hip pain screening test preparation
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Hüftschmerzen können viele Ursachen haben. Ein Hüftschmerz-Screening ist eine Reihe von Tests, die Ihr Arzt durchführt, um die genaue Ursache Ihrer Schmerzen herauszufinden. Dazu gehören zum Beispiel eine körperliche Untersuchung, Bewegungstests und manchmal bildgebende Verfahren wie Röntgen oder Ultraschall.
Wichtige Fakten
- Hüftschmerzen sind sehr häufig und betreffen Menschen jeden Alters.
- Die Ursache kann von harmlosen Muskelverspannungen bis zu ernsteren Gelenkerkrankungen reichen.
- Eine frühzeitige Abklärung durch Ihren Arzt hilft, die richtige Behandlung zu finden.
Ja, Hüftschmerzen gehören zu den häufigsten Beschwerden in der orthopädischen Praxis. Fast jeder dritte Mensch über 50 hat zeitweise Hüftschmerzen.
Hüftschmerzen treten in jedem Alter auf: bei jungen Sportlern durch Überlastung, bei Erwachsenen mittleren Alters durch Verschleiß (Arthrose) und bei älteren Menschen oft durch altersbedingte Veränderungen im Hüftgelenk.
Symptome
- Plötzliche, starke Schmerzen nach einem Sturz oder Unfall
- Unfähigkeit, das Bein zu bewegen oder aufzustehen
- Taubheitsgefühl oder Lähmungserscheinungen im Bein
- Offene Wunde oder Verformung der Hüftgegend
- ⚠Schmerzen mit Fieber oder Schüttelfrost – das kann auf eine Infektion hindeuten
- ⚠Schmerzen, die Sie nachts aufwecken und nicht weggehen
- ⚠Plötzliche Schwellung oder Rötung der Hüfte
Häufige Symptome
- Schmerzen in der Leiste, an der Außenseite der Hüfte oder im Gesäß
- Schmerzen beim Gehen, Treppensteigen oder nach langem Sitzen
- Steifheit im Hüftgelenk, besonders morgens
- Eingeschränkte Beweglichkeit beim Beugen oder Strecken des Beins
Symptome bei Kindern
- Hinken oder Schonhaltung ohne erkennbaren Grund
- Schmerzen im Knie – Kinder spüren Hüftprobleme oft im Knie
- Fieber oder allgemeines Krankheitsgefühl bei einer Entzündung
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Zunehmende Schmerzen bei Belastung, die in Ruhe nachlassen
- Knirschendes Gefühl im Hüftgelenk
- Nachlassende Gehfähigkeit oder Stolperneigung
Ursachen
Hauptursachen
- Arthrose (Gelenkverschleiß) – die häufigste Ursache bei älteren Menschen
- Schleimbeutelentzündung (Bursitis) – eine entzündete Bursa an der Hüftaußenseite
- Muskelzerrungen oder Sehnenentzündungen, oft durch Überlastung
- Hüftdysplasie (angeborene Fehlstellung des Hüftgelenks) – kann später Schmerzen verursachen
Risikofaktoren
- Übergewicht – belastet die Hüftgelenke zusätzlich
- Frühere Hüftverletzungen oder Operationen
- Berufe oder Sportarten mit wiederholten Hüftbewegungen (z.B. Fußball, Laufen)
- Fortgeschrittenes Alter
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Nach einem Sturz oder Unfall, wenn Sie Ihr Bein nicht mehr belasten können
- Bei plötzlich auftretenden Schmerzen mit Fieber oder Schwellung
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn die Schmerzen länger als zwei Wochen anhalten
- Wenn Sie nachts wegen Schmerzen aufwachen
- Wenn Sie Ihren Alltag nicht mehr wie gewohnt bewältigen können
Diagnose
Ihr Arzt wird zunächst ein ausführliches Gespräch mit Ihnen führen (Anamnese) und dann die Hüfte körperlich untersuchen. Dabei prüft er Beweglichkeit, Druckpunkte und Stabilität. Je nach Verdacht folgen weitere Tests.
Mögliche Untersuchungen
- Körperliche Untersuchung mit speziellen Bewegungstests (z.B. Impingement-Test)
- Röntgenaufnahme – zeigt Knochenveränderungen und Gelenkspalt
- Ultraschall (Sonographie) – beurteilt Weichteile und Gelenkergüsse
- Magnetresonanztomographie (MRT) – liefert detaillierte Bilder von Knorpel, Sehnen und Muskeln
- Computertomographie (CT) – bei komplexen Frakturen oder Fehlstellungen
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Für die meisten bildgebenden Verfahren müssen Sie keine spezielle Vorbereitung treffen. Tragen Sie bequeme Kleidung, die Sie ablegen können. Bei einem MRT müssen Sie Metallgegenstände (Schmuck, Gürtel, Brillen) entfernen. Ihr Arzt wird Ihnen vorher genau erklären, was zu tun ist. Die Untersuchungen selbst sind schmerzfrei. Sie liegen während des Röntgens oder MRTs still – das dauert etwa 15 bis 30 Minuten.
Behandlung
Die Behandlung von Hüftschmerzen richtet sich nach der Ursache. Ihr Arzt wird mit Ihnen einen individuellen Plan besprechen. In den meisten Fällen helfen konservative Maßnahmen – also Bewegung, Physiotherapie und entzündungshemmende Medikamente (die Sie rezeptfrei in der Apotheke erhalten können, aber immer nach Absprache mit Ihrem Arzt).
Selbsthilfe zu Hause
- Schonen Sie die Hüfte in den ersten Tagen, aber bleiben Sie in Bewegung (z.B. Spazierengehen, sofern es nicht schmerzt)
- Kühlen Sie die schmerzende Stelle 15–20 Minuten mehrmals täglich mit einem Kühlpack (ein Tuch dazwischen legen)
- Vermeiden Sie einseitige Belastungen wie langes Sitzen oder schweres Heben
- Machen Sie sanfte Dehnübungen für Hüfte und Oberschenkel – fragen Sie Ihren Physiotherapeuten nach passenden Übungen
Medizinische Behandlungen
Je nach Ursache kann Ihr Arzt entzündungshemmende Medikamente (wie Ibuprofen oder Diclofenac) empfehlen, die Sie als Tablette oder als Gel auf die Haut auftragen können. Auch lokale Kortisonspritzen in die Hüfte sind möglich – das sollte aber nur ein erfahrener Orthopäde durchführen. Physiotherapie ist oft ein zentraler Bestandteil der Behandlung. In manchen Fällen kommen auch Stoßwellentherapie oder Akupunktur infrage. Sprechen Sie immer mit Ihrem Arzt, bevor Sie ein Medikament einnehmen.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation wird erst dann in Betracht gezogen, wenn alle konservativen Maßnahmen ausgeschöpft sind und die Schmerzen die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Typische Eingriffe sind die Hüftspiegelung (Arthroskopie) zur Behandlung von Knorpelschäden oder der künstliche Hüftgelenkersatz (Hüft-TEP) bei fortgeschrittener Arthrose. Ihr Orthopäde wird Sie ausführlich beraten.
Leben mit der Erkrankung
Hüftschmerzen können den Alltag erschweren – mit kleinen Anpassungen bleiben Sie aber oft aktiv. Achten Sie auf ergonomische Sitzmöbel, helfen Sie sich mit einem höheren Stuhl beim Aufstehen und nutzen Sie eventuell einen Gehstock zur Entlastung.
Tipps für den Alltag
- Bleiben Sie in Bewegung: Schwimmen und Radfahren sind besonders gelenkschonend
- Vermeiden Sie Übergewicht – jedes Kilo mehr belastet die Hüfte
- Hören Sie auf Ihren Körper – Pausen sind erlaubt und wichtig
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel frischem Obst, Gemüse und ausreichend Kalzium (für die Knochengesundheit) kann unterstützend wirken. Wichtig ist vor allem regelmäßige, sanfte Bewegung: Gehen Sie spazieren, machen Sie Übungen zur Kräftigung der Hüftmuskulatur – am besten nach Anleitung durch einen Physiotherapeuten.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Chronische Schmerzen können belastend sein und zu Frustration oder Niedergeschlagenheit führen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber. Bei starker psychischer Belastung kann eine psychologische Beratung helfen. In Deutschland gibt es kostenlose Telefonberatungsstellen – fragen Sie Ihren Arzt nach einer Empfehlung in Ihrer Nähe.
Vorbeugung
Nicht alle Hüftschmerzen lassen sich verhindern, aber Sie können Ihr Risiko senken: Halten Sie ein gesundes Körpergewicht, trainieren Sie die Hüftmuskulatur und vermeiden Sie einseitige Überlastungen. Bei Sportarten mit hohem Verletzungsrisiko (z.B. Fußball) ist gutes Aufwärmen wichtig.
Früherkennungsprogramme
Ein regelmäßiges Hüft-Screening wird nur bei bestimmten Risikogruppen empfohlen, zum Beispiel bei Säuglingen auf Hüftdysplasie (U-Untersuchungen). Bei Erwachsenen ohne Beschwerden ist eine Routineuntersuchung nicht nötig.
Komplikationen
Unbehandelt
- Chronische Schmerzen, die den Alltag stark einschränken
- Verschlechterung der Gelenkfunktion (z.B. zunehmende Steifheit bei Arthrose)
- Muskelschwund durch Schonhaltung
- Im schlimmsten Fall: Hüftkopfnekrose (Absterben von Knochengewebe bei unerkannter Durchblutungsstörung)
Langzeitprognose
Die meisten Hüftschmerzen lassen sich gut behandeln – oft schon mit einfachen Maßnahmen. Auch mit einer chronischen Erkrankung wie Arthrose können die meisten Menschen dank moderner Behandlungen schmerzfrei oder zumindest beschwerdearm leben. Wichtig ist, die Ursache frühzeitig abzuklären und den Behandlungsplan mit Ihrem Arzt umzusetzen. Es gibt fast immer Wege, Ihre Lebensqualität zu verbessern.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 19. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
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Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.