immune screening test preparation
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Ein Immun-Screening-Test ist eine Blutuntersuchung, die prüft, wie gut Ihr Immunsystem arbeitet. Dabei werden zum Beispiel die Anzahl und Funktion der weißen Blutkörperchen (Abwehrzellen) und bestimmte Antikörper gemessen.
Wichtige Fakten
- Der Test wird häufig bei Verdacht auf ein schwaches Immunsystem (Immunschwäche) oder überschießende Immunreaktionen (z. B. Allergien) durchgeführt.
- Die Vorbereitung ist meist einfach: In der Regel ist keine besondere Nahrungskarenz nötig, aber sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Medikamente, die das Ergebnis beeinflussen könnten.
- Das Ergebnis kann Hinweise auf eine zugrundeliegende Erkrankung geben, ersetzt aber keine ärztliche Diagnose.
Immun-Screening-Tests werden nicht bei jeder Routineuntersuchung gemacht. Sie kommen vor allem zum Einsatz, wenn wiederholt Infektionen, unklare Entzündungen oder Verdacht auf eine Autoimmunerkrankung bestehen.
Betroffen sein können Menschen jeden Alters. Besonders häufig wird der Test bei Kindern mit schweren oder ungewöhnlichen Infektionen, Erwachsenen mit wiederkehrenden Atemwegsinfekten und älteren Menschen mit nachlassender Immunabwehr durchgeführt.
Symptome
- Plötzliche hohe Fieber (über 39°C) mit starkem Krankheitsgefühl
- Schwere Atemnot oder pfeifende Atmung
- Kreislaufschock (schwacher Puls, kalte Extremitäten, Verwirrtheit)
- ⚠Infektion, die trotz Behandlung nach mehreren Tagen nicht besser wird
- ⚠Schmerzen an einer Stelle, die sich ausbreiten
- ⚠Neu aufgetretene Blutergüsse oder punktförmige Hautblutungen
Häufige Symptome
- Wiederholte oder ungewöhnlich schwere Infektionen (z. B. Lungenentzündung, Nasennebenhöhlenentzündung)
- Chronische Müdigkeit und Erschöpfung
- Entzündungen, die nicht abheilen (z. B. an der Haut oder in Gelenken)
- Unerklärlicher Gewichtsverlust
Symptome bei Kindern
- Häufige Mittelohrentzündungen oder Lungenentzündungen im Säuglings- und Kleinkindalter
- Verzögertes Gedeihen oder wiederholte Durchfallerkrankungen
- Schwere Verläufe von sonst harmlosen Infektionen
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Häufige Gürtelrose oder andere Infektionen mit Viren
- Langsame Wundheilung
- Nachlassende Impfwirkung
Ursachen
Hauptursachen
- Ein Immun-Screening-Test wird meist durchgeführt, um die Ursache für häufige oder schwere Infektionen zu klären.
- Auch bei Verdacht auf Autoimmunerkrankungen (das Immunsystem greift körpereigenes Gewebe an) kann der Test sinnvoll sein.
- Manchmal wird er auch im Rahmen von Allergieabklärungen oder vor bestimmten Therapien (z. B. mit Immunsuppressiva) eingesetzt.
Risikofaktoren
- Angeborene Immunschwäche (selten)
- Einnahme von Medikamenten, die das Immunsystem unterdrücken (z. B. Kortison, Chemotherapie)
- Chronische Erkrankungen wie Diabetes oder HIV
- Rauchen, starker Alkoholkonsum, Mangelernährung
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei wiederholten schweren Infektionen, die Sie oder Ihr Kind belasten
- Wenn die Infektionen ungewöhnlich sind (z. B. auch durch Pilze oder Bakterien, die bei gesunden Menschen selten Krankheiten auslösen)
- Bei anhaltendem Gewichtsverlust oder starkem allgemeinem Schwächegefühl
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Sie sich häufiger krank fühlen als früher und keine Erklärung finden
- Vor einer geplanten Behandlung, die das Immunsystem beeinflusst (z. B. vor einer Organtransplantation)
- Bei anhaltenden Allergiesymptomen, die den Alltag stören
Diagnose
Der Immun-Screening-Test wird anhand einer Blutprobe durchgeführt. Ihr Arzt entnimmt Blut aus der Armvene und schickt es ins Labor. Dort wird unter anderem die Anzahl der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) sowie die Konzentration von Immunglobulinen (Antikörpern) bestimmt.
Mögliche Untersuchungen
- Blutbild mit Differentialblutbild (Anteile der verschiedenen weißen Blutkörperchen)
- Immunglobulin-Messung (IgA, IgG, IgM, IgE)
- Lymphozyten-Untergruppen (T-Zellen, B-Zellen, NK-Zellen)
- Funktionstests (z. B. Antikörperantwort nach Impfung)
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Blutabnahme dauert nur wenige Minuten. Sie müssen in der Regel nicht nüchtern sein, aber informieren Sie Ihren Arzt über alle Medikamente (auch rezeptfreie, wie Schmerzmittel oder pflanzliche Präparate). Nach der Abnahme können Sie sofort Ihren normalen Aktivitäten nachgehen. Die Laborergebnisse liegen meist nach einigen Tagen vor.
Behandlung
Der Immun-Screening-Test selbst ist keine Behandlung, sondern eine Untersuchung. Je nach Ergebnis werden weitere Schritte eingeleitet. Bei einer nachgewiesenen Immunschwäche oder Autoimmunerkrankung wird Ihr Arzt ein individuelles Behandlungskonzept mit Ihnen besprechen.
Selbsthilfe zu Hause
- Stärken Sie Ihr Immunsystem durch ausreichend Schlaf, regelmäßige Bewegung und eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse.
- Vermeiden Sie Rauchen und übermäßigen Alkoholkonsum.
- Lassen Sie sich gemäß den STIKO-Empfehlungen impfen (z. B. gegen Grippe, Pneumokokken).
Medizinische Behandlungen
Die Behandlung richtet sich nach der Grunderkrankung. Möglich sind beispielsweise eine Substitution fehlender Antikörper (Immunglobulin-Infusionen), der Einsatz von Immunmodulatoren (Medikamente, die das Immunsystem regulieren) oder Antibiotika zur Vorbeugung von Infektionen. Die Therapie wird immer von einem Facharzt (z. B. Immunologe oder Rheumatologe) überwacht und an Ihre Bedürfnisse angepasst.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation ist nur in sehr seltenen Fällen nötig, z. B. bei einer Vergrößerung des Thymus (Thymom) oder bei einer Milzentfernung nach schweren Verletzungen. In der Regel steht die medikamentöse Behandlung im Vordergrund.
Leben mit der Erkrankung
Wenn bei Ihnen eine Immunstörung festgestellt wurde, sollten Sie besonders auf Infektionen achten: Häufiges Händewaschen, Vermeidung von großen Menschenansammlungen bei Grippewellen und rechtzeitiger Beginn ärztlicher Behandlung bei Infektionszeichen sind wichtig.
Tipps für den Alltag
- Führen Sie ein gesundes Leben mit ausreichend Bewegung und Stressreduktion (z. B. durch Yoga, Spaziergänge).
- Achten Sie auf eine gute Schlafhygiene (7–9 Stunden pro Nacht).
- Tauschen Sie sich mit Ihrem Arzt darüber aus, ob Reisen in Länder mit speziellen Infektionsrisiken für Sie geeignet sind.
Ernährung und Bewegung
Eine bunte, vollwertige Ernährung liefert wichtige Vitamine und Mineralstoffe für das Immunsystem (z. B. Zink, Vitamin C, Vitamin D). Moderate Bewegung an der frischen Luft unterstützt die Abwehrkräfte - übertreiben Sie es aber nicht, um Ihren Körper nicht zu überlasten.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Die Diagnose einer Immunstörung kann belastend sein. Viele Menschen fühlen sich verunsichert oder haben Angst vor schweren Infektionen. Es ist wichtig, offen über Ihre Gefühle zu sprechen und sich gegebenenfalls professionelle Unterstützung zu suchen.
Vorbeugung
Die meisten Immunstörungen sind nicht direkt verhinderbar, insbesondere angeborene Formen. Ein gesunder Lebensstil kann jedoch dazu beitragen, das Immunsystem zu unterstützen und Infektionen vorzubeugen. Vermeiden Sie unnötige Risiken wie Rauchen oder ungeschützten Kontakt mit Krankheitserregern.
Impfungen
Impfungen sind eine wichtige Schutzmaßnahme. Lassen Sie Ihren Impfstatus überprüfen und besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob für Sie Totimpfstoffe (z. B. gegen Grippe, Pneumokokken, Keuchhusten) empfohlen werden. Bei Lebendimpfstoffen (z. B. Masern) muss bei bestimmten Immunstörungen Vorsicht walten – fragen Sie Ihren Arzt.
Früherkennungsprogramme
Ein Immun-Screening-Test wird in der Regel nur bei konkretem Verdacht und nicht als Vorsorgeuntersuchung für Gesunde durchgeführt. Falls in Ihrer Familie schwere Immunstörungen bekannt sind, kann eine genetische Beratung sinnvoll sein.
Komplikationen
Unbehandelt
- Erhöhtes Risiko für schwere und wiederkehrende Infektionen (z. B. Lungenentzündung, Gehirnhautentzündung)
- Chronische Entzündungen, die zu Organ-Schäden führen können (z. B. an Gelenken oder Nieren)
- Erhöhte Wahrscheinlichkeit für bestimmte Krebserkrankungen (z. B. Lymphome)
Langzeitprognose
Bei frühzeitiger Diagnose und angepasster Behandlung können die meisten Menschen mit einer Immunstörung ein weitgehend normales Leben führen. Moderne Therapien verbessern die Lebensqualität deutlich. Bleiben Sie in engem Kontakt mit Ihrem Arzt und befolgen Sie die empfohlenen Kontrolluntersuchungen.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 22. Juli 2026
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