infection blood test explained
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Ein Infektions-Bluttest ist eine Laboruntersuchung, bei der Ärzte anhand einer Blutprobe feststellen, ob in Ihrem Körper eine Infektion vorliegt. Der Test sucht nach bestimmten Stoffen, die auf Infektionen hinweisen, wie erhöhte weiße Blutkörperchen (Leukozyten) oder das C-reaktive Protein (CRP).
Wichtige Fakten
- Der Test misst meist erhöhte Werte von Entzündungsmarkern wie CRP oder Procalcitonin.
- Er kann Hinweise auf eine bakterielle, virale oder Pilzinfektion geben.
- Ein einzelner Test reicht oft nicht aus – er wird zusammen mit Beschwerden und anderen Untersuchungen bewertet.
Ja, Infektions-Blutuntersuchungen gehören zu den häufigsten Labortests. Sie werden bei Verdacht auf eine Infektion in Arztpraxen, Krankenhäusern und Notaufnahmen durchgeführt.
Jeder kann einen solchen Test bekommen, wenn der Verdacht auf eine Infektion besteht – egal ob Kind, Erwachsener oder älterer Mensch.
Symptome
- schwere Atemnot oder bläuliche Lippen/Zunge
- Ohnmacht oder Bewusstlosigkeit
- Anzeichen einer Sepsis (z. B. fleckige Haut, sehr niedriger Blutdruck, schnelle Atmung)
- Krampfanfälle im Zusammenhang mit Fieber
- Anaphylaktischer Schock (z. B. nach Allergenexposition)
- ⚠hohes Fieber über 39 °C, das mit Hausmitteln nicht sinkt
- ⚠starke Schmerzen (z. B. Bauch-, Brust- oder Kopfschmerzen)
- ⚠Anzeichen einer lokalen Infektion, die sich rasch ausbreitet (z. B. rote Striemen bei Wundinfektion)
- ⚠Verwirrtheit oder ungewöhnliche Schläfrigkeit
Häufige Symptome
- Fieber oder Schüttelfrost
- starke Müdigkeit oder Abgeschlagenheit
- Kopf- und Gliederschmerzen
- Husten, Atemnot
- Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall
- Wundschmerzen, Rötung oder Schwellung
Symptome bei Kindern
- ungewöhnliches Quengeln oder Teilnahmslosigkeit
- Ess- und Trinkverweigerung
- hohes Fieber (über 39 °C)
- Hautausschlag oder Flecken, die nicht verblassen
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Verwirrtheit oder plötzliche geistige Veränderungen
- Verlust von Appetit und Trinklust
- Schwäche und Stürze
- Verlangsamte Reaktion auf Infektionen – oft kein hohes Fieber
Ursachen
Hauptursachen
- Bakterien (z. B. in der Lunge, im Harn, in Wunden)
- Viren (z. B. Grippe, Erkältung, COVID-19)
- Pilze (seltener, meist bei geschwächtem Immunsystem)
- Parasiten (z. B. Malaria, in Reiseländern)
Risikofaktoren
- geschwächtes Immunsystem (z. B. durch Chemotherapie, HIV, Organtransplantation)
- chronische Erkrankungen wie Diabetes oder Nierenleiden
- offene Wunden, Operationswunden oder Katheter
- Aufenthalt in Krankenhäusern oder Pflegeheimen
- fehlender Impfschutz gegen bestimmte Erreger
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- plötzliches hohes Fieber mit starkem Krankheitsgefühl
- Anzeichen einer Sepsis (siehe oben)
- schlecht heilende Wunde mit Rötung, Schwellung und Eiter
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- anhaltende Müdigkeit und Abgeschlagenheit über mehrere Tage
- leicht erhöhte Temperatur (37,5–38,5 °C) länger als 3 Tage
- wiederkehrende oder unklare Infektionszeichen
Diagnose
Der Arzt entnimmt eine Blutprobe aus Ihrer Armvene – ähnlich wie bei einer normalen Blutabnahme. Die Probe wird im Labor auf verschiedene Entzündungsmarker untersucht. Meist sind die Ergebnisse innerhalb weniger Stunden bis zum nächsten Tag da.
Mögliche Untersuchungen
- Großes Blutbild (zeigt Anzahl und Art der weißen Blutkörperchen)
- C-reaktives Protein (CRP) – ein frühzeitiger Entzündungsmarker
- Procalcitonin (PCT) – hilft, bakterielle von viralen Infektionen zu unterscheiden
- Blutkultur (sucht nach Bakterien oder Pilzen im Blut)
- evtl. weitere Tests wie Laktat oder Entzündungsbotenstoffe
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Blutabnahme dauert nur wenige Minuten. Sie werden gebeten, danach kurz die Einstichstelle zu drücken, um Blutungen zu stoppen. Ergebnisse besprechen Sie mit Ihrem Arzt, der sie in Zusammenhang mit Ihren Symptomen stellt.
Behandlung
Die Behandlung einer Infektion hängt von der Ursache (Bakterien, Viren, Pilze) und der Schwere ab. Ihr Arzt wird individuell entscheiden, welche Maßnahmen nötig sind.
Selbsthilfe zu Hause
- ausreichend trinken (Wasser, ungesüßte Tees, Brühe)
- Schonung und Bettruhe bei Fieber
- Wadenwickel zur Fiebersenkung (bei Erwachsenen, nicht bei Schüttelfrost)
- Hausmittel wie Salbeitee bei Halsschmerzen oder Inhalationen bei Husten
Medizinische Behandlungen
Bei bakteriellen Infektionen kommen Antibiotika zum Einsatz – immer nach ärztlicher Verordnung. Bei Viren helfen oft nur die Linderung der Symptome, es sei denn, es gibt spezielle antivirale Medikamente. Pilzinfektionen werden mit Antimykotika behandelt. Bei schweren Infektionen kann eine stationäre Behandlung mit Infusionen und Überwachung nötig sein.
Wann kommt eine Operation infrage?
In seltenen Fällen kann eine Operation notwendig sein, zum Beispiel um einen Abszess (Eiteransammlung) zu öffnen und zu entleeren oder um infiziertes Gewebe zu entfernen.
Leben mit der Erkrankung
Nach einer Infektion ist es wichtig, sich ausreichend Zeit zur Erholung zu nehmen. Hören Sie auf Ihren Körper und gönnen Sie sich Ruhepausen. Ein Infektions-Bluttest selbst hat keine Auswirkungen auf Ihren Alltag.
Tipps für den Alltag
- Viel Schlaf und Stressvermeidung unterstützen das Immunsystem
- Achten Sie auf eine gute Hygiene (Händewaschen, Abstand zu Kranken)
- Vermeiden Sie Rauchen und übermäßigen Alkohol, da sie die Abwehr schwächen
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten stärkt die Abwehrkräfte. Leichte Bewegung wie Spaziergänge können nach Abklingen der akuten Symptome helfen – aber erst, wenn Sie sich wieder fit fühlen.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Eine Infektion kann emotional belastend sein, besonders wenn die Genesung länger dauert. Es ist normal, sich erschöpft oder niedergeschlagen zu fühlen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder einer Vertrauensperson darüber.
Vorbeugung
Nicht alle Infektionen sind vermeidbar, aber Sie können das Risiko senken: regelmäßiges Händewaschen, ausreichend Schlaf, eine gesunde Ernährung und das Meiden von engem Kontakt mit Infizierten.
Impfungen
Schutzimpfungen gegen Grippe, COVID-19, Keuchhusten, Tetanus und viele andere Infektionen sind sehr wirksam. Fragen Sie Ihren Arzt nach Ihrem Impfstatus.
Früherkennungsprogramme
Kein routinemäßiges Screening. Ein Infektions-Bluttest wird nur bei konkretem Verdacht oder Risiko durchgeführt.
Komplikationen
Unbehandelt
- Ausbreitung der Infektion auf benachbarte Organe (z. B. Lungenentzündung von den Bronchien)
- Blutvergiftung (Sepsis) – eine lebensbedrohliche Reaktion des Körpers
- Chronische Entzündungen oder bleibende Schäden an Organen
Langzeitprognose
Die meisten Infektionen heilen gut aus, besonders wenn sie früh erkannt und behandelt werden. Ein Infektions-Bluttest liefert wichtige Informationen, um die richtige Therapie zu starten. Mit moderner Medizin und guter ärztlicher Betreuung sind die Chancen auf vollständige Genesung sehr hoch.
Unterstützung finden
Lokale Organisationen
- Ihre Hausarztpraxis · Deutschland
- Ärztlicher Bereitschaftsdienst (116117) · Deutschland
Hilfetelefone
Externe Links öffnen Websites Dritter. Ruqelo ist nicht für externe Inhalte verantwortlich. Die Nennung einer Organisation bedeutet keine Empfehlung.
Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
Ähnliche Erkrankungen
Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 22. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
Nutzen Sie sie zur Ergänzung — nicht als Ersatz — für den Rat einer approbierten Fachkraft.
Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.