flu specialist tests overview
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Die Grippe (auch Influenza genannt) ist eine ansteckende Viruserkrankung, die vor allem die Atemwege befällt. Sie wird durch Influenzaviren ausgelöst und verläuft meist schwerer als eine Erkältung. Bei einer Grippe können Fieber, Husten und starke Gliederschmerzen auftreten.
Wichtige Fakten
- Die Grippe wird durch Viren verursacht, nicht durch Bakterien.
- Sie tritt vor allem in den Wintermonaten auf.
- Eine Impfung kann vor einer Grippe schützen oder den Verlauf mildern.
Ja, die Grippe ist sehr häufig. Jedes Jahr erkranken weltweit Millionen Menschen daran. In Deutschland gibt es in der Grippesaison oft viele Fälle.
Die Grippe kann jeden treffen, aber besonders gefährdet sind Kleinkinder, ältere Menschen, Schwangere und Menschen mit Vorerkrankungen.
Symptome
- Atemnot oder das Gefühl, keine Luft zu bekommen
- Starke Brustschmerzen
- Plötzliche Verwirrtheit oder Bewusstlosigkeit
- Bläuliche Lippen oder Gesicht
- ⚠Fieber über 39 °C, das nach drei Tagen nicht sinkt
- ⚠Anhaltendes Erbrechen oder Durchfall mit Flüssigkeitsverlust
- ⚠Schwere Kopf- oder Nackenschmerzen
Häufige Symptome
- Plötzlich hohes Fieber (oft über 38,5 °C)
- Trockener Husten oder Halsschmerzen
- Starke Kopf- und Gliederschmerzen
- Müdigkeit und Abgeschlagenheit
- Schnupfen oder verstopfte Nase
Symptome bei Kindern
- Zusätzlich zu den üblichen Symptomen können Kinder auch Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall haben.
- Manchmal treten Fieberkrämpfe auf.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Fieber kann schwächer ausfallen oder fehlen.
- Häufig sind Verwirrtheit, Schwindel und starker Husten.
- Das Risiko für Komplikationen wie Lungenentzündung ist erhöht.
Ursachen
Hauptursachen
- Die Grippe wird durch Influenzaviren (Typ A oder B) ausgelöst.
- Die Viren werden durch Tröpfchen in der Luft übertragen, z. B. beim Husten oder Niesen.
- Auch eine Ansteckung über Oberflächen (Türklinken, Haltegriffe) ist möglich.
Risikofaktoren
- Alter (Kinder unter 5 Jahren, Erwachsene über 60 Jahre)
- Chronische Erkrankungen (z. B. Asthma, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes)
- Geschwächtes Immunsystem (z. B. durch Medikamente oder HIV)
- Schwangerschaft
- Aufenthalt in Gemeinschaftseinrichtungen (z. B. Pflegeheime, Krankenhäuser)
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei Symptomen wie Atemnot, Brustschmerzen oder Verwirrtheit sofort den Notruf 112 wählen.
- Bei hohem Fieber, das länger als drei Tage anhält, oder bei starkem Krankheitsgefühl den Hausarzt aufsuchen.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Bei typischen Grippesymptomen, die nicht abklingen, einen Arzttermin vereinbaren.
- Menschen mit Risikofaktoren sollten frühzeitig einen Arzt aufsuchen.
Diagnose
Der Arzt stellt die Diagnose meist aufgrund der typischen Symptome und einer körperlichen Untersuchung. Bei Unsicherheit oder in schweren Fällen können Tests durchgeführt werden.
Mögliche Untersuchungen
- Schnelltest: Ein Abstrich aus Nase oder Rachen wird auf Influenzaviren getestet. Ergebnis liegt in 15–30 Minuten vor.
- PCR-Test: Eine Laboruntersuchung des Abstrichs, die sehr genau ist und auch den Virustyp bestimmen kann.
- Blutuntersuchung: Zeigt Entzündungszeichen oder Antikörper gegen das Virus. Wird seltener eingesetzt.
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Der Arzt nimmt einen Wattestäbchenabstrich aus Ihrem Nasen- oder Rachenraum. Das kann etwas unangenehm sein, ist aber schnell vorbei. Die Ergebnisse des Schnelltests liegen oft noch in der Praxis vor. Der PCR-Test dauert meist einen bis zwei Tage.
Behandlung
Die Behandlung der Grippe zielt darauf ab, die Symptome zu lindern und Komplikationen zu vermeiden. Die meisten Menschen erholen sich zu Hause.
Selbsthilfe zu Hause
- Viel trinken (Wasser, Kräutertee) – mindestens 2 Liter pro Tag.
- Ruhen und schlafen Sie ausreichend.
- Lüften Sie regelmäßig, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen.
- Bei Fieber und Schmerzen können Hausmittel wie Wadenwickel helfen. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, ob fiebersenkende Mittel für Sie geeignet sind.
Medizinische Behandlungen
In manchen Fällen, insbesondere bei Risikopatienten oder schwerem Verlauf, kann der Arzt antivirale Medikamente verschreiben. Diese hemmen die Vermehrung der Viren und sollten möglichst früh eingenommen werden. Antibiotika helfen nicht gegen Viren, nur bei zusätzlichen bakteriellen Infektionen.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation ist bei Grippe nicht nötig.
Leben mit der Erkrankung
Bleiben Sie zu Hause, bis das Fieber mindestens 24 Stunden ohne fiebersenkende Mittel abgeklungen ist. Vermeiden Sie engen Kontakt zu anderen, um sie nicht anzustecken. Gönnen Sie sich Erholung.
Tipps für den Alltag
- Häufiges Händewaschen mit Seife.
- Einmal täglich lüften (Stoßlüften).
- Taschentücher nach Gebrauch sofort entsorgen.
Ernährung und Bewegung
Leichte Kost wie Brühe oder Zwieback kann helfen. Keine anstrengende Bewegung während der akuten Phase – erst nach vollständiger Genesung wieder aktiv werden.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Eine Grippe kann durch Fieber und Erschöpfung die Stimmung beeinträchtigen. Sprechen Sie mit Familie oder Freunden über Ihre Gefühle. Wenn Sie sich sehr niedergeschlagen fühlen, kann ein Arzt oder eine psychosoziale Beratungsstelle helfen.
Vorbeugung
Ja, eine Grippe kann durch Impfung und Hygienemaßnahmen verhindert oder abgeschwächt werden.
Impfungen
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die jährliche Grippeimpfung für Menschen ab 60 Jahren, Schwangere, chronisch Kranke und medizinisches Personal. Die Impfung wird meist im Oktober oder November verabreicht.
Früherkennungsprogramme
Es gibt kein routinemäßiges Screening für die Grippe. Bei Symptomen kann ein Test Klarheit bringen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Lungenentzündung (bakterielle oder virale Superinfektion)
- Herzmuskelentzündung (Myokarditis)
- Verschlechterung bestehender Erkrankungen (z. B. Asthma, Diabetes)
- Mittelohrentzündung bei Kindern
Langzeitprognose
Die meisten Menschen erholen sich vollständig von einer Grippe, auch ohne spezielle Behandlung. Bei Risikogruppen oder schwerem Verlauf ist eine frühzeitige ärztliche Betreuung wichtig. Mit der richtigen Unterstützung sind die Heilungschancen sehr gut.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 26. Juli 2026
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