Brustkrebsscreening: Früherkennung und was Sie erwartet
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Das Brustkrebsscreening ist eine Vorsorgeuntersuchung für Frauen ohne Beschwerden. Dabei wird die Brust regelmäßig mit einer Röntgenuntersuchung, der Mammographie, auf Anzeichen von Brustkrebs untersucht. Ziel ist es, Tumore in einem sehr frühen Stadium zu entdecken, in dem sie gut behandelbar sind.
Wichtige Fakten
- In Deutschland haben Frauen in einem bestimmten Alter alle zwei Jahre Anspruch auf eine Mammographie.
- Die Mammographie erkennt Brustkrebs früh, noch bevor er tastbar ist.
- Nicht jeder auffällige Befund ist Krebs – viele Veränderungen sind gutartig.
Ja. Das Mammographie-Screening wird in Deutschland seit vielen Jahren angeboten und von Millionen Frauen genutzt.
Das Screening richtet sich an Frauen ab 50 Jahren. Derzeit sind in Deutschland Frauen zwischen 50 und 75 Jahren alle zwei Jahre zur Mammographie eingeladen.
Symptome
- Plötzliche heftige Brustschmerzen mit Atemnot oder Bewusstseinsstörung: Rufen Sie sofort den Notruf 112.
- ⚠Ein neu aufgetretener Knoten oder eine Hautveränderung in der Brust: Suchen Sie zeitnah, am besten innerhalb einer Woche, eine Ärztin oder einen Arzt auf.
Häufige Symptome
- Ein Knoten oder eine Verhärtung in der Brust
- Veränderungen der Haut – etwa eine eingezogene Brustwarze oder Hautdellen
- Austritt von Flüssigkeit aus einer Brustwarze
- Anschwellen eines Teils der Brust oder der Achselhöhle
Ursachen
Hauptursachen
- Brustkrebs entsteht, wenn Zellen der Brustdrüse unkontrolliert zu wachsen beginnen.
- Die eindeutige Ursache dafür ist medizinisch noch nicht vollständig geklärt.
Risikofaktoren
- Höheres Lebensalter
- Erbliche Vorbelastung, zum Beispiel Veränderungen in den Genen BRCA1 oder BRCA2
- Langjährige Hormoneinnahme, etwa die „Pille“ oder eine Hormonersatztherapie
- Übergewicht und wenig körperliche Bewegung
- Regelmäßiger Alkoholkonsum
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn Sie ein neues Symptom an Ihrer Brust bemerken, zögern Sie nicht und nehmen Sie zeitnah Kontakt zu Ihrer gynäkologischen Praxis auf.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Nehmen Sie die Einladungen zum Mammographie-Screening wahr und vereinbaren Sie Ihren Vorsorgetermin alle zwei Jahre.
Diagnose
Das Brustkrebsscreening beginnt immer mit einer Mammographie, bei der die Brust geröntgt wird. Zusätzlich kann eine Tastuntersuchung oder Ultraschall durchgeführt werden. Falls eine Auffälligkeit entdeckt wird, folgen zur Abklärung weitere Schritte.
Mögliche Untersuchungen
- Mammographie (Röntgenaufnahme der Brust)
- Ultraschall der Brust (Sonographie)
- Magnetresonanztomographie (MRT), falls eine genauere Darstellung nötig ist
- Stanzbiopsie: Eine feine Nadel entnimmt Gewebeproben, die im Labor untersucht werden
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Mammographie dauert nur wenige Minuten. Ihre Brust wird dabei kurz zwischen zwei Platten zusammengedrückt, was unangenehm sein kann, aber die Bildqualität verbessert. Sie erhalten danach einen schriftlichen Befund und können das Ergebnis mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt besprechen.
Behandlung
Wenn tatsächlich Brustkrebs gefunden wird, erstellt ein spezialisiertes Behandlungsteam einen persönlichen Therapieplan. Die Wahl der Behandlung hängt von der Größe, Lage und Art des Tumors ab.
Selbsthilfe zu Hause
- Suchen Sie sich Unterstützung bei Familie und Freundinnen und Freunden.
- Fragen Sie bei Unsicherheit aktiv Ihr Behandlungsteam.
- Planen Sie Zeiten für Ruhe und Erholung ein.
Medizinische Behandlungen
Zu den möglichen Behandlungen gehören Operation, Strahlentherapie, medikamentöse Therapien (wie Hormontherapie, Chemotherapie und zielgerichtete Medikamente) sowie in manchen Fällen eine Antikörpertherapie. Die genaue Kombination wird individuell zusammengestellt und Ihnen ausführlich erklärt.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation ist bei Brustkrebs meist Teil der Behandlung. Dabei wird entweder nur der Tumor oder die gesamte Brust entfernt, je nach Befund und Entscheidung der Patientin.
Leben mit der Erkrankung
Nach einer Brustkrebsbehandlung finden regelmäßige Kontrolluntersuchungen statt. Darauf können Sie sich einstellen. Ein Team aus Ärztinnen, Ärzten, Pflegepersonen und Psychologinnen und Psychologen begleitet Sie dabei.
Tipps für den Alltag
- Bewegung in den Alltag einbauen, zum Beispiel zügige Spaziergänge.
- Auf ausreichend Schlaf und Entspannung achten.
- Tabak und übermäßigen Alkohol vermeiden.
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten kann das Wohlbefinden stärken. Körperliche Aktivität hilft, Kraft und Energie wiederzugewinnen. Ihr Behandlungsteam oder eine Ernährungsfachkraft kann Sie individuell beraten.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Die Diagnose Brustkrebs belastet seelisch. Es ist normal, sich ängstlich oder überfordert zu fühlen. Psychologische Unterstützung, etwa durch eine onkologische Psychotherapie oder Beratungsgespräche, gehört heute zu einem umfassenden Behandlungskonzept.
Vorbeugung
Brustkrebs lässt sich nicht mit Sicherheit verhindern. Aber ein gesunder Lebensstil mit regelmäßiger Bewegung, ausgewogener Ernährung, normalem Körpergewicht und wenig Alkohol kann das Erkrankungsrisiko etwas senken.
Impfungen
Eine Impfung gegen Brustkrebs gibt es nicht.
Früherkennungsprogramme
Die Mammographie ist in Deutschland ein etabliertes Früherkennungsprogramm. Sie dient nicht zur Vorbeugung, aber zur Entdeckung im frühen, gut behandelbaren Stadium.
Komplikationen
Unbehandelt
- Ein unbehandelter Brusttumor kann weiterwachsen und Tochtergeschwülste (Metastasen) in anderen Organen bilden.
- Ohne Behandlung kann Brustkrebs lebensbedrohlich werden.
Langzeitprognose
Wird Brustkrebs früh erkannt, sind die Heilungschancen in den meisten Fällen sehr gut. Die moderne Medizin bietet viele wirksame Behandlungen. Niemand bleibt mit der Diagnose allein.
Unterstützung finden
Lokale Organisationen
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2026
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