Vorbereitung auf den Lungen-Screening-Test
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Die Lungenkrebs-Früherkennung (auch Lungen-Screening genannt) ist eine Untersuchung mit einer speziellen Röntgenaufnahme (CT), die frühzeitig Lungenkrebs erkennen kann – bevor Symptome auftreten. Ziel ist es, Krebs in einem frühen, gut behandelbaren Stadium zu finden.
Wichtige Fakten
- Das Screening wird mit einer Niedrigdosis-CT (Computertomographie) durchgeführt – das bedeutet wenig Strahlenbelastung.
- Es ist für Menschen gedacht, die lange und viel geraucht haben, aber keine Beschwerden haben.
- Nicht jeder mit Risikofaktoren sollte sofort ein Screening machen lassen – Ihr Arzt entscheidet, ob es für Sie sinnvoll ist.
In Deutschland ist das Lungen-Screening noch nicht für alle gesetzlich Versicherten verfügbar, aber es wird auf Empfehlung des Arztes angeboten, besonders für Risikogruppen.
Das Screening richtet sich vor allem an Menschen zwischen 50 und 75 Jahren, die über viele Jahre stark geraucht haben (zum Beispiel mehr als eine Schachtel Zigaretten pro Tag für 20 Jahre).
Symptome
- Plötzliche Atemnot
- Schmerzen in der Brust, die nicht aufhören
- Husten mit viel Blut (rotes Blut oder blutiger Auswurf)
- ⚠Anhaltender Husten, der nicht weggeht
- ⚠Ungewollter Gewichtsverlust
- ⚠Fieber ohne bekannte Ursache und Husten mit gelb-grünem Auswurf
Häufige Symptome
- Ein Lungen-Screening ist für Menschen ohne Symptome gedacht. Wenn Sie bereits Symptome wie Husten, Atemnot oder Gewichtsverlust haben, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen – nicht nur ein Screening machen.
Symptome bei Kindern
- Lungen-Screening wird bei Kindern nicht durchgeführt.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Auch ältere Erwachsene sollten nur dann ein Screening machen, wenn sie keine Symptome haben. Bei bestehenden Beschwerden ist eine medizinische Abklärung nötig.
Ursachen
Hauptursachen
- Die Hauptursache für Lungenkrebs ist das Rauchen – je länger und mehr geraucht wird, desto höher das Risiko. Auch Passivrauchen und Luftschadstoffe können das Risiko erhöhen.
Risikofaktoren
- Rauchen oder früheres Rauchen
- Alter über 50 Jahre
- Familiäre Vorbelastung (Lungenkrebs bei nahen Verwandten)
- Kontakt mit Asbest oder anderen Schadstoffen am Arbeitsplatz
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn Sie plötzlich Blut husten
- Wenn Sie starke Atemnot haben
- Wenn Sie Schmerzen in der Brust haben, die nicht nachlassen
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Sie zur Risikogruppe gehören (Raucher über 50), sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt über ein mögliches Lungen-Screening.
- Wenn Sie unklare Symptome wie anhaltenden Husten oder Heiserkeit haben, sollten Sie einen Termin vereinbaren.
Diagnose
Das Lungen-Screening selbst ist die Diagnosemaßnahme. Es wird mit einem Niedrigdosis-CT durchgeführt. Davor müssen Sie sich nicht nüchtern halten, aber Sie sollten lockere Kleidung tragen und alle Metallgegenstände (wie Schmuck) ablegen.
Mögliche Untersuchungen
- Niedrigdosis-CT des Brustkorbs (Spiral-CT)
- Bei auffälligem Befund: erneute CT nach einigen Monaten oder eine Gewebeentnahme (Biopsie) zur Abklärung
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Sie liegen auf einer Liege, werden kurz in das CT-Gerät geschoben. Das Gerät macht eine Reihe von Röntgenbildern. Es ist völlig schmerzfrei und dauert nur wenige Minuten. Sie müssen während der Aufnahme kurz die Luft anhalten.
Behandlung
Falls das Screening tatsächlich Lungenkrebs zeigt, wird Ihr Arzt die für Sie am besten geeigneten Behandlungen besprechen. Die Behandlung hängt von der Größe und Lage des Tumors sowie Ihrem Gesundheitszustand ab.
Selbsthilfe zu Hause
- Hören Sie sofort mit dem Rauchen auf – das verbessert die Heilungschancen.
- Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung und Bewegung, um Ihren Körper zu stärken.
- Informieren Sie sich bei Ihrem Arzt über alle möglichen Behandlungen und fragen Sie nach Nebenwirkungen.
Medizinische Behandlungen
Zu den Behandlungsmöglichkeiten gehören Operation, Strahlentherapie und medikamentöse Therapien (die direkt auf Krebszellen wirken). Ihr Arzt wird Ihnen die passenden Optionen erklären.
Wann kommt eine Operation infrage?
Wenn der Krebs noch klein und lokal begrenzt ist, kann eine Operation oft den Tumor vollständig entfernen. Ihr Chirurg entscheidet, ob ein minimalinvasiver Eingriff (Schlüsselloch-Chirurgie) möglich ist.
Leben mit der Erkrankung
Nach einem Krebsbefund ist es normal, sich Sorgen zu machen. Viele Patienten führen ein erfülltes Leben mit Nachsorgeuntersuchungen. Sie sollten alle Termine zur Kontrolle wahrnehmen.
Tipps für den Alltag
- Nicht rauchen – das ist das Wichtigste.
- Vermeiden Sie Passivrauchen und Schadstoffe.
- Bewegen Sie sich regelmäßig, so wie Ihr Arzt es erlaubt.
- Pflegen Sie soziale Kontakte und teilen Sie Ihre Sorgen mit Angehörigen.
Ernährung und Bewegung
Eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse sowie regelmäßige Bewegung können Ihr Immunsystem unterstützen. Fragen Sie bei Ihrem Arzt nach einem individuellen Ernährungsplan.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Krebs oder auch nur der Verdacht darauf belastet die Seele. Es ist normal, Angst oder Trauer zu empfinden. Suchen Sie sich Hilfe, wenn Sie sich überfordert fühlen – Ihr Arzt oder eine psychologische Beratung kann unterstützen.
Vorbeugung
Sie können Ihr Risiko für Lungenkrebs deutlich senken, indem Sie nicht rauchen und Rauch meiden. Eine gesunde Lebensweise hilft zusätzlich. Das Screening selbst verhindert Krebs nicht, aber es kann ihn früh erkennen.
Früherkennungsprogramme
Die Lungenkrebs-Früherkennung mit CT ist eine Möglichkeit, die Krankheit früh zu finden – besonders für Risikogruppen. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob ein Screening für Sie in Frage kommt. Aktuelle Empfehlungen der AWMF (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften) geben Orientierung.
Komplikationen
Unbehandelt
- Wenn Krebs nicht früh erkannt wird, kann er sich ausbreiten und schwieriger zu behandeln sein.
- Manche Lungenknötchen, die im Screening gefunden werden, sind harmlos – aber ohne Abklärung kann nicht ausgeschlossen werden, dass sie bösartig sind.
Langzeitprognose
Die Früherkennung von Lungenkrebs kann die Heilungschancen deutlich verbessern. Viele Menschen mit früh entdecktem Lungenkrebs können erfolgreich behandelt werden und ein langes, gutes Leben führen. Es gibt immer Hoffnung, und die Medizin entwickelt sich ständig weiter.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 30. Juli 2026
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