flu screening test preparation
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Ein Grippetest (auch Influenzaschnelltest genannt) ist eine Untersuchung, mit der festgestellt wird, ob Sie an der echten Grippe (Influenza) erkrankt sind. Dabei wird mit einem Wattestäbchen ein Abstrich aus Ihrer Nase oder Ihrem Rachen genommen.
Wichtige Fakten
- Der Test ist einfach und dauert nur wenige Minuten.
- Vor dem Test sollten Sie sich nicht die Nase putzen oder abschwellende Nasensprays verwenden.
- Ein positives Ergebnis bedeutet, dass Sie mit dem Influenzavirus infiziert sind.
Grippetests werden vor allem in der Grippesaison (Herbst und Winter) häufig durchgeführt, wenn viele Menschen ähnliche Symptome haben.
Ein Grippetest kann bei jedem durchgeführt werden, der grippeähnliche Symptome hat – bei Kindern, Erwachsenen und älteren Menschen.
Symptome
- Atemnot oder schnelle, flache Atmung
- Blaue Lippen oder Hautverfärbung
- Bewusstlosigkeit oder Ohnmacht
- Krampfanfälle
- ⚠Hohes Fieber, das trotz fiebersenkender Maßnahmen nicht sinkt
- ⚠Schwere Kopf- oder Brustschmerzen
- ⚠Verwirrtheit oder starke Teilnahmslosigkeit
- ⚠Anzeichen einer Dehydrierung (trockene Lippen, wenig Urin)
Häufige Symptome
- Plötzlich einsetzendes hohes Fieber (über 38,5 °C)
- Starkes Krankheitsgefühl
- Trockener Reizhusten
- Hals- und Kopfschmerzen
- Glieder- und Muskelschmerzen
Symptome bei Kindern
- Auch Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall möglich
- Häufig sehr hohes Fieber
- Apathie oder vermehrte Unruhe
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Oft weniger typische Symptome, wie Verwirrtheit oder Schwindel
- Fieber kann geringer ausfallen
- Husten kann länger anhalten
Ursachen
Hauptursachen
- Grippe (Influenza) wird durch Influenzaviren verursacht, die von Mensch zu Mensch durch Tröpfcheninfektion (Husten, Niesen) übertragen werden.
Risikofaktoren
- Kontakt zu gripekranken Personen
- Menschenansammlungen in geschlossenen Räumen
- Geschwächtes Immunsystem
- Chronische Erkrankungen wie Asthma, Diabetes oder Herzkrankheiten
- Hohes oder niedriges Lebensalter (Kinder unter 5 Jahren, Erwachsene über 60 Jahre)
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei schweren Symptomen wie Atemnot, starkem Fieber über 40 °C oder Verwirrtheit sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen oder den Notruf 112 wählen.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Bei typischen Grippesymptomen in der Grippesaison können Sie Ihren Hausarzt aufsuchen, um einen Test zu besprechen – besonders wenn Sie ein erhöhtes Risiko für Komplikationen haben.
Diagnose
Die Diagnose erfolgt durch einen Abstrich aus Nase oder Rachen, der dann im Labor oder direkt vor Ort auf Influenzaviren getestet wird. Manchmal wird auch eine Blutuntersuchung durchgeführt.
Mögliche Untersuchungen
- Schnelltest (Antigen-Test): Ergebnis nach 15–30 Minuten
- PCR-Test (Polymerase-Kettenreaktion): sehr genau, Ergebnis nach einigen Stunden bis Tagen
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Sie werden gebeten, sich aufrecht hinzusetzen. Der Arzt oder die Ärztin führt ein Wattestäbchen vorsichtig in Ihre Nase (oder in den Rachen) ein, dreht es kurz und zieht es wieder heraus. Das kann etwas unangenehm sein, tut aber nicht weh. Danach dürfen Sie sofort nach Hause gehen.
Behandlung
Die Behandlung einer Grippe zielt darauf ab, die Symptome zu lindern und Komplikationen zu vermeiden. Da es sich um eine Virusinfektion handelt, helfen Antibiotika nicht. In manchen Fällen können antivirale Medikamente verordnet werden – der Arzt entscheidet, ob diese sinnvoll sind.
Selbsthilfe zu Hause
- Viel trinken (Wasser, Kräutertee, Brühe)
- Ruhe und Schlaf
- Fiebersenkende Maßnahmen wie Wadenwickel (bei Schüttelfrost nicht anwenden)
- Raum lüften und Luftfeuchtigkeit erhöhen
Medizinische Behandlungen
Bei schweren Verläufen oder Risikopatienten kann der Arzt antivirale Medikamente verschreiben. Diese können die Krankheitsdauer verkürzen, wenn sie früh eingenommen werden. Schmerz- und fiebersenkende Mittel (wie Paracetamol oder Ibuprofen) können symptomlindernd wirken – sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker über die richtige Anwendung.
Wann kommt eine Operation infrage?
nicht zutreffend
Leben mit der Erkrankung
Bleiben Sie zu Hause, bis das Fieber mindestens 48 Stunden lang ohne fiebersenkende Mittel weg ist. Vermeiden Sie engen Kontakt zu anderen Menschen, um eine Ansteckung zu verhindern.
Tipps für den Alltag
- Hände regelmäßig waschen
- Abstand zu Erkrankten halten
- In die Armbeuge niesen oder husten
Ernährung und Bewegung
Leichte Kost, viel Flüssigkeit. Vermeiden Sie anstrengende körperliche Aktivität, bis Sie sich vollständig erholt haben. Nach der Genesung langsam wieder mit Bewegung beginnen.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Eine Grippe kann sehr belastend sein – Müdigkeit und Schwäche können auch nach der Akutphase anhalten. Gönnen Sie sich Zeit zur Erholung. Bei anhaltender Niedergeschlagenheit oder Angst sprechen Sie mit Ihrem Arzt.
Vorbeugung
Eine Grippe kann durch Impfung und Hygienemaßnahmen verhindert oder zumindest abgeschwächt werden.
Impfungen
Die jährliche Grippeimpfung wird besonders für Risikogruppen (ältere Menschen, chronisch Kranke, Schwangere, medizinisches Personal) empfohlen. Die Impfung ist in der Regel gut verträglich und schützt vor schweren Verläufen.
Früherkennungsprogramme
Es gibt kein routinemäßiges Screening auf Grippe bei symptomfreien Personen. Der Test wird nur bei Verdacht auf eine aktuelle Infektion durchgeführt.
Komplikationen
Unbehandelt
- Lungenentzündung (Pneumonie)
- Herzmuskelentzündung (Myokarditis)
- Verschlechterung chronischer Grunderkrankungen (z. B. Asthma, COPD)
- Mittelohrentzündung (besonders bei Kindern)
Langzeitprognose
Die allermeisten Menschen erholen sich innerhalb von ein bis zwei Wochen vollständig von einer Grippe. Bei Risikopatienten kann die Erkrankung jedoch schwerer verlaufen. Mit rechtzeitiger ärztlicher Behandlung und guter Selbstpflege sind die Aussichten in der Regel sehr gut.
Unterstützung finden
Internationale Organisationen
Lokale Organisationen
- Robert Koch-Institut (RKI) – Influenza ↗ · Deutschland
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 26. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
Nutzen Sie sie zur Ergänzung — nicht als Ersatz — für den Rat einer approbierten Fachkraft.
Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.