Menopause-Screening: Was in den Wechseljahren wichtig ist
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Das Menopause-Screening ist eine medizinische Untersuchung, die klären soll, ob eine Frau sich in den Wechseljahren befindet und wie sie diese Zeit am besten gesund bewältigen kann. Es ist keine einzelne Testmethode, sondern ein Gespräch mit der Ärztin oder dem Arzt, kombiniert mit gezielten Untersuchungen, wenn dies nötig ist.
Wichtige Fakten
- Die Wechseljahre sind eine natürliche Lebensphase und keine Krankheit.
- Die Diagnose stützt sich meist auf die Symptome und den Zyklusverlauf.
- Bluttests sind oft nicht nötig, helfen aber in unsicheren Fällen.
- Eine Hormontherapie ist nur eine von mehreren Möglichkeiten, Beschwerden zu lindern.
Die Wechseljahre betreffen jede Frau. Die meisten Frauen in Deutschland durchleben diese Phase zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr.
Betroffen sind Frauen in der Lebensmitte, meist zwischen 45 und 55 Jahren. Auch jüngere Frauen können betroffen sein, zum Beispiel nach einer Operation an den Eierstöcken oder nach bestimmten Krebsbehandlungen.
Symptome
- Sehr starke oder ungewöhnlich anhaltende Blutungen
- Schwindel mit Ohnmacht
- Starke Unterleibsschmerzen
- ⚠Ungewöhnlich starke Blutungen, die nicht aufhören
- ⚠Fieber
- ⚠Plötzlich auftretende starke Schmerzen
Häufige Symptome
- Unregelmäßige Monatsblutungen
- Hitzewallungen und Nachtschweiß
- Schlafstörungen
- Stimmungsschwankungen
- Trockenheit der Scheide
- Nachlassendes sexuelles Verlangen
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Nach den Wechseljahren lassen viele Beschwerden nach, aber das Risiko für Osteoporose (Knochenschwund) und Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigt. Deshalb sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen wichtig.
Ursachen
Hauptursachen
- Die Wechseljahre entstehen, weil die Eierstöcke ihre Hormonproduktion (Östrogen und Progesteron) allmählich verringern.
- Der Zeitpunkt ist genetisch mitbestimmt.
- Rauchen kann den Beginn der Wechseljahre früher eintreten lassen.
Risikofaktoren
- Rauchen
- Operation, bei der die Eierstöcke entfernt werden
- Krebsbehandlungen wie Chemotherapie oder Bestrahlung im Beckenbereich
- Bestimmte Grunderkrankungen der Eierstöcke
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Starke Blutungen, die den Alltag beeinträchtigen
- Schmierblutungen nach langer Pause ohne Regelblutung
- Schmerzen oder Druckgefühl im Unterleib
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Sie unsicher sind, ob Sie in den Wechseljahren sind
- Wenn Beschwerden wie Hitzewallungen oder Schlafprobleme Sie belasten
- Zur regelmäßigen Vorsorgeuntersuchung beim Frauenarzt
Diagnose
Die Ärztin oder der Arzt stellt die Diagnose meist anhand eines ausführlichen Gesprächs und Ihrer Zyklusangaben. Ein Bluttest ist nur in besonderen Fällen nötig, zum Beispiel wenn die Beschwerden untypisch sind oder die Frau jünger als 45 Jahre ist.
Mögliche Untersuchungen
- Gespräch über Symptome und Zyklusverlauf
- Blutuntersuchung auf Hormone (wie FSH) – nur bei Unsicherheit
- Schilddrüsenwerte, um andere Ursachen auszuschließen
- Vaginaler Ultraschall, falls die Blutung unklar ist
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Der Termin dauert meist 20 bis 30 Minuten. Sie werden nach Ihrem Zyklus, Ihren Beschwerden und Ihrer Krankengeschichte gefragt. Danach bespricht man mit Ihnen, ob weitere Untersuchungen sinnvoll sind.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach Ihren Beschwerden und Wünschen. Für viele Frauen reicht eine Beratung zu einem gesunden Lebensstil. Bei stärkeren Beschwerden gibt es wirksame Behandlungen, die Sie mit ärztlicher Begleitung auswählen können.
Selbsthilfe zu Hause
- Leichte Bewegung und Entspannungsübungen können Hitzewallungen lindern.
- Auf Alkohol und scharfe Speisen verzichten, da sie Wallungen auslösen können.
- Im Schlafzimmer für kühle Luft sorgen und leichte Kleidung tragen.
- Feste Schlafzeiten einhalten und abends Bildschirmzeit reduzieren.
Medizinische Behandlungen
Es gibt pflanzliche Präparate und auf Wunsch eine Hormontherapie. Die Hormontherapie wird individuell und so kurz wie möglich eingesetzt. Welche Option zu Ihnen passt, besprechen Sie ausführlich mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Auch eine lokale Hormoncreme gegen Scheidentrockenheit ist möglich – verwenden Sie diese nur nach Rücksprache.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation ist bei den Wechseljahren selbst nicht vorgesehen. Wenn eine andere Erkrankung die Entfernung der Eierstöcke nötig macht, führt das künstlich in die Wechseljahre – das wird dann gesondert besprochen.
Leben mit der Erkrankung
Die Wechseljahre sind eine Phase der Umstellung. Ein achtsamer Umgang mit sich selbst, ausreichend Pausen und der Austausch mit Freundinnen hilft vielen Frauen.
Tipps für den Alltag
- Regelmäßige Bewegung, am besten Ausdauer- und Krafttraining
- Entspannungstechniken wie Yoga oder Meditation
- Rauchen aufgeben und Alkohol reduzieren
- Soziale Kontakte pflegen und über Gefühle sprechen
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Vollkorn und kalziumreichen Lebensmitteln stärkt die Knochen. Regelmäßige Bewegung, zum Beispiel zügiges Spazierengehen oder Krafttraining, unterstützt den Körper in der Umstellung.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Die hormonelle Umstellung kann sich auf die Stimmung auswirken. Schlafprobleme und Hitzewallungen können zusätzlich belasten. Es ist wichtig, dass Sie ernst genommen werden – auch psychische Unterstützung kann helfen.
Vorbeugung
Die Wechseljahre sind eine natürliche Phase und lassen sich nicht verhindern. Sie können aber Beschwerden lindern und das Risiko für Folgeerkrankungen senken, indem Sie gesund leben.
Früherkennungsprogramme
Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Frauenarzt sind auch während der Wechseljahre wichtig. Dazu gehören Krebsvorsorge, Blutdruckmessung und gegebenenfalls eine Knochendichtemessung, wenn ein erhöhtes Osteoporose-Risiko besteht.
Komplikationen
Unbehandelt
- Ohne Behandlung können Schlafstörungen oder Hitzewallungen länger anhalten und die Lebensqualität stark beeinträchtigen.
- Nach der Menopause steigt das Risiko für Osteoporose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Langzeitprognose
Die Wechseljahre sind keine Krankheit und enden mit der Zeit. Viele Frauen fühlen sich nach dieser Phase befreit, weil die Monatsblutung aufhört und neue Energie entsteht. Mit guter Begleitung und einem gesunden Lebensstil können Sie diese Zeit positiv gestalten.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2026
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