hemorrhoids specialist tests overview
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Hämorrhoiden sind vergrößerte Blutgefäße im Enddarm. Sie können Beschwerden wie Jucken, Brennen oder Blutungen verursachen.
Wichtige Fakten
- Hämorrhoiden sind sehr häufig – etwa jeder zweite Erwachsene hat irgendwann damit zu tun.
- Sie sind meist harmlos, können aber auf andere Erkrankungen hinweisen.
- Bei Blut im Stuhl sollte immer ein Arzt die Ursache abklären.
Ja, Hämorrhoiden sind eine der häufigsten Erkrankungen im Enddarmbereich. Schätzungen zufolge hat jeder zweite Erwachsene über 30 Jahre gelegentlich Beschwerden.
Betroffen sind vor allem Erwachsene ab 30 Jahren, aber auch jüngere Menschen und Schwangere. Männer und Frauen sind etwa gleich häufig betroffen.
Symptome
- Starke Blutung, die auch nach mehreren Minuten nicht stoppt
- Kreislaufprobleme wie Schwindel oder Ohnmacht
- Plötzliche, sehr starke Schmerzen im Afterbereich
- ⚠Anhaltende Blutungen über mehrere Tage
- ⚠Starke Schmerzen, die nicht nachlassen
- ⚠Fieber oder eitriger Ausfluss aus dem After (Hinweis auf eine Infektion)
Häufige Symptome
- Juckreiz oder Brennen am After
- Druckgefühl oder Fremdkörpergefühl im Enddarm
- Hellrotes Blut auf dem Stuhl oder auf dem Toilettenpapier
- Schwellung oder Knoten am After (die sich oft nach dem Stuhlgang zurückziehen)
Symptome bei Kindern
- Blutspuren auf dem Stuhl oder Toilettenpapier
- Schmerzen beim Stuhlgang
- Juckreiz im Afterbereich
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Stärkeres Druckgefühl oder Schweregefühl
- Hämorrhoiden, die aus dem After heraustreten (Vorfall)
- Leichte Blutungen nach dem Stuhlgang
Ursachen
Hauptursachen
- Langes Sitzen auf der Toilette und starkes Pressen bei Verstopfung
- Schwangerschaft (Druck auf die Beckenvenen)
- Übergewicht
Risikofaktoren
- Bewegungsmangel
- Ballaststoffarme Ernährung
- Chronische Verstopfung
- Familiäre Veranlagung
- Alter (Bindegewebe wird schwächer)
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei starken Blutungen, die nicht aufhören
- Bei plötzlichen, heftigen Schmerzen
- Bei Fieber oder eitrigem Ausfluss
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Bei anhaltenden leichten Beschwerden wie Juckreiz oder Brennen
- Wenn Sie hellrotes Blut auf dem Stuhl oder Toilettenpapier bemerken
- Wenn Sie einen Knoten am After spüren
Diagnose
Der Arzt stellt die Diagnose meist durch eine kurze Befragung und eine körperliche Untersuchung des Enddarms. Bei unklaren Fällen kann eine Darmspiegelung nötig sein.
Mögliche Untersuchungen
- Anamnese: Der Arzt fragt nach Beschwerden, Stuhlgewohnheiten und Vorerkrankungen.
- Digitale rektale Untersuchung: Der Arzt tastet mit einem Finger den Enddarm ab. Das ist meist schmerzlos.
- Proktoskopie: Mit einem kleinen, starren Rohr (Proktoskop) wird der Enddarm von innen angesehen.
- Koloskopie (Darmspiegelung): Wird durchgeführt, wenn andere Ursachen wie Darmpolypen ausgeschlossen werden sollen. Dabei wird der gesamte Dickdarm mit einer Kamera untersucht.
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Untersuchungen sind meist kurz und wenig unangenehm. Sie können in der Arztpraxis durchgeführt werden. Meist erhalten Sie noch am selben Termin eine erste Einschätzung.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad der Hämorrhoiden und den Beschwerden. Oft helfen schon einfache Maßnahmen. Bei stärkeren Beschwerden stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung.
Selbsthilfe zu Hause
- Ballaststoffreiche Ernährung (Vollkorn, Obst, Gemüse)
- Viel trinken (mindestens 1,5 bis 2 Liter Wasser oder ungesüßten Tee pro Tag)
- Regelmäßige Bewegung, zum Beispiel Spazierengehen
- Nicht zu lange auf der Toilette sitzen, nicht pressen
- Weiches Toilettenpapier oder feuchte Tücher verwenden
- Sitzbäder mit warmem Wasser (ohne Zusätze) für 10–15 Minuten
Medizinische Behandlungen
Es gibt verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, die je nach Schweregrad eingesetzt werden. Dazu gehören Salben oder Zäpfchen mit entzündungshemmenden Wirkstoffen (keine Namen nötig), die die Beschwerden lindern. Bei stärkeren Hämorrhoiden kann eine Verödung (Sklerosierung) oder eine Gummibandligatur durchgeführt werden. Welche Methode für Sie geeignet ist, besprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin.
Wann kommt eine Operation infrage?
Bei schweren, wiederkehrenden oder sehr großen Hämorrhoiden (Grad 3 oder 4) kann eine Operation notwendig sein. Dabei wird das vergrößerte Gefäß entfernt. Die Operation wird meist stationär oder ambulant durchgeführt. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird Sie über die Vor- und Nachteile informieren.
Leben mit der Erkrankung
Die meisten Menschen können mit Hämorrhoiden gut leben, wenn sie auf ihre Ernährung und Stuhlgewohnheiten achten. Bei akuten Beschwerden helfen einfache Hausmittel und die oben genannten Selbsthilfemaßnahmen.
Tipps für den Alltag
- Regelmäßige Bewegung: täglich 30 Minuten Bewegung an der frischen Luft
- Schweres Heben vermeiden (z. B. beim Sport oder im Haushalt)
- Ausreichend trinken, um Verstopfung vorzubeugen
- Toilettensitz nicht verlängern – gehen Sie nur dann auf die Toilette, wenn Sie wirklich müssen.
Ernährung und Bewegung
Eine ballaststoffreiche Ernährung mit Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Obst und Gemüse sowie mindestens 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit pro Tag helfen, den Stuhl weich zu halten und Pressen zu vermeiden. Regelmäßige Bewegung wie Spazierengehen, Schwimmen oder Radfahren fördert die Verdauung.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Die Beschwerden können unangenehm sein und bei manchen Menschen zu Schamgefühlen führen. Es ist wichtig, sich nicht zu scheuen, mit einem Arzt oder einer Ärztin zu sprechen. Eine offene Kommunikation hilft, die richtige Behandlung zu finden und die Lebensqualität zu verbessern.
Vorbeugung
Ja, Sie können das Risiko für Hämorrhoiden senken, indem Sie auf eine ballaststoffreiche Ernährung achten, ausreichend trinken, sich regelmäßig bewegen und auf der Toilette nicht pressen oder zu lange sitzen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Blutarmut (Anämie) durch ständigen kleinen Blutverlust
- Thrombose eines Hämorrhoidalknotens (plötzlicher starker Schmerz, harter Knoten)
- Entzündung oder Abszessbildung (Eiteransammlung) im Bereich des Afters
- Selten: Einklemmung eines vorgefallenen Hämorrhoidalknotens
Langzeitprognose
Bei rechtzeitiger Behandlung sind die Aussichten sehr gut. In den allermeisten Fällen lassen sich die Beschwerden mit einfachen Maßnahmen oder minimalinvasiven Verfahren kontrollieren. Auch nach einer Operation ist die Heilung meist unkompliziert. Sprechen Sie frühzeitig mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin – das ist der beste Weg, um Komplikationen zu vermeiden.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 18. Juli 2026
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