Augen-Screening: Vorbereitung
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Ein Augenscreening ist eine Vorsorgeuntersuchung, bei der Ihre Augen auf mögliche Erkrankungen geprüft werden. Dabei werden verschiedene Tests durchgeführt, um Sehschärfe, Augendruck und den Zustand der Netzhaut zu überprüfen.
Wichtige Fakten
- Augenscreenings helfen, Augenkrankheiten früh zu erkennen.
- Die Vorbereitung ist einfach: Nehmen Sie Ihre Brille oder Kontaktlinsen mit.
- Die Untersuchung ist schmerzfrei und dauert etwa 30 bis 60 Minuten.
Ja, Augenscreenings sind in Deutschland ein Standardverfahren und werden besonders für Menschen ab 40 Jahren empfohlen.
Betroffen sind alle, die eine Vorsorge wünschen, aber besonders Menschen mit Risikofaktoren wie Diabetes, Bluthochdruck oder einer familiären Vorbelastung für Augenerkrankungen.
Symptome
- Plötzlicher Sehverlust auf einem oder beiden Augen
- Plötzliche starke Augenschmerzen
- Blitze oder neuer Schatten im Gesichtsfeld
- ⚠Rote Augen mit Schmerzen
- ⚠Fremdkörpergefühl, das nicht verschwindet
- ⚠Lichtempfindlichkeit
Häufige Symptome
- Verschwommenes Sehen
- Häufige Kopfschmerzen
- Doppelbilder
- Augenschmerzen
Symptome bei Kindern
- Schielen
- Kopfschmerzen nach dem Lesen
- Schwierigkeiten beim Lesen an der Tafel
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Altersbedingte Makuladegeneration (AMD) – Verlust der zentralen Sehschärfe
- Grüner Star (Glaukom) – Gesichtsfeldausfälle
- Grauer Star (Katarakt) – Trübung der Linse
Ursachen
Hauptursachen
- Früherkennung von Augenkrankheiten wie Glaukom, Katarakt oder AMD
- Überprüfung der Sehstärke für Führerschein oder Beruf
- Kontrolle bei bekannten Risikofaktoren wie Diabetes
Risikofaktoren
- Alter über 40 Jahre
- Familiäre Vorbelastung für Augenerkrankungen
- Diabetes mellitus
- Bluthochdruck
- Kurzsichtigkeit (Myopie) über -6 Dioptrien
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Plötzlicher Sehverlust
- Augenverletzung
- Starke Schmerzen im Auge
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Jährliche Vorsorge ab 40. Lebensjahr
- Vor einer neuen Brille
- Bei bekannten Augenerkrankungen zur Kontrolle
Diagnose
Ein Augenscreening wird von einem Augenarzt oder Optometristen durchgeführt. Es umfasst mehrere Tests, die alle schmerzfrei sind.
Mögliche Untersuchungen
- Sehtest (Visusbestimmung) mit Buchstaben oder Symbolen
- Messung des Augeninnendrucks (Tonometer)
- Spaltlampenuntersuchung zur Beurteilung von Hornhaut, Linse und Glaskörper
- Augenhintergrundspiegelung (Ophthalmoskopie)
- Gesichtsfeldprüfung bei Verdacht auf Glaukom
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Sie sitzen an einem Gerät und schauen in verschiedene Richtungen. Manchmal werden Augentropfen gegeben, um die Pupille zu weiten. Das kann einige Stunden lang zu verschwommenem Sehen führen – bringen Sie am besten eine Begleitperson mit.
Behandlung
Falls bei dem Screening eine Auffälligkeit gefunden wird, bespricht der Arzt die möglichen nächsten Schritte mit Ihnen. Viele Augenkrankheiten lassen sich gut behandeln, besonders wenn sie früh erkannt werden.
Selbsthilfe zu Hause
- Tragen Sie bei Sonne eine gute Sonnenbrille
- Gönnen Sie Ihren Augen regelmäßige Pausen bei Bildschirmarbeit
- Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung mit viel Vitamin A und Omega-3-Fettsäuren
Medizinische Behandlungen
Je nach Befund kommen Medikamente (Augentropfen), Laserbehandlungen oder operative Eingriffe in Frage. Ihr Augenarzt wird Ihnen die für Sie passende Therapie empfehlen.
Wann kommt eine Operation infrage?
Ein operativer Eingriff kann nötig sein bei fortgeschrittenem Grauen Star (Katarakt) oder bei Glaukom, wenn Medikamente nicht ausreichen.
Leben mit der Erkrankung
Regelmäßige Screenings helfen, Ihre Augengesundheit zu erhalten. Bei einer bestehenden Erkrankung unterstützen Sie Ihre Behandlung durch die Einnahme verordneter Medikamente und die Einhaltung von Kontrollterminen.
Tipps für den Alltag
- Nicht rauchen
- Schutz vor UV-Strahlung
- Bildschirmpausen einlegen
- Blutdruck und Blutzucker im Griff halten
Ernährung und Bewegung
Eine Ernährung mit viel Grünkohl, Spinat, Karotten und Fisch kann die Augengesundheit fördern. Bewegung verbessert die Durchblutung, auch der Augen.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Die Diagnose einer Augenkrankheit kann Ängste auslösen. Frühes Erkennen und Behandeln gibt Ihnen Sicherheit. Scheuen Sie sich nicht, mit Ihrem Arzt über Ihre Sorgen zu sprechen.
Vorbeugung
Nicht alle Augenerkrankungen kann man verhindern. Mit regelmäßigen Screenings können Sie jedoch viele Erkrankungen früh erkennen und behandeln – das schützt Ihr Sehvermögen.
Früherkennungsprogramme
Ein regelmäßiges Augenscreening ist die wichtigste Vorsorgemaßnahme. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für ein Screening ab 40 Jahren alle zwei Jahre.
Komplikationen
Unbehandelt
- Unbehandelt können Augenkrankheiten zu dauerhaftem Sehverlust führen
- Ein unerkannter grüner Star (Glaukom) kann den Sehnerv schädigen
- Bei Altersabhängiger Makuladegeneration kann die zentrale Sehschärfe verloren gehen
Langzeitprognose
Die meisten Augenkrankheiten sind gut behandelbar, vor allem bei frühem Erkennen. Mit regelmäßigen Kontrollen und einer guten Therapie können Sie Ihr Augenlicht lange erhalten.
Unterstützung finden
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2026
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