Vorbereitung auf eine Atemwegsuntersuchung
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Eine Atemwegsuntersuchung ist ein Test oder ein Eingriff, bei dem Ärzte die Funktion Ihrer Lunge und Atemwege überprüfen. Dazu gehören zum Beispiel Lungenfunktionstests (Spirometrie) oder eine Bronchoskopie (eine Untersuchung der Atemwege mit einem dünnen Schlauch). Die Vorbereitung hilft, dass die Untersuchung sicher und genau durchgeführt werden kann.
Wichtige Fakten
- Die Vorbereitung ist meist einfach und umfasst Dinge wie nüchtern kommen, bestimmte Medikamente absetzen oder tief durchatmen üben.
- Manche Untersuchungen erfordern, dass Sie vorher keine schweren Mahlzeiten essen oder nicht rauchen.
- Sagen Sie Ihrem Arzt immer, welche Medikamente Sie einnehmen, da manche vor der Untersuchung pausiert werden müssen.
Ja, Atemwegsuntersuchungen werden sehr häufig durchgeführt, wenn Menschen Probleme mit der Atmung haben oder Ärzte die Lungenfunktion überprüfen möchten.
Sie betreffen Menschen jeden Alters, besonders aber Raucher, Menschen mit Asthma, COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) oder anderen Lungenerkrankungen.
Symptome
- Plötzliche, starke Atemnot
- Blaue Lippen oder Fingernägel
- Brustschmerzen, die in den Arm oder Kiefer ausstrahlen
- Bewusstlosigkeit oder Erstickungsgefühl
- ⚠Verschlechterung einer bekannten Lungenerkrankung trotz Medikamenten
- ⚠Hohes Fieber mit Husten und Atemnot
- ⚠Blut im Auswurf
Häufige Symptome
- Anhaltender Husten
- Kurzatmigkeit bei Belastung
- Keuchende oder pfeifende Atemgeräusche
- Engegefühl in der Brust
Symptome bei Kindern
- Husten nachts oder beim Spielen
- Schnelles Ermüden beim Toben
- Hörbares Keuchen
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Zunehmende Atemnot bei leichten Aktivitäten
- Chronischer Husten mit Auswurf
- Verwirrtheit durch Sauerstoffmangel
Ursachen
Hauptursachen
- Asthma oder Allergien
- Rauchen oder Passivrauchen
- Infektionen der Atemwege (z. B. Bronchitis, Lungenentzündung)
- Berufliche Schadstoffbelastung
Risikofaktoren
- Rauchen
- Übergewicht
- Familienvorgeschichte von Lungenerkrankungen
- Mangelnde Bewegung
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei plötzlicher Verschlechterung der Atmung
- Wenn Sie nach einer Atemwegsuntersuchung starke Schmerzen oder Fieber bekommen
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Husten oder Atemnot länger als drei Wochen anhalten
- Zur regelmäßigen Kontrolle bei chronischen Lungenerkrankungen
Diagnose
Die Untersuchung wird meist in einer Lungenfachpraxis oder im Krankenhaus durchgeführt. Vorher wird der Arzt Ihre Krankengeschichte aufnehmen und Sie untersuchen.
Mögliche Untersuchungen
- Lungenfunktionstest (Spirometrie) – Sie pusten in ein Gerät, um Lungenvolumen und Durchfluss zu messen.
- Bronchoskopie – ein dünner Schlauch mit Kamera wird durch Mund oder Nase in die Atemwege eingeführt.
- Blutgasanalyse – Blut aus dem Ohrläppchen oder der Arterie misst Sauerstoff- und Kohlendioxidgehalt.
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Sie erhalten genaue Anweisungen zur Vorbereitung, wie nüchtern kommen, Rauchverzicht oder Absetzen bestimmter Medikamente. Die eigentliche Untersuchung dauert oft nur 20–30 Minuten. Sie können meist danach nach Hause gehen.
Behandlung
Eine Atemwegsuntersuchung selbst ist keine Behandlung, sondern dient der Diagnose. Abhängig vom Ergebnis werden dann Behandlungen wie Medikamente, Atemübungen oder Operationen empfohlen.
Selbsthilfe zu Hause
- Vor der Untersuchung: Rauchstopp für mindestens 6 Stunden, keine schweren Mahlzeiten 2 Stunden vorher.
- Nach der Untersuchung: Schonen Sie sich, trinken Sie ausreichend und melden Sie sich bei Ihrem Arzt, wenn Symptome wie starke Schmerzen auftreten.
- Bereiten Sie eine Liste Ihrer Medikamente vor und besprechen Sie mit dem Arzt, welche Sie vor der Untersuchung absetzen sollen.
Medizinische Behandlungen
Je nach Befund können Behandlungen wie entzündungshemmende Medikamente, Atemtherapie oder Sauerstoffgabe verordnet werden. Die genaue Therapie richtet sich nach der zugrunde liegenden Erkrankung.
Wann kommt eine Operation infrage?
In seltenen Fällen, wenn die Atemwege verengt sind oder Tumore vorliegen, kann ein operativer Eingriff notwendig sein. Dies wird dann ausführlich mit Ihnen besprochen.
Leben mit der Erkrankung
Nach einer Atemwegsuntersuchung können Sie in der Regel sofort Ihren Alltag fortsetzen. Bei einer Bronchoskopie sollten Sie jedoch 24 Stunden lang nicht am Straßenverkehr teilnehmen.
Tipps für den Alltag
- Nicht rauchen – das ist das Wichtigste für gesunde Lungen.
- Vermeiden Sie Schadstoffe und Allergene.
- Schlafen Sie mit erhöhtem Oberkörper, wenn Sie nachts Atemnot haben.
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung, wie Spaziergänge oder leichtes Ausdauertraining, können die Lungenfunktion verbessern. Bei Fragen sprechen Sie mit Ihrem Arzt.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Atemprobleme können Angst machen. Es ist normal, sich Sorgen zu machen. Suchen Sie sich Unterstützung, z. B. bei einer Selbsthilfegruppe oder einem Psychologen. Bei akuten Gedanken an Selbstverletzung wenden Sie sich bitte sofort an die Notrufnummer 112 oder an eine psychiatrische Klinik.
Vorbeugung
Viele Atemwegserkrankungen lassen sich durch einen gesunden Lebensstil vorbeugen: Nicht rauchen, Bewegung, gesunde Ernährung und Vermeidung von Schadstoffen.
Impfungen
Grippeschutzimpfung und Impfung gegen Pneumokokken (Lungenentzündung) werden für Menschen mit Lungenerkrankungen empfohlen – sprechen Sie mit Ihrem Arzt.
Früherkennungsprogramme
Ein regelmäßiger Lungenfunktionstest wird für Raucher ab 40 Jahren oder Menschen mit Berufsbelastung empfohlen. Ihr Arzt kann das mit Ihnen besprechen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Verschlechterung der Lungenfunktion
- Chronische Atemnot und eingeschränkte Lebensqualität
- Erhöhtes Risiko für Lungenentzündungen oder Herzprobleme
Langzeitprognose
Die meisten Atemwegsuntersuchungen verlaufen ohne Komplikationen und liefern wichtige Erkenntnisse für die Behandlung. Mit einer guten Vorbereitung und Nachsorge können Sie dazu beitragen, dass Ihre Lunge so lange wie möglich gesund bleibt.
Unterstützung finden
Externe Links öffnen Websites Dritter. Ruqelo ist nicht für externe Inhalte verantwortlich. Die Nennung einer Organisation bedeutet keine Empfehlung.
Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
Ähnliche Erkrankungen
Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 30. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
Nutzen Sie sie zur Ergänzung — nicht als Ersatz — für den Rat einer approbierten Fachkraft.
Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.