osteoporosis screening test preparation
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Osteoporose ist eine Erkrankung, bei der die Knochen an Dichte verlieren und brüchiger werden. Das Risiko für Knochenbrüche (Frakturen) steigt dadurch stark an.
Wichtige Fakten
- Osteoporose verursacht oft lange Zeit keine Beschwerden – der erste Hinweis kann ein Knochenbruch sein.
- Frauen nach den Wechseljahren sind besonders häufig betroffen, aber auch Männer können Osteoporose entwickeln.
- Durch frühzeitige Erkennung und Behandlung lassen sich Knochenbrüche meist vermeiden.
Ja, Osteoporose ist eine der häufigsten Knochenerkrankungen. In Deutschland sind etwa 6 Millionen Menschen betroffen, vor allem Frauen über 50 und Männer über 70.
Osteoporose betrifft hauptsächlich ältere Menschen. Frauen nach den Wechseljahren haben ein besonders hohes Risiko, weil der Östrogenspiegel sinkt. Aber auch jüngere Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen oder Medikamenten (z. B. Kortison) können Osteoporose entwickeln.
Symptome
- Plötzliche starke Rückenschmerzen nach einem Sturz, besonders wenn Sie nicht mehr aufstehen können oder ein Bein sich komisch anfühlt oder verdreht ist.
- Verdacht auf einen Oberschenkelhalsbruch oder Wirbelbruch – hier ist sofortige Hilfe nötig. Rufen Sie 112.
- ⚠Neue, anhaltende Rückenschmerzen ohne klare Ursache – suchen Sie noch am selben Tag ärztliche Hilfe auf.
Häufige Symptome
- Oft treten lange Zeit keine Symptome auf.
- Rückenschmerzen, die durch winzige Brüche in den Wirbelkörpern entstehen.
- Verlust an Körpergröße (man wird kleiner).
- Gebeugte Haltung (Witwenbuckel).
Symptome bei Kindern
- Osteoporose bei Kindern ist sehr selten. Wenn sie vorkommt, können ähnliche Symptome wie bei Erwachsenen auftreten, aber meist ist eine Grunderkrankung die Ursache.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Die Symptome sind die gleichen wie bei Erwachsenen: Knochenschmerzen, Größenverlust, Rundrücken. Besonders gefährlich sind plötzliche Brüche nach einem Sturz.
Ursachen
Hauptursachen
- Altersbedingter Knochenschwund – ab etwa 30 Jahren nimmt die Knochendichte allmählich ab.
- Hormonelle Veränderungen, besonders nach den Wechseljahren bei Frauen.
- Mangel an Kalzium und Vitamin D über viele Jahre.
Risikofaktoren
- Weibliches Geschlecht und höheres Alter.
- Schlanke Statur und niedriges Körpergewicht.
- Familienmitglieder mit Osteoporose oder Hüftbrüchen.
- Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum.
- Langzeit-Einnahme von Kortison oder anderen knochenschädigenden Medikamenten.
- Bestimmte Erkrankungen wie Rheuma, Diabetes oder Magen-Darm-Störungen.
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Plötzliche, heftige Rückenschmerzen – besonders nach einem Sturz oder Unfall.
- Verdacht auf einen Knochenbruch, z. B. nach einem Sturz auf die Hüfte oder das Handgelenk.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Sie über 50 sind und ein oder mehrere Risikofaktoren haben, sollten Sie mit Ihrem Hausarzt über eine Knochendichtemessung sprechen.
- Frauen über 65 und Männer über 70 sollten unabhängig von Risikofaktoren ein Screening anfragen.
Diagnose
Die Diagnose wird in der Regel durch eine Knochendichtemessung (DXA) gestellt. Dabei wird mit einer speziellen Röntgenaufnahme die Knochendichte an Hüfte und Wirbelsäule gemessen. Zusätzlich können Bluttests durchgeführt werden, um andere Ursachen auszuschließen.
Mögliche Untersuchungen
- Knochendichtemessung (DXA – Dual-Röntgen-Absorptiometrie)
- Blutuntersuchungen: Kalzium, Vitamin D, Nieren- und Leberwerte, Schilddrüsenwerte
- Seltener: Computertomographie (CT) oder Ultraschall der Ferse
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Knochendichtemessung ist schmerzfrei und dauert etwa 15 bis 20 Minuten. Sie liegen bekleidet (ohne metallische Gegenstände) auf einer Liege. Das Gerät gleitet über Ihren Körper und erzeugt eine Aufnahme mit sehr geringer Strahlung. Bitte nehmen Sie 24 Stunden vor der Messung keine Kalziumpräparate ein – das stört die Messung. Tragen Sie bequeme Kleidung ohne Knöpfe oder Reißverschlüsse. Informieren Sie den Arzt, wenn Sie schwanger sein könnten.
Behandlung
Die Behandlung von Osteoporose zielt darauf ab, Knochenbrüche zu verhindern. Dazu gehören eine ausreichende Versorgung mit Kalzium und Vitamin D, regelmäßige Bewegung und gegebenenfalls Medikamente, die den Knochenabbau verlangsamen oder den Knochenaufbau fördern.
Selbsthilfe zu Hause
- Achten Sie auf eine kalziumreiche Ernährung (Milchprodukte, grünes Gemüse, Mineralwasser mit viel Kalzium).
- Sorgen Sie für ausreichend Vitamin D – am besten durch Sonnenlicht oder nach Absprache mit dem Arzt als Nahrungsergänzung.
- Bewegen Sie sich regelmäßig mit Gewichtsbelastung, z. B. Spazierengehen, Treppensteigen oder Tanzen.
- Vermeiden Sie Rauchen und schränken Sie Alkohol ein.
- Passen Sie Ihr Zuhause an, um Stürze zu vermeiden: rutschfeste Teppiche, ausreichend Licht, Haltegriffe im Bad.
Medizinische Behandlungen
Es gibt verschiedene Medikamentengruppen, die Ihr Arzt verschreiben kann. Dazu gehören sogenannte Antiresorptiva, die den Knochenabbau bremsen, und Osteoanabolika, die den Knochenaufbau anregen. Ihr Arzt wird mit Ihnen das geeignete Medikament basierend auf Ihrem persönlichen Risiko und Ihrer Knochendichte auswählen. Nehmen Sie Medikamente immer genau nach Anweisung ein.
Wann kommt eine Operation infrage?
Bei bereits eingetretenen Knochenbrüchen, insbesondere am Oberschenkelhals oder an der Wirbelsäule, kann eine Operation nötig sein. Zum Beispiel wird ein Hüftbruch meist mit einer künstlichen Hüfte (Hüftprothese) versorgt. Bei Wirbelbrüchen kann eine minimalinvasive Stabilisierung (Kyphoplastie) erwogen werden.
Leben mit der Erkrankung
Mit Osteoporose können Sie ein aktives Leben führen. Wichtig ist, dass Sie Ihre Medikamente regelmäßig einnehmen, auf eine knochengesunde Ernährung achten und sich sicher bewegen. Vermeiden Sie heftige Stöße und Stürze. Planen Sie Ihre Aktivitäten so, dass Sie sich nicht überfordern.
Tipps für den Alltag
- Hören Sie mit dem Rauchen auf – das schadet den Knochen.
- Trinken Sie nur wenig Alkohol – zu viel Alkohol erhöht das Sturz- und Bruchrisiko.
- Sorgen Sie für eine gute Beleuchtung in Ihrem Zuhause.
- Tragen Sie rutschfeste Schuhe mit gutem Halt.
Ernährung und Bewegung
Essen Sie ausreichend Kalzium (etwa 1000 mg pro Tag) und Vitamin D. Gute Quellen sind Milch, Joghurt, Käse, grünes Blattgemüse wie Grünkohl und Brokkoli, sowie kalziumreiches Mineralwasser. Bewegung ist sehr wichtig: Gehen Sie täglich spazieren, machen Sie leichte Kraftübungen und Gleichgewichtstraining (z. B. Tai-Chi oder Yoga). Fragen Sie Ihren Arzt oder Physiotherapeuten nach einem individuell abgestimmten Programm.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Die Angst vor Stürzen und Brüchen kann belastend sein. Manche Menschen werden unsicher und ziehen sich zurück. Das ist verständlich, aber es gibt Wege, damit umzugehen. Sprechen Sie offen mit Ihrem Arzt oder einer Vertrauensperson über Ihre Ängste. Psychologische Unterstützung kann helfen, die Zuversicht zurückzugewinnen. Bei Bedarf wenden Sie sich an die Telefonseelsorge (kostenlos, rund um die Uhr erreichbar).
Vorbeugung
Ja, in vielen Fällen lässt sich Osteoporose verhindern oder zumindest hinauszögern. Eine ausreichende Versorgung mit Kalzium und Vitamin D, regelmäßige Bewegung, Nichtrauchen und ein moderater Alkoholkonsum sind die wichtigsten Maßnahmen. Auch ein gesundes Körpergewicht ist hilfreich.
Früherkennungsprogramme
Die Knochendichtemessung (DXA) ist die wichtigste Screening-Methode. Sie wird Frauen ab 65 Jahren und Männern ab 70 Jahren empfohlen. Bei Risikofaktoren (z. B. frühere Knochenbrüche, langjährige Kortison-Einnahme) kann auch früher ein Screening sinnvoll sein. Sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt darüber.
Komplikationen
Unbehandelt
- Knochenbrüche an Hüfte, Wirbelsäule oder Handgelenk – bereits nach einem leichten Sturz.
- Chronische Schmerzen durch Wirbelbrüche.
- Verlust an Körpergröße und zunehmend gebeugte Haltung.
- Eingeschränkte Beweglichkeit und Verlust an Selbstständigkeit.
- Erhöhtes Risiko für weitere Brüche.
Langzeitprognose
Mit einer frühzeitigen Diagnose und richtigen Behandlung ist die Prognose gut. Die meisten Menschen mit Osteoporose können Brüche vermeiden und ein aktives, selbstbestimmtes Leben führen. Moderne Medikamente und Lebensstilmaßnahmen wirken zuverlässig. Auch nach einem Bruch lässt sich durch Rehabilitation und Therapie viel erreichen. Bleiben Sie zuversichtlich und arbeiten Sie eng mit Ihrem Arzt zusammen.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 19. Juli 2026
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