prostate screening test preparation
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Die Prostata-Vorsorgeuntersuchung (auch Prostata-Screening genannt) ist ein einfacher Test, mit dem Männer frühzeitig auf mögliche Erkrankungen der Prostata untersucht werden können. Dabei wird durch eine Blutabnahme der PSA-Wert gemessen und oft auch eine Tastuntersuchung durchgeführt.
Wichtige Fakten
- Die Untersuchung ist schmerzfrei und dauert nur wenige Minuten.
- Sie wird in der Regel ab 45 Jahren von der Krankenkasse übernommen.
- Ein erhöhter PSA-Wert bedeutet nicht automatisch Krebs – weitere Untersuchungen klären ab.
Ja, die Prostata-Vorsorgeuntersuchung wird in Deutschland jährlich von vielen Männern durchgeführt. Sie ist ein wichtiger Bestandteil der Gesundheitsvorsorge.
Sie betrifft hauptsächlich Männer ab 45 Jahren, aber auch jüngere Männer mit familiären Risiken können sie früher in Anspruch nehmen.
Symptome
- Komplette Harnverhaltung (Sie können gar nicht mehr urinieren und haben starke Schmerzen im Unterbauch) – rufen Sie sofort den Notruf 112.
- Plötzliche starke Schmerzen im unteren Rücken oder Becken, begleitet von Fieber und Schüttelfrost
- ⚠Blut im Urin, das nicht von einer Verletzung kommt
- ⚠Starke Schmerzen beim Wasserlassen, die länger als einen Tag anhalten
Häufige Symptome
- Häufiger Harndrang, besonders nachts
- Schwacher oder unterbrochener Harnstrahl
- Schmerzen oder Brennen beim Wasserlassen
- Blut im Urin oder Ejakulat
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Altersbedingte Vergrößerung der Prostata, die Beschwerden beim Wasserlassen verursachen kann
- Plötzlicher Harndrang oder Unfähigkeit zu urinieren
Ursachen
Hauptursachen
- Mit zunehmendem Alter verändert sich die Prostata häufig – gutartige Vergrößerung (benigne Prostatahyperplasie) ist die häufigste Ursache.
- Entzündungen der Prostata (Prostatitis) können ebenfalls Beschwerden verursachen.
- Bösartige Veränderungen (Prostatakrebs) treten seltener auf, sind aber ernst zu nehmen.
Risikofaktoren
- Alter (über 50 Jahre)
- Familiäre Vorbelastung (z. B. Vater oder Bruder mit Prostatakrebs)
- Übergewicht und ungesunde Ernährung
- Rauchen
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn Sie plötzlich kein Wasser mehr lassen können (Harnverhaltung).
- Wenn Sie starke Schmerzen im Unterleib oder Becken haben.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Ab dem 45. Lebensjahr zur jährlichen Vorsorgeuntersuchung beim Urologen.
- Bei Beschwerden wie häufigem Harndrang oder schwachem Harnstrahl bereits früher.
Diagnose
Die Prostata-Vorsorgeuntersuchung besteht in der Regel aus einem Gespräch, einer Blutabnahme (PSA-Test) und einer Tastuntersuchung (digitale rektale Untersuchung).
Mögliche Untersuchungen
- PSA-Test: Misst das prostataspezifische Antigen im Blut – ein Wert, der auf Veränderungen hinweisen kann.
- Digitale rektale Untersuchung (DRU): Der Arzt tastet die Prostata durch den Enddarm ab, um Größe, Form und Beschaffenheit zu prüfen.
- Bei auffälligen Befunden folgen oft ein MRT oder eine Gewebeprobe (Biopsie).
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Sie werden gebeten, vor der Blutabnahme 24 Stunden keinen Geschlechtsverkehr zu haben und keine intensiven Fahrradtouren zu machen, da dies den PSA-Wert kurzzeitig erhöhen kann. Informieren Sie Ihren Arzt über alle Medikamente, die Sie einnehmen. Die Tastuntersuchung dauert nur etwa 30 Sekunden und ist kaum schmerzhaft.
Behandlung
Falls die Vorsorgeuntersuchung auffällig ist, werden weitere Tests durchgeführt. Die Behandlung richtet sich nach der genauen Ursache und kann von abwartendem Beobachten bis zu medikamentösen oder operativen Maßnahmen reichen.
Selbsthilfe zu Hause
- Trinken Sie ausreichend Wasser, aber nicht unmittelbar vor der Blutabnahme.
- Vermeiden Sie 24 Stunden vor dem PSA-Test Geschlechtsverkehr und starke körperliche Belastung (z. B. Radfahren).
- Entspannen Sie sich vor der Untersuchung – Anspannung kann den PSA-Wert leicht erhöhen.
Medizinische Behandlungen
Bei gutartiger Prostatavergrößerung können Medikamente eingesetzt werden, die das Wasserlassen erleichtern. Bei Krebserkrankungen kommen je nach Stadium Operation, Bestrahlung oder Hormontherapie infrage – Ihr Arzt bespricht mit Ihnen die beste Option. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach Behandlungsmöglichkeiten.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation wird in der Regel nur dann empfohlen, wenn Medikamente nicht ausreichen oder bei bösartigen Veränderungen in einem bestimmten Stadium.
Leben mit der Erkrankung
Nach einer unauffälligen Vorsorgeuntersuchung können Sie Ihren Alltag wie gewohnt fortsetzen. Bei auffälligen Befunden folgen weitere Termine – bleiben Sie in engem Kontakt mit Ihrem Arzt.
Tipps für den Alltag
- Bewegen Sie sich regelmäßig – das fördert die Durchblutung und kann Prostataproblemen vorbeugen.
- Vermeiden Sie langes Sitzen auf harten Untergründen.
- Nehmen Sie an Vorsorgeuntersuchungen regelmäßig teil.
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und wenig rotem Fleisch kann die Prostata gesund halten. Bewegung – etwa tägliche Spaziergänge – unterstützt das Wohlbefinden.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Die Sorge vor einem auffälligen Befund kann belasten. Sprechen Sie mit Ihrem Partner oder einem Freund darüber. Bei anhaltenden Ängsten hilft ein Gespräch mit Ihrem Arzt oder einer psychosozialen Beratungsstelle.
Vorbeugung
Eine gesunde Lebensweise mit ausgewogener Ernährung, Bewegung und Verzicht auf Rauchen kann das Risiko für Prostataerkrankungen senken. Die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung ist die beste Methode, um frühzeitig zu handeln.
Früherkennungsprogramme
Die Vorsorgeuntersuchung ab 45 Jahren dient der Früherkennung. Männer mit familiärer Vorbelastung können bereits ab 40 Jahren mit ihrem Arzt über ein Screening sprechen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Fortschreiten einer gutartigen Vergrößerung mit zunehmenden Beschwerden beim Wasserlassen
- Bei Krebs: Risiko von Metastasen, wenn die Erkrankung nicht früh erkannt wird
- Akute Harnverhaltung, die notfallmäßig behandelt werden muss
Langzeitprognose
Die meisten Prostataerkrankungen sind gut behandelbar, insbesondere wenn sie früh erkannt werden. Die Vorsorgeuntersuchung gibt Ihnen die Chance, rechtzeitig zu handeln. Bleiben Sie zuversichtlich – moderne Medizin hat viele Behandlungsmöglichkeiten.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 18. Juli 2026
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