Sehscreening: Vorbereitung
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Ein Sehtest ist eine einfache, schmerzlose Untersuchung, mit der Ihr Augenarzt oder Optiker prüft, wie gut Sie sehen. Dabei werden verschiedene Methoden verwendet, um festzustellen, ob Sie eine Brille oder Kontaktlinsen brauchen oder ob eine Augenerkrankung vorliegt.
Wichtige Fakten
- Sehtests sind wichtig für Kinder, Erwachsene und ältere Menschen.
- Sie dauern meist nur 15 bis 30 Minuten und sind nicht schmerzhaft.
- Zur Vorbereitung müssen Sie nichts Besonderes tun – nur Ihre normale Sehhilfe mitbringen, falls vorhanden.
Ja, Sehtests gehören zu den häufigsten medizinischen Untersuchungen. Die meisten Menschen lassen im Laufe ihres Lebens mehrmals ihre Sehkraft überprüfen.
Jeder kann einen Sehtest brauchen – besonders Kinder im Schulalter, Erwachsene ab 40 Jahren und Menschen mit bestimmten Erkrankungen wie Diabetes.
Symptome
- Plötzlicher Sehverlust auf einem Auge
- Starke Augenschmerzen mit Übelkeit oder Erbrechen
- Plötzliches Auftreten von vielen schwarzen Punkten oder Blitzen im Sichtfeld
- ⚠Rötung oder Schwellung eines Auges, die nicht besser wird
- ⚠Doppelbilder, die plötzlich auftreten
- ⚠Augenverletzung
Häufige Symptome
- Verschwommenes Sehen
- Doppelbilder sehen
- Schwierigkeiten beim Lesen oder Autofahren in der Nacht
- Häufiges Blinzeln oder Augenreiben
Symptome bei Kindern
- Schielen oder ein Auge, das nach innen oder außen abweicht
- Kopfschmerzen nach dem Lesen
- Sehr kurze Aufmerksamkeitsspanne beim Anschauen von Bildern
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Probleme beim Lesen kleiner Buchstaben
- Verschlechterung des Sehvermögens bei Dämmerung
- Häufiges Stolpern oder Unsicherheit beim Gehen
Ursachen
Hauptursachen
- Kurzsichtigkeit (Myopie) – man sieht in der Ferne unscharf
- Weitsichtigkeit (Hyperopie) – man sieht in der Nähe unscharf
- Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) – verzerrtes Sehen
- Altersweitsichtigkeit (Presbyopie) – ab etwa 40 Jahren wird das Lesen schwieriger
Risikofaktoren
- Alter (über 40 Jahre)
- Familienangehörige mit Sehproblemen
- Diabetes oder Bluthochdruck
- Lange Bildschirmarbeit ohne Pausen
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei plötzlichen Sehstörungen wie oben unter „Notfall“ beschrieben
- Wenn Sie einen Fremdkörper im Auge vermuten
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Alle 1–2 Jahre für Erwachsene ohne Probleme
- Jährlich für Kinder im Vorschul- und Schulalter
- Alle 1–2 Jahre für Menschen mit Diabetes oder anderen Risikofaktoren
Diagnose
Der Sehtest wird in einer Augenarztpraxis oder beim Optiker durchgeführt. Sie müssen nichts Besonderes tun – bringen Sie nur Ihre bisherige Brille oder Kontaktlinsen mit, falls Sie welche tragen.
Mögliche Untersuchungen
- Sehschärfetest (Visusprüfung): Sie lesen Buchstaben oder Symbole auf einer Tafel in unterschiedlichen Entfernungen.
- Refraktionsmessung: Mit einem Gerät wird gemessen, welche Brillenstärke Sie brauchen.
- Spaltlampenuntersuchung: Der Arzt betrachtet die vorderen Teile Ihres Auges unter einer Lampe.
- Augenhintergrunduntersuchung: Nach Augentropfen wird der hintere Teil des Auges untersucht.
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Der Arzt oder die Ärztin wird Sie bitten, auf eine Tafel zu schauen und Buchstaben vorzulesen. Manchmal werden Augentropfen gegeben, um die Pupillen zu weiten – danach sehen Sie für einige Stunden verschwommen, also lassen Sie sich besser fahren. Der gesamte Termin dauert meist 20–30 Minuten.
Behandlung
Falls der Sehtest eine Sehschwäche oder Augenerkrankung zeigt, gibt es verschiedene Behandlungen. Diese richten sich nach der genauen Ursache und werden mit Ihrem Arzt besprochen.
Selbsthilfe zu Hause
- Tragen Sie Ihre verordnete Brille oder Kontaktlinsen regelmäßig.
- Machen Sie bei Bildschirmarbeit alle 20 Minuten eine Pause und schauen Sie in die Ferne.
- Schützen Sie Ihre Augen vor UV-Strahlung mit einer Sonnenbrille.
Medizinische Behandlungen
Bei Sehfehlern wie Kurzsichtigkeit oder Weitsichtigkeit werden meist Brillen oder Kontaktlinsen verordnet. Bei bestimmten Erkrankungen gibt es Augentropfen oder Laserverfahren – Ihr Arzt wird Ihnen die Optionen erklären. Nennen Sie keine bestimmten Medikamente.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation kann bei Grauem Star (Katarakt) oder schweren Hornhautverkrümmungen nötig sein. Auch eine refraktive Chirurgie (z. B. LASIK) wird manchmal angeboten – das besprechen Sie am besten mit Ihrem Augenarzt.
Leben mit der Erkrankung
Mit einer Sehschwäche können Sie gut leben, wenn Sie Ihre Sehhilfe regelmäßig tragen und die Augenuntersuchungen einhalten. Achten Sie auf eine gute Beleuchtung beim Lesen und Arbeiten.
Tipps für den Alltag
- Planen Sie regelmäßige Sehtests ein – Ihr Arzt sagt Ihnen, wie oft.
- Vermeiden Sie langes Starren auf Bildschirme ohne Pause.
- Bewegen Sie sich im Freien und ernähren Sie sich ausgewogen – das kommt auch den Augen zugute.
Ernährung und Bewegung
Eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse (z. B. Karotten, Spinat, Beeren) kann die Augengesundheit unterstützen. Bewegung verbessert die Durchblutung und senkt das Risiko für Augenerkrankungen wie Glaukom.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Wenn Sie plötzlich schlechter sehen, kann das verunsichern oder ängstigen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber – in der Regel lässt sich das Problem gut behandeln. Fühlen Sie sich nicht allein, suchen Sie sich bei Bedarf seelische Unterstützung.
Vorbeugung
Viele Sehprobleme lassen sich nicht verhindern, aber Sie können das Risiko von Folgeschäden senken, indem Sie regelmäßig zur Vorsorge gehen. Schützen Sie Ihre Augen vor Verletzungen (z. B. bei Heimwerken mit Schutzbrille).
Früherkennungsprogramme
Ja, Sehtests sind eine Form des Screenings. Für Kinder und Erwachsene gibt es klare Empfehlungen, wie oft sie durchgeführt werden sollten. Ihr Hausarzt oder Augenarzt kann Sie beraten.
Komplikationen
Unbehandelt
- Fortschreiten der Sehschwäche
- Schulprobleme bei Kindern (weil sie nicht richtig sehen)
- Erhöhtes Unfallrisiko, z. B. beim Autofahren
- Unbehandelte Augenerkrankungen wie Grüner Star können zur Erblindung führen
Langzeitprognose
Die gute Nachricht: Die meisten Sehprobleme lassen sich sehr gut behandeln. Mit einer Brille, Kontaktlinsen oder einer OP können Sie fast immer wieder gut sehen. Nur wenn Sie die Kontrollen vernachlässigen, kann es zu bleibenden Schäden kommen.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2026
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