PMS-Beschwerden lindern: So senken Sie Ihr Risiko
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
PMS (prämenstruelles Syndrom) ist eine Gruppe von körperlichen und seelischen Beschwerden, die bei Frauen in den Tagen vor der Monatsblutung auftreten. Nach der Blutung verschwinden die Beschwerden meist wieder.
Wichtige Fakten
- PMS ist weit verbreitet und kein Zeichen einer schweren Krankheit.
- Die Beschwerden lassen sich oft durch einen gesunden Lebensstil deutlich verringern.
- Nehmen Sie Beschwerden ernst und sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin.
Ja. Etwa drei von vier Frauen haben im gebärfähigen Alter mindestens einmal PMS-ähnliche Beschwerden. Bei etwa jeder zwanzigsten Frau sind die Symptome so stark, dass sie den Alltag beeinträchtigen.
PMS betrifft Frauen und Mädchen in der geschlechtsreifen Zeit – also von der ersten Regelblutung bis zu den Wechseljahren. Die Beschwerden können in verschiedenen Lebensphasen unterschiedlich stark ausfallen.
Symptome
- Wenn Sie Gedanken haben, sich selbst zu verletzen, oder das Gefühl haben, sich in einer Notlage zu befinden, wählen Sie sofort die 112.
- ⚠Sehr starke Unterleibsschmerzen, die nicht nachlassen
- ⚠Anhaltende depressive Verstimmung oder Angstzustände, die den Alltag unmöglich machen
- ⚠Blutungen, die deutlich stärker oder ungewöhnlich sind
Häufige Symptome
- Stimmungsschwankungen oder Gereiztheit
- Spannungsgefühl oder Empfindlichkeit der Brüste
- Müdigkeit und Antriebslosigkeit
- Blähungen und Völlegefühl
- Kopfschmerzen oder Rückenschmerzen
- Appetitveränderungen oder Heißhunger
Symptome bei Kindern
- Bei jungen Mädchen sind die Beschwerden oft ähnlich wie bei erwachsenen Frauen. Häufig kommen Unterleibsschmerzen und Stimmungstiefs vor.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- In den Jahren vor den Wechseljahren (Perimenopause) können PMS-Beschwerden manchmal stärker werden. Nach der Menopause verschwinden sie in der Regel.
Ursachen
Hauptursachen
- Der genaue Grund ist nicht vollständig erforscht. Man geht davon aus, dass die Schwankungen der weiblichen Geschlechtshormone in der zweiten Zyklushälfte eine Rolle spielen.
- Auch der Botenstoff Serotonin im Gehirn wird beeinflusst, was Stimmung und Antrieb verändern kann.
Risikofaktoren
- Stress und wenig Schlaf
- Bewegungsmangel
- Ungesunde Ernährung mit viel Zucker und Fertigprodukten
- Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum
- Starkes Übergewicht
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn die Beschwerden so stark sind, dass Sie nicht arbeiten oder zur Schule gehen können.
- Wenn Sie Gedanken an Selbstverletzung haben.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn PMS-Symptome regelmäßig auftreten und Sie belasten.
- Wenn Sie unsicher sind, was die Beschwerden auslöst.
Diagnose
Ihr Arzt oder Ihre Ärztin fragt Sie nach Ihren Beschwerden und deren Dauer. Es gibt keinen Bluttest, der PMS direkt nachweist. Häufig wird empfohlen, einen Menstruationskalender oder ein Beschwerdetagebuch zu führen.
Mögliche Untersuchungen
- Genaue Befragung (Anamnese)
- Körperliche Untersuchung
- Bei Bedarf Blutuntersuchung, um andere Ursachen wie Schilddrüsenprobleme auszuschließen
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Untersuchungen sind in der Regel schmerzfrei und dauern nicht lange. Ein offenes Gespräch über Zyklus und Beschwerden hilft, die Diagnose zu sichern. Die Vorgehensweise orientiert sich an aktuellen medizinischen Leitlinien.
Behandlung
Die Behandlung von PMS beginnt meist mit Änderungen im Alltag. Wenn das nicht reicht, gibt es medizinische Optionen, die Ihr Arzt oder Ihre Ärztin mit Ihnen besprechen kann. Dabei werden aktuelle Leitlinien, auch der AWMF, berücksichtigt.
Selbsthilfe zu Hause
- Regelmäßige Bewegung wie Spazierengehen, Radfahren oder Schwimmen
- Entspannungsverfahren wie autogenes Training oder Yoga
- Ausreichend Schlaf und feste Ruhephasen
- Wärme anwenden, zum Beispiel mit einer Wärmflasche auf dem Unterbauch
- Koffein und Alkohol reduzieren
Medizinische Behandlungen
Ihr Arzt kann je nach Ursache und Schweregrad verschiedene Behandlungen vorschlagen, zum Beispiel Hormonpräparate, pflanzliche Wirkstoffe oder andere verschreibungspflichtige Medikamente. Lassen Sie sich ausführlich beraten und erwähnen Sie auch mögliche Nebenwirkungen.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation ist bei PMS nur in sehr schweren und seltenen Fällen eine Option. Ihr Arzt wird diese Möglichkeit nur nach intensiver Abklärung besprechen.
Leben mit der Erkrankung
Manche Frauen führen ein Tagebuch, um Muster zu erkennen. So können Sie sich auf schwierige Tage vorbereiten. Achten Sie in der zweiten Zyklushälfte besonders auf genügend Pausen.
Tipps für den Alltag
- Bewegung einbauen, auch wenn die Motivation gering ist
- Feste Schlafzeiten einhalten
- Stress reduzieren, zum Beispiel mit Atemübungen
- Sich selbst etwas Gutes tun, ohne schlechtes Gewissen
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse, Vollkornprodukten und gesunden Fetten kann helfen. Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft baut Spannungen ab und hebt die Stimmung.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
PMS kann die Psyche belasten. Gereiztheit oder Stimmungstiefs sind unangenehm, aber sie gehören zum Syndrom dazu und sind nicht Ihre Schuld. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin, wenn Sie sich seelisch stark beeinträchtigt fühlen.
Vorbeugung
PMS lässt sich nicht immer verhindern, aber Sie können das Risiko für starke Beschwerden senken. Ein regelmäßiger Tagesrhythmus, Bewegung und Stressabbau haben sich als hilfreich erwiesen.
Impfungen
Es gibt keine Impfung gegen PMS.
Früherkennungsprogramme
Es gibt kein routinemäßiges Screening. Ein offenes Gespräch mit dem Frauenarzt oder der Frauenärztin ist aber bei wiederkehrenden Beschwerden sinnvoll.
Komplikationen
Unbehandelt
- Starke PMS kann die Lebensqualität erheblich einschränken.
- In seltenen Fällen kann eine sehr schwere Form auftreten, die prämenstruelle dysphorische Störung (PMDS). Dabei sind Stimmung und Alltag stark betroffen.
Langzeitprognose
Die meisten Frauen kommen mit PMS gut zurecht. Mit einer passenden Strategie – von Lebensstiländerungen bis zu ärztlicher Hilfe – lassen sich die Beschwerden meist deutlich bessern.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2026
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