fever specialist tests overview
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Fieber ist eine erhöhte Körpertemperatur, die oft auf eine Infektion oder Entzündung im Körper hinweist. Der Körper stellt die Temperatur höher ein, um Krankheitserreger zu bekämpfen.
Wichtige Fakten
- Fieber ist ein Symptom, keine Krankheit – wichtig ist die Ursache.
- Normale Körpertemperatur liegt zwischen 36,5 und 37,5 Grad Celsius.
- Ab 38 Grad Celsius spricht man von Fieber bei Erwachsenen, bei Kindern ab 38,5 Grad.
Ja, Fieber ist ein sehr häufiges Symptom, das Menschen jeden Alters betrifft.
Fieber kann jeden treffen, aber Säuglinge, ältere Menschen und Menschen mit geschwächtem Immunsystem sind besonders anfällig für ernste Verläufe.
Symptome
- Fieber mit Nackensteifigkeit und starker Kopfschmerz (Verdacht auf Hirnhautentzündung)
- Bewusstseinsstörung oder Verwirrtheit
- Atemnot oder schnelle, flache Atmung
- Krampfanfall (besonders bei Kindern unter 6 Monaten oder Erwachsenen)
- Punktförmige, nicht wegdrückbare Hautblutungen (Petechien)
- ⚠Fieber über 40 Grad Celsius bei Erwachsenen
- ⚠Fieber bei Säuglingen unter 3 Monaten (auch ohne andere Symptome)
- ⚠Fieber länger als 3 Tage ohne Besserung
- ⚠Starke Schmerzen, insbesondere im Bauch, Rücken oder Kopf
- ⚠Schluckbeschwerden oder geschwollener Hals
Häufige Symptome
- Erhöhte Körpertemperatur
- Schüttelfrost und Frösteln
- Kopfschmerzen, Muskelschmerzen
- Müdigkeit und Schwächegefühl
- Schwitzen
Symptome bei Kindern
- Ungewöhnliche Reizbarkeit oder Teilnahmslosigkeit
- Viel Schreien oder Trinkverweigerung
- Hautausschlag oder Erbrechen
- Schnelle Atmung
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Verwirrtheit oder Desorientierung
- Niedrigerer Anstieg der Körpertemperatur trotz schwerer Infektion
- Verminderter Appetit, wenig Trinken
- Stürze oder Schwäche
Ursachen
Hauptursachen
- Infektionen durch Viren oder Bakterien (z. B. Erkältung, Grippe, Harnwegsinfekt)
- Entzündungen (z. B. Rheuma, Morbus Crohn)
- Impfungen (vorübergehende Fieberreaktion)
- Hitzschlag oder Überhitzung
- Nebenwirkungen von Medikamenten
- Tumore oder Krebs (selten)
Risikofaktoren
- Sehr junges oder hohes Alter
- Geschwächtes Immunsystem (z. B. durch Chemotherapie, HIV, Organtransplantation)
- Kürzliche Operation oder Krankenhausaufenthalt
- Reise in Regionen mit bestimmten Infektionskrankheiten
- Kontakt zu kranken Personen
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Fieber bei Säuglingen unter 3 Monaten
- Fieber mit starken Schmerzen, Atemnot oder Bewusstseinsstörung
- Fieber länger als 3 Tage bei Erwachsenen oder 2 Tage bei Kindern
- Wiederkehrendes Fieber ohne erkennbare Ursache
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Leichtes Fieber (unter 39 Grad) bei sonst gesunden Erwachsenen, das nach 2-3 Tagen nicht besser wird
- Fieber bei älteren Menschen mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes oder Herzschwäche
- Fieber nach Auslandsreisen
Diagnose
Die Diagnose beginnt mit einem Gespräch über Ihre Symptome und einer gründlichen körperlichen Untersuchung. Der Arzt wird Ihre Temperatur messen und nach möglichen Infektionsquellen suchen.
Mögliche Untersuchungen
- Blutuntersuchung (z. B. Blutbild, Entzündungswerte wie CRP oder BSG)
- Urinuntersuchung auf Bakterien oder Blut
- Rachenabstrich bei Verdacht auf Halsinfektion
- Röntgen-Thorax bei Atemwegsbeschwerden
- Weiterführende Tests wie Blutkulturen, CT oder MRT bei unklarem Fieber
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Untersuchungen sind meist schmerzfrei oder verursachen nur kurze Beschwerden (z. B. Blutabnahme). Sie werden in der Arztpraxis oder im Krankenhaus durchgeführt. Der Arzt erklärt Ihnen jeden Schritt.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache des Fiebers. Oft reicht es, viel zu trinken und sich auszuruhen. Bei bakteriellen Infektionen können Antibiotika nötig sein. Bei Viren helfen in der Regel nur die Symptome zu lindern.
Selbsthilfe zu Hause
- Viel trinken (Wasser, Tee, Brühe), um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen
- Ausreichend Ruhe und Schlaf
- Leichte, körperliche Schonung
- Kühle Umschläge auf Stirn oder Waden (nicht bei Schüttelfrost)
- Bei hohem Fieber können fiebersenkende Mittel wie Paracetamol oder Ibuprofen (nach Rücksprache mit Arzt oder Apotheker) eingenommen werden
Medizinische Behandlungen
Je nach Ursache verschreibt der Arzt Medikamente wie Antibiotika (bei bakteriellen Infektionen) oder antivirale Mittel (bei bestimmten Viruserkrankungen). Bei entzündlichen Erkrankungen können entzündungshemmende Medikamente zum Einsatz kommen. Die genaue Therapie wird individuell festgelegt.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation ist nur sehr selten notwendig, zum Beispiel wenn ein Abszess (Eiteransammlung) die Ursache des Fiebers ist und entlastet werden muss.
Leben mit der Erkrankung
Fieber selbst ist meist vorübergehend. Achten Sie auf eine gute Hygiene (Händewaschen), um die Ausbreitung von Infektionen zu vermeiden. Messen Sie regelmäßig Ihre Temperatur, wenn Sie sich krank fühlen.
Tipps für den Alltag
- Ausgewogene Ernährung stärkt das Immunsystem
- Ausreichend Schlaf (7-9 Stunden pro Nacht)
- Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft (im gesunden Zustand)
- Stress vermeiden oder abbauen
Ernährung und Bewegung
Während einer Fieberphase sollten Sie leichte Kost zu sich nehmen, zum Beispiel Suppen, Zwieback oder gekochtes Gemüse. Auf Sport sollten Sie während des Fiebers verzichten. Nach Abklingen können Sie langsam wieder mit Bewegung beginnen.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Wiederkehrendes oder anhaltendes Fieber kann belastend sein und Ängste auslösen. Sorgen Sie für Entspannung, zum Beispiel durch ruhige Musik, Lesen oder kurze Spaziergänge. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Ihre Sorgen.
Vorbeugung
Nicht jedes Fieber ist vermeidbar, aber Sie können das Risiko von Infektionen senken durch gute Händehygiene, Abstand zu kranken Menschen und gesunde Lebensweise.
Impfungen
Impfungen schützen vor vielen fieberhaften Erkrankungen wie Grippe, Masern, Mumps, Röteln, Windpocken und COVID-19. Lassen Sie sich regelmäßig impfen – Ihr Arzt berät Sie dazu.
Früherkennungsprogramme
Für bestimmte Personengruppen (z. B. Menschen mit geschwächtem Immunsystem) kann ein regelmäßiges Gesundheitscheck sinnvoll sein, um Infektionen früh zu erkennen. Dies besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt.
Komplikationen
Unbehandelt
- Fieberkrämpfe bei Kindern (in der Regel harmlos, aber beängstigend)
- Austrocknung (Dehydrierung) bei unzureichender Flüssigkeitsaufnahme
- Verstärkung einer zugrunde liegenden Infektion (z. B. Lungenentzündung, Sepsis)
- Bei sehr hohem Fieber: Verwirrtheit oder Organfunktionsstörungen
Langzeitprognose
Die meisten Fieberfälle sind harmlos und klingen innerhalb weniger Tage von selbst ab. Auch ernstere Ursachen lassen sich heute meist gut behandeln. Frühzeitiges Erkennen und richtiges Handeln verbessern die Prognose erheblich. Bleiben Sie zuversichtlich und suchen Sie bei Bedarf ärztlichen Rat.
Unterstützung finden
Lokale Organisationen
- Patientenberatung der Bundesärztekammer ↗ · Deutschland
Hilfetelefone
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 22. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
Nutzen Sie sie zur Ergänzung — nicht als Ersatz — für den Rat einer approbierten Fachkraft.
Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.