Überblick über Spezialtests beim Zahnen
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Zahnen ist ein natürlicher Vorgang, bei dem die ersten Zähne durch das Zahnfleisch brechen. In den meisten Fällen verläuft das Zahnen ohne Komplikationen. Manchmal können jedoch Symptome auftreten, die eine ärztliche Abklärung erfordern. Spezialtests helfen dabei, andere Erkrankungen auszuschließen.
Wichtige Fakten
- Zahnen beginnt meist im Alter von 6 bis 12 Monaten.
- Typische Anzeichen sind vermehrtes Sabbern, Unruhe und ein leicht erhöhtes Temperaturgefühl.
- Fieber über 38,5 °C oder Durchfall sind nicht auf das Zahnen zurückzuführen – hier ist eine ärztliche Abklärung nötig.
Zahnen betrifft jedes Kind. Spezialtests sind nur selten nötig, wenn die Symptome ungewöhnlich stark sind oder auf eine andere Erkrankung hinweisen.
Das Zahnen betrifft Säuglinge und Kleinkinder, meist im Alter von 6 bis 24 Monaten.
Symptome
- Anhaltendes hohes Fieber über 39 °C
- Krampfanfälle
- Bewusstlosigkeit oder schwere Teilnahmslosigkeit
- ⚠Fieber über 38,5 °C ohne erkennbare Ursache
- ⚠Starker Durchfall oder Erbrechen
- ⚠Starke Schmerzen, die das Essen oder Trinken verhindern
- ⚠Blut im Stuhl
Häufige Symptome
- Geschwollenes, gerötetes Zahnfleisch
- Vermehrtes Sabbern
- Unruhe und vermehrtes Weinen
- Kauen auf Gegenständen oder Fingern
- Leicht erhöhte Körpertemperatur (unter 38 °C)
Symptome bei Kindern
- Die oben genannten Symptome treten bei den meisten Kindern auf.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Nicht zutreffend – Zahnen betrifft nur Säuglinge und Kleinkinder.
Ursachen
Hauptursachen
- Das Zahnen wird durch den Durchbruch der Zähne durch das Zahnfleisch verursacht. Dies ist ein natürlicher Entwicklungsprozess.
Risikofaktoren
- Es gibt keine bekannten Risikofaktoren für das Zahnen selbst. Bestimmte Erkrankungen (z.B. Fieberkrämpfe, Infektionen) können jedoch ähnliche Symptome hervorrufen und müssen abgegrenzt werden.
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei Fieber über 38,5 °C, das länger als 24 Stunden anhält
- Bei starkem Durchfall oder Erbrechen
- Wenn das Kind kaum trinkt oder isst
- Bei Anzeichen einer schweren Infektion (z.B. Hautausschlag, steifer Nacken)
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Bei anhaltender Unruhe oder Schmerzen, die die Eltern verunsichern
- Wenn das Zahnen später beginnt als erwartet (normalerweise bis zum 18. Lebensmonat sollten die ersten Zähne durchbrechen)
Diagnose
Die Diagnose beim Zahnen erfolgt meist anhand der typischen Symptome und einer körperlichen Untersuchung. Falls ungewöhnliche Symptome auftreten, können spezielle Tests helfen, andere Ursachen auszuschließen.
Mögliche Untersuchungen
- Körperliche Untersuchung (Abtasten des Zahnfleischs, Fieber messen)
- Blutuntersuchung (z.B. bei Verdacht auf eine Infektion)
- Urinuntersuchung (bei Fieber ohne erkennbare Ursache)
- Bildgebende Verfahren wie Röntgen (selten, z.B. bei Verdacht auf Zahnfehlstellungen oder Verletzungen)
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Der Arzt wird zunächst die Symptome genau erfragen und das Kind untersuchen. Falls nötig, wird er weitere Tests anordnen. Meist reicht eine einfache Untersuchung des Mundraums aus, um zu bestätigen, dass das Zahnen die Ursache ist. Bei auffälligen Befunden erfolgt eine Überweisung an einen Kinderzahnarzt oder Kinderarzt.
Behandlung
Die Behandlung beim Zahnen konzentriert sich auf die Linderung der Beschwerden. Medikamente sind in der Regel nicht notwendig. In seltenen Fällen können schmerzlindernde Mittel eingesetzt werden – nur nach ärztlicher Anweisung.
Selbsthilfe zu Hause
- Kühlen: Ein sauberer, gekühlter Beißring oder eine kalte Baby-Möhre können helfen (keine gefrorenen Gegenstände).
- Sanftes Massieren des Zahnfleischs mit einem sauberen Finger.
- Trockenhalten der Haut um den Mund herum, um Hautreizungen durch Speichel zu vermeiden.
- Ausreichend Flüssigkeit anbieten, insbesondere bei leicht erhöhter Temperatur.
Medizinische Behandlungen
Bei starken Schmerzen kann der Arzt nach eingehender Untersuchung ein altersgerechtes Schmerzmittel empfehlen. Hierfür sind keine spezifischen Medikamente oder Dosierungen genannt. Zahnungsgels sollten nur nach ärztlicher Anweisung verwendet werden, da sie manchmal Inhaltsstoffe enthalten, die bei Säuglingen nicht empfohlen werden.
Wann kommt eine Operation infrage?
Chirurgische Eingriffe sind beim Zahnen nicht erforderlich. Nur bei Komplikationen wie Zahnfehlstellungen oder zurückgebliebenen Zähnen im Erwachsenenalter kann eine Operation nötig sein – dies ist jedoch kein Thema des normalen Zahnens.
Leben mit der Erkrankung
Das Zahnen ist eine vorübergehende Phase. Mit einfachen Mitteln wie Beißringen und viel Geduld lassen sich die Beschwerden meist gut lindern. Achten Sie auf eine gute Mundhygiene, auch wenn noch keine Zähne sichtbar sind.
Tipps für den Alltag
- Regelmäßige sanfte Reinigung des Zahnfleischs mit einem weichen Tuch.
- Vermeiden Sie zuckerhaltige Getränke oder Schnuller mit Zucker.
- Viel Kuscheln und Zuwendung helfen dem Kind, die Unruhe zu überstehen.
Ernährung und Bewegung
Stillen oder Flaschenmilch reichen als Nahrung aus. Mit Beginn der Beikost können kühle, weiche Lebensmittel (z.B. püriertes Obst) die Beschwerden lindern. Bewegung an der frischen Luft ist weiterhin möglich.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Die Eltern können durch die ständige Unruhe des Kindes belastet sein. Es ist normal, sich manchmal überfordert zu fühlen. Holen Sie sich Unterstützung von Partner, Familie oder Freunden.
Vorbeugung
Das Zahnen ist ein natürlicher Vorgang und lässt sich nicht verhindern. Die Beschwerden können jedoch mit den genannten Selbsthilfemaßnahmen gemildert werden.
Impfungen
Impfungen sind nach dem empfohlenen Impfkalender unabhängig vom Zahnen durchführbar. Bei Fieber oder anderen Symptomen sollte der Impftermin jedoch verschoben werden – besprechen Sie dies mit Ihrem Arzt.
Früherkennungsprogramme
Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Kinderarzt (U-Untersuchungen) helfen, Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen. Diese sind in Deutschland Standard.
Komplikationen
Unbehandelt
- In seltenen Fällen kann es zu einer Zahnfleischentzündung oder einer Abszessbildung kommen.
- Sehr selten können bleibende Zähne geschädigt werden, wenn die Milchzähne nicht richtig durchbrechen.
Langzeitprognose
Das Zahnen ist eine vorübergehende Phase, die bei fast allen Kindern ohne bleibende Schäden verläuft. Die Symptome klingen in der Regel nach dem Durchbruch der Zähne ab. Treten jedoch ernste Symptome auf, ist eine ärztliche Abklärung wichtig, um andere Erkrankungen auszuschließen. Mit der richtigen Unterstützung wird diese Zeit gut überstanden.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 30. Juli 2026
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