Sehkraft: Bluttest erklärt
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Ein Seh-Bluttests ist eine Blutuntersuchung, die Hinweise auf Erkrankungen geben kann, die die Sehkraft beeinträchtigen. Dabei werden bestimmte Werte im Blut gemessen, wie zum Beispiel der Blutzucker, das Cholesterin oder bestimmte Vitamine. Diese Werte können Aufschluss über mögliche Ursachen für Sehstörungen geben, etwa bei Diabetes (Zuckerkrankheit) oder bei einem Mangel an Vitamin A.
Wichtige Fakten
- Ein Seh-Bluttests untersucht das Blut auf Stoffe, die mit der Augengesundheit zusammenhängen.
- Er kann helfen, die Ursache von Sehstörungen zu finden, zum Beispiel bei Durchblutungsstörungen oder Entzündungen.
- Der Test wird in der Regel von einem Augenarzt oder einem Hausarzt veranlasst.
Ein Seh-Bluttests ist keine Routineuntersuchung, sondern wird gezielt eingesetzt, wenn der Verdacht auf bestimmte Grunderkrankungen besteht, die die Sehkraft beeinflussen können.
Der Test kann bei Erwachsenen jeden Alters durchgeführt werden, vor allem aber bei Menschen mit Risikofaktoren wie Diabetes, Bluthochdruck oder familiärer Vorbelastung für Augenerkrankungen.
Symptome
- Plötzlicher Sehverlust auf einem oder beiden Augen
- Schwere Augenschmerzen mit Übelkeit oder Erbrechen
- Plötzliches Auftreten von Blitzen oder Schatten im Gesichtsfeld
- ⚠Anhaltende Doppelbilder
- ⚠Rötung oder Schwellung des Auges mit Sehstörungen
- ⚠Schleimhaut oder Eiter aus dem Auge
Häufige Symptome
- Verschwommenes Sehen
- Doppelbilder sehen
- Eingeschränktes Gesichtsfeld (Sie sehen nur einen Teil des Raumes)
- Lichtempfindlichkeit
- Schwierigkeiten beim Sehen in der Dämmerung
Symptome bei Kindern
- Häufiges Blinzeln oder Reiben der Augen
- Kopfschmerzen nach dem Lesen
- Schielen
- Unerklärliche Konzentrationsschwierigkeiten in der Schule
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Plötzliche oder allmähliche Verschlechterung der Sehkraft
- Verzerrtes Sehen (gerade Linien erscheinen wellig)
- Blendungsempfindlichkeit
- Probleme beim Lesen oder Erkennen von Gesichtern
Ursachen
Hauptursachen
- Hoher Blutzucker (Diabetes) kann die feinen Blutgefäße in der Netzhaut schädigen.
- Hoher Blutdruck (Hypertonie) belastet die Augengefäße.
- Vitaminmangel, vor allem Vitamin A, kann die Nachtsicht beeinträchtigen.
- Entzündliche Erkrankungen wie Uveitis (Entzündung der inneren Augenhaut).
- Durchblutungsstörungen im Auge oder im Gehirn.
Risikofaktoren
- Über 60 Jahre alt
- Rauchen
- Übergewicht (Adipositas)
- Familiäre Vorbelastung für Augenerkrankungen
- Chronische Erkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Plötzlicher Sehverlust oder starke Augenschmerzen
- Wenn Sie plötzlich Blitze, Schatten oder einen Vorhang vor dem Auge sehen
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Regelmäßige Augenuntersuchungen ab dem 40. Lebensjahr
- Wenn Sie an Diabetes oder Bluthochdruck leiden, mindestens einmal jährlich eine Kontrolle
- Bei anhaltenden Sehstörungen, auch wenn sie nur leicht sind
Diagnose
Der Arzt führt zunächst eine ausführliche Befragung (Anamnese) durch und untersucht Ihre Augen. Ein Seh-Bluttests kann dann helfen, die Ursache zu finden.
Mögliche Untersuchungen
- Blutentnahme: Dabei werden Werte wie Blutzucker (Nüchternblutzucker), HbA1c (Langzeitblutzucker), Cholesterin und bestimmte Vitamine gemessen.
- Weitere Blutuntersuchungen: Je nach Verdacht können auch Entzündungswerte oder Antikörper getestet werden.
- Ergänzende Augenuntersuchungen: Zum Beispiel eine Spaltlampenuntersuchung (ein Mikroskop für das Auge) oder eine Netzhautuntersuchung.
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Für die Blutentnahme müssen Sie in der Regel nüchtern kommen (mindestens 8 Stunden nichts essen). Der Arzt erklärt Ihnen vorher, ob das nötig ist. Die Blutabnahme dauert nur wenige Minuten und ist meist nicht schmerzhaft. Die Ergebnisse besprechen Sie dann bei einem weiteren Termin.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache. Ein Seh-Bluttests allein wird nicht behandelt, er liefert nur Hinweise.
Selbsthilfe zu Hause
- Bei Diabetes: Achten Sie auf Ihre Blutzuckerwerte und folgen Sie den Empfehlungen Ihres Arztes.
- Bei Bluthochdruck: Reduzieren Sie Salz, vermeiden Sie Stress und bewegen Sie sich regelmäßig.
- Bei Vitaminmangel: Essen Sie ausgewogen und fragen Sie Ihren Arzt, ob Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll sind.
Medizinische Behandlungen
Je nach Grunderkrankung kann eine Behandlung mit Medikamenten, Augentropfen oder Injektionen in das Auge nötig sein. Ihr Arzt wird mit Ihnen die beste Therapie besprechen. Bei Entzündungen können Kortisonpräparate eingesetzt werden. (Hinweis: Konkrete Medikamentennamen werden hier nicht genannt – sprechen Sie mit Ihrem Arzt.)
Wann kommt eine Operation infrage?
In manchen Fällen, zum Beispiel bei fortgeschrittener diabetischer Retinopathie (Schädigung der Netzhaut durch Diabetes), kann eine Operation oder eine Laserbehandlung notwendig sein.
Leben mit der Erkrankung
Leben Sie gesund: Achten Sie auf Ihren Blutzucker und Blutdruck. Tragen Sie eine Sonnenbrille bei starker Sonne und machen Sie regelmäßige Pausen bei Bildschirmarbeit.
Tipps für den Alltag
- Nicht rauchen
- Ausreichend schlafen
- Stress vermeiden
- Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten unterstützt die Augengesundheit. Auch Bewegung hilft, den Blutdruck zu senken und das Gewicht zu kontrollieren. Fragen Sie Ihren Arzt nach einem für Sie passenden Bewegungsprogramm.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Sehstörungen können belastend sein. Sorgen und Ängste sind verständlich. Tauschen Sie sich mit Freunden oder Ihrer Familie aus. Bei anhaltenden psychischen Problemen wenden Sie sich an Ihren Hausarzt oder an eine psychologische Beratungsstelle.
Vorbeugung
Nicht alle Augenerkrankungen lassen sich verhindern. Aber ein gesunder Lebensstil mit ausgewogener Ernährung, Bewegung und dem Vermeiden von Rauchen senkt das Risiko für Erkrankungen, die die Sehkraft beeinträchtigen.
Impfungen
Es gibt keine speziellen Impfungen gegen Augenerkrankungen. Die empfohlenen Impfungen (z. B. gegen Grippe) sollten aber wahrgenommen werden, da sie allgemein das Immunsystem stärken.
Früherkennungsprogramme
Ab dem 40. Lebensjahr wird eine regelmäßige Augenuntersuchung empfohlen. Bei Risikofaktoren wie Diabetes oder Bluthochdruck sollten Sie jährlich zur Kontrolle gehen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Verschlechterung des Sehvermögens bis zur Erblindung
- Dauerhafte Schädigung der Netzhaut
- Erhöhtes Sturzrisiko durch Sehstörungen
- Verschlechterung der Grunderkrankung (z. B. unkontrollierter Diabetes)
Langzeitprognose
Rechtzeitig erkannt und behandelt, können die meisten Augenerkrankungen gut kontrolliert werden. Die Prognose ist umso besser, je früher die Ursache gefunden wird. Auch bei fortgeschrittenen Störungen stehen heute viele Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, um das Sehvermögen zu erhalten oder zu verbessern. Bleiben Sie in regelmäßigem Kontakt mit Ihrem Arzt.
Unterstützung finden
Lokale Organisationen
- Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) · Deutschland
- Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA) · Deutschland
Hilfetelefone
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2026
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