, um eine Weiterverbreitung zu vermeiden.
Medizinische Behandlungen
Zu den medizinischen Behandlungen gehören verschreibungspflichtige Medikamente gegen die Erreger (z. B. Antibiotika bei bestimmten Bakterien, Antiparasitika gegen Würmer). Medikamente, die den Durchfall unterdrücken, sind nicht immer ratsam, da der Körper die Erreger loswerden muss. Ihr Arzt entscheidet, was für Sie am besten ist. Bei schwerer Dehydrierung kann eine Infusion mit Flüssigkeit nötig sein.
Leben mit der Erkrankung
Nach einem Durchfall sollten Sie sich einige Tage schonen. Der Körper braucht Zeit, um sich zu erholen. Gehen Sie nicht zur Arbeit oder zur Schule, bis der Durchfall mindestens 48 Stunden vorbei ist, um andere nicht anzustecken.
Tipps für den Alltag
- Trinken Sie ausreichend – auch nach dem Durchfall, um den Flüssigkeitshaushalt zu normalisieren.
- Essen Sie langsam wieder normale Kost, beginnen Sie mit leicht verdaulichen Lebensmitteln.
- Vermeiden Sie starken Stress, da er Magen-Darm-Beschwerden verstärken kann.
Ernährung und Bewegung
Bauen Sie die Ernährung langsam wieder auf: Zuerst Schonkost (Zwieback, Reis, Bananen), dann nach und nach gedünstetes Gemüse und mageres Fleisch. Vermeiden Sie für einige Tage fettige Speisen, Alkohol und Koffein. Leichte Bewegung wie Spazierengehen ist okay, aber kein intensives Training, bis Sie sich wieder fit fühlen.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Länger anhaltender Durchfall kann belastend sein, vor allem wenn er unerwartet kommt oder mit Scham verbunden ist. Es ist normal, sich unsicher oder ängstlich zu fühlen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber, wenn Sie sich seelisch belastet fühlen.
Vorbeugung
Die meisten Durchfallerkrankungen lassen sich durch gute Hygiene vermeiden: Händewaschen vor dem Essen und nach dem Toilettengang, sorgfältiges Waschen von Obst und Gemüse, und Vermeidung von rohem oder nicht durchgegartem Fleisch. Auf Reisen in Risikogebiete sollte man Leitungswasser meiden und nur abgepackte Getränke trinken.
Impfungen
Es gibt einen Impfstoff gegen Rotaviren, der meist im Säuglingsalter verabreicht wird. Fragen Sie Ihren Kinderarzt, ob Ihr Kind geimpft ist. Für Reisedurchfall gibt es keine generelle Impfung.
Früherkennungsprogramme
Bei Verdacht auf chronische Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa kann eine regelmäßige Stuhluntersuchung Teil der Vorsorge sein. In Deutschland wird im Rahmen der Darmkrebsvorsorge ab 50 Jahren ein Stuhltest auf verstecktes Blut angeboten – das ist aber kein Test auf Durchfallerreger.
Komplikationen
Unbehandelt
- Austrocknung (Dehydrierung) mit Kreislaufproblemen, Nierenschäden oder sogar Bewusstlosigkeit
- Elektrolytstörungen mit Muskelkrämpfen oder Herzrhythmusstörungen
- Auskleidung des Darms mit dauerhaften Entzündungen, selten chronische Durchfallerkrankung
Langzeitprognose
Die allermeisten Durchfallerkrankungen heilen von selbst aus oder lassen sich gut behandeln. Auch wenn eine Stuhlprobe nötig ist, ist das ein einfacher Schritt, um schnell die richtige Hilfe zu bekommen. Mit der richtigen Behandlung und Schonung erholen sich die meisten Menschen innerhalb weniger Tage vollständig.
Unterstützung finden
Hilfetelefone
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 17. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
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Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.