fever blood test explained
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Ein Fieber-Bluttest ist eine Blutuntersuchung, die Ihr Arzt oder Ihre Ärztin durchführt, wenn Sie Fieber haben, um die Ursache zu finden. Dabei werden verschiedene Werte im Blut gemessen, wie die Anzahl der weißen Blutkörperchen oder das C-reaktive Protein (CRP). Diese Werte zeigen, ob eine Entzündung oder Infektion vorliegt.
Wichtige Fakten
- Der Test hilft zu erkennen, ob eine Infektion mit Bakterien, Viren oder Pilzen vorliegt.
- Er kann auch Hinweise auf nicht-infektiöse Entzündungen wie Rheuma geben.
- Die Blutentnahme ist einfach und dauert nur wenige Minuten.
Ja, Fieber-Blutuntersuchungen gehören zu den häufigsten Laboruntersuchungen bei Fieber, besonders wenn die Ursache nicht offensichtlich ist.
Der Test wird bei jedem angewendet, der Fieber hat und bei dem der Arzt oder die Ärztin die Ursache eingrenzen möchte. Das betrifft Menschen jeden Alters.
Symptome
- Sehr hohes Fieber (über 40 °C) mit steifem Nacken
- Fieber mit starken Kopfschmerzen und Lichtempfindlichkeit
- Fieber mit plötzlichem Hautausschlag, der sich ausbreitet
- Fieber mit Atemnot oder Brustschmerzen
- ⚠Fieber länger als drei Tage ohne Besserung
- ⚠Fieber mit Schmerzen beim Wasserlassen oder blutigem Urin
- ⚠Fieber nach einem Auslandsaufenthalt
Häufige Symptome
- Fieber (Körpertemperatur über 38 °C)
- Schüttelfrost
- Nachtschweiß
- Allgemeines Krankheitsgefühl
Symptome bei Kindern
- Fieber mit Unruhe oder Weinen
- Trinkunlust oder geringere Nahrungsaufnahme
- Teilnahmslosigkeit oder übermäßige Schläfrigkeit
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Fieber mit Verwirrtheit oder plötzlicher Desorientiertheit
- Schwächegefühl und verminderte Mobilität
- Verschlechterung bestehender chronischer Erkrankungen
Ursachen
Hauptursachen
- Infektionen durch Viren (Erkältung, Grippe), Bakterien (Harnwegsinfekt, Lungenentzündung) oder selten Pilze
- Entzündliche Erkrankungen wie Rheuma oder entzündliche Darmerkrankungen
- Reaktionen auf Medikamente oder Impfungen
Risikofaktoren
- Geschwächtes Immunsystem (z. B. durch Chemotherapie oder HIV)
- Chronische Erkrankungen wie Diabetes oder Niereninsuffizienz
- Kürzliche Operationen oder Krankenhausaufenthalte
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei Symptomen, die unter 'Emergency' oder 'Urgent' aufgeführt sind
- Bei Fieber und gleichzeitigen starken Schmerzen
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Bei Fieber, das nach zwei bis drei Tagen ohne andere Warnzeichen nicht besser wird
- Wenn Sie unsicher sind und eine Abklärung wünschen
Diagnose
Der Arzt oder die Ärztin entnimmt Ihnen eine Blutprobe aus der Armvene. Diese wird im Labor auf verschiedene Werte wie Blutbild, CRP, Procalcitonin und gegebenenfalls Erregerkulturen untersucht.
Mögliche Untersuchungen
- Großes Blutbild (Anzahl der weißen und roten Blutkörperchen)
- C-reaktives Protein (CRP) – ein Entzündungsmarker
- Procalcitonin (PCT) – hilft, bakterielle von viralen Infektionen zu unterscheiden
- Blutkulturen – um Bakterien im Blut nachzuweisen
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Blutentnahme ist schmerzarm und dauert nur wenige Minuten. Sie müssen nicht nüchtern sein. Die Ergebnisse liegen meist innerhalb von ein bis zwei Tagen vor, manche Werte wie CRP können schon nach wenigen Stunden verfügbar sein.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache des Fiebers, die der Bluttest mit aufgedeckt hat. Nicht jedes Fieber muss behandelt werden, oft hilft der Körper sich selbst.
Selbsthilfe zu Hause
- Ausreichend trinken (Wasser, Kräutertee)
- Schonung und Bettruhe
- Wadenwickel zur Fiebersenkung (nur bei Wohlbefinden anwenden)
Medizinische Behandlungen
Ärztinnen und Ärzte können bei bakteriellen Infektionen Antibiotika verschreiben, bei viralen Infektionen antivirale Medikamente oder in seltenen Fällen entzündungshemmende Mittel. Die Wahl des Medikaments hängt von der genauen Ursache ab. Nehmen Sie nie selbstständig Antibiotika ein.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation ist in der Regel nicht erforderlich. Nur bei seltenen Komplikationen wie einem Abszess (Eiteransammlung) kann ein kleiner Eingriff nötig sein.
Leben mit der Erkrankung
Solange die Ursache des Fiebers nicht klar ist, achten Sie auf neue Symptome und messen Sie regelmäßig Ihre Temperatur. Planen Sie Ruhepausen ein.
Tipps für den Alltag
- Vermeiden Sie anstrengende Tätigkeiten, bis das Fieber abgeklungen ist
- Lüften Sie regelmäßig das Zimmer
- Waschen Sie sich häufig die Hände, um eine Ansteckung zu vermeiden
Ernährung und Bewegung
Leichte Kost wie Hühnersuppe oder Zwieback ist empfehlenswert. Verzichten Sie auf Sport, bis Sie sich vollständig erholt haben.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Fieber kann ängstigen, besonders wenn die Ursache unklar ist. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin über Ihre Sorgen. Das Gefühl der Ungewissheit legt sich meist mit der Diagnose.
Vorbeugung
Nicht jedes Fieber ist vermeidbar. Ein gesunder Lebensstil und gute Hygiene können das Risiko für Infektionen senken.
Impfungen
Impfungen bieten Schutz vor vielen fieberhaften Erkrankungen wie Grippe, Masern oder Pneumokokken. Lassen Sie Ihren Impfstatus regelmäßig überprüfen.
Früherkennungsprogramme
Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen können chronische Erkrankungen früh erkennen, die mit Fieber einhergehen können.
Komplikationen
Unbehandelt
- Bei bakteriellen Infektionen kann es zu einer Blutvergiftung (Sepsis) kommen
- Unbehandelte Entzündungen können sich auf andere Organe ausbreiten
- Anhaltendes hohes Fieber kann zu Flüssigkeitsmangel (Dehydratation) führen
Langzeitprognose
Die große Mehrheit der Fiebererkrankungen heilt von selbst oder mit einfacher Behandlung vollständig aus. Mit einem Fieber-Bluttest können Ärzte die Ursache meist gut eingrenzen und gezielt behandeln. Das gibt Sicherheit und hilft, Komplikationen zu vermeiden.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 22. Juli 2026
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