Akne: Fragen, die Sie vor der Behandlung stellen sollten
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Akne ist eine häufige Hauterkrankung. Bei Akne verstopfen die kleinen Taschen, aus denen die Haare wachsen, durch Hautfett und abgestorbene Hautzellen. Dadurch entstehen Mitesser, Pickel, Knötchen oder entzündete Stellen. Dieser Artikel hilft Ihnen, sich gut auf Ihren Arztbesuch vorzubereiten. Sie erfahren, was Akne ist, welche Fragen Sie stellen sollten und wie eine Behandlung aussehen kann.
Wichtige Fakten
- Akne ist keine ansteckende Krankheit.
- Eine gute Hautpflege kann helfen, starke Akne aber oft nicht alleine beseitigen.
- Akne ist gut behandelbar. Je früher Sie Hilfe suchen, desto geringer ist das Risiko für Narben.
Ja. Akne ist eine der häufigsten Hauterkrankungen – besonders bei Jugendlichen. In Deutschland sind zeitweise mehr als die Hälfte aller Jugendlichen betroffen.
Akne tritt vor allem in der Pubertät auf. Aber auch Babys, Erwachsene und Menschen über 50 können Akne bekommen. Am häufigsten erscheint sie im Gesicht, auf dem Rücken und auf der Brust.
Symptome
- Plötzliche Schwellungen im Gesicht, an Lippen oder Zunge und gleichzeitig Atemnot – das kann eine schwere allergische Reaktion sein. Rufen Sie sofort die 112.
- ⚠Wenn eine Hautstelle sehr groß, heiß und stark schmerzhaft wird und Sie zusätzlich Fieber bekommen, suchen Sie noch am selben Tag in einer Arztpraxis Hilfe.
- ⚠Wenn sich nach der Anwendung eines Hautprodukts ein rasch ausbreitender Ausschlag entwickelt, lassen Sie das ebenfalls am gleichen Tag ärztlich abklären.
Häufige Symptome
- Mitesser – kleine schwarze oder weiße Punkte auf der Haut
- Pickel mit oder ohne Eiter
- Rote, entzündete Knötchen
- Schmerzhafte, tiefe Knoten unter der Haut
- Hautstellen, die sich rau oder fettig anfühlen
Symptome bei Kindern
- Bei Säuglingen können kleine Mitesser oder Pickel im Gesicht auftreten.
- Die Haut kann leicht gerötet sein, aber meist ohne starke Entzündung.
- Diese Akne verschwindet oft von selbst und ist meist harmlos.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Bei Erwachsenen tritt Akne oft im unteren Gesicht, am Kiefer und am Hals auf.
- Die Haut kann stellenweise trocken oder empfindlich sein.
- Spätakne kann auch mit Stress oder hormonellen Veränderungen zusammenhängen.
Ursachen
Hauptursachen
- Haarwurzelkanäle sind durch Hautfett und abgestorbene Hautzellen verstopft
- Hormonumstellung, zum Beispiel in der Pubertät oder bei Erwachsenen
- Bestimmte Bakterien auf der Haut, die Entzündungen fördern
- Eine vererbte Neigung, empfindlich auf Hormone zu reagieren
Risikofaktoren
- Jugendalter oder hormonelle Veränderungen
- Stress und wenig Schlaf
- Fettende oder die Poren verstopfende Kosmetika
- Starkes Schwitzen und Reibung durch enge Kleidung
- Rauchen
- Manche Medikamente – sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn Ihre Akne starke Schmerzen verursacht
- Wenn sich die Haut entzündet oder dunkle Knoten entstehen
- Wenn Sie das Gefühl haben, dass die Akne Sie sehr belastet oder Ihnen seelisch zusetzt
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn die Akne nicht von selbst besser wird
- Wenn Sie Fragen zur besten Behandlung haben
- Wenn Sie bereits Narben bemerken oder die Akne Spuren hinterlässt
Diagnose
Die Ärztin oder der Arzt schaut sich Ihre Haut genau an und fragt Sie nach Ihren Beschwerden, Ihrer Krankengeschichte und Ihren Gewohnheiten. Meistens reicht das für die Diagnose. Es gibt auch eine medizinische Leitlinie der AWMF – der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften – die Ärztinnen und Ärzten hilft, Akne richtig einzuschätzen und zu behandeln.
Mögliche Untersuchungen
- Bei einer normalen Akne sind keine speziellen Untersuchungen nötig.
- Nur bei ungewöhnlichen Verläufen kann die Ärztin oder der Arzt Hautproben entnehmen oder Blutuntersuchungen veranlassen.
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die ärztliche Person wird mit Ihnen besprechen, wie stark Ihre Akne ist und welche Behandlung zu Ihnen passt. Nehmen Sie sich ruhig Zeit und stellen Sie Ihre Fragen. Zum Beispiel: Wie stark ist meine Akne? Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es? Was kann ich selbst tun? Und was darf ich von der Behandlung erwarten?
Behandlung
Ziel der Aknebehandlung ist es, die Haut zu verbessern und Narben zu verhindern. Es gibt viele gute Möglichkeiten: von Pflegetipps über Cremes, Gels und Tabletten bis zu besonderen Therapien beim Hautarzt. Die richtige Behandlung hängt von der Schwere der Akne ab. Lassen Sie sich von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt beraten – gemeinsame Entscheidungen wirken am besten.
Selbsthilfe zu Hause
- Reinigen Sie die Haut morgens und abends mit milden, parfümfreien Produkten.
- Drücken Sie Pickel und Mitesser nicht aus und kratzen Sie nicht – das fördert Entzündungen und Narben.
- Verwenden Sie Pflegeprodukte, die nicht die Poren verstopfen.
- Schützen Sie Ihr Gesicht vor zu viel Sonne und nutzen Sie ein nicht fettendes Sonnenschutzmittel.
Medizinische Behandlungen
Ärztinnen und Ärzte können verschiedene Wirkstoffe verschreiben, die als Creme, Gel oder Lotion aufgetragen werden. Auch Medikamente zum Einnehmen kommen infrage. Zusätzlich gibt es Behandlungen wie spezielle Hautreinigungen, Peelings oder Lichttherapie. Welche Behandlung für Sie geeignet ist, besprechen Sie am besten in Ihrer Arztpraxis.
Wann kommt eine Operation infrage?
Operationen sind bei Akne selbst nicht nötig. Bei Narben, die nach einer Akne bleiben, können später verschiedene Behandlungen helfen – zum Beispiel spezielle Peelings, Laser oder kleine Eingriffe. Sprechen Sie darüber mit Ihrer Hautärztin oder Ihrem Hautarzt.
Leben mit der Erkrankung
Akne kann schambesetzt sein. Suchen Sie sich Unterstützung, wenn Sie sich unwohl fühlen. Halten Sie sich an eine feste, sanfte Hautpflegeroutine und seien Sie geduldig – Behandlungen brauchen oft mehrere Wochen, bis sie wirken.
Tipps für den Alltag
- Sorgen Sie für ausreichend Schlaf.
- Bewegen Sie sich regelmäßig – mit dem Kopf nach der Bewegung abwaschen kann helfen.
- Suchen Sie sich Entspannungsmethoden, die Ihnen guttun, zum Beispiel Spazierengehen, Musik oder Yoga.
Ernährung und Bewegung
Eine abwechslungsreiche Ernährung mit viel Gemüse, Obst und Vollkornprodukten kann die Haut unterstützen. Manche Menschen merken, dass bestimmte Lebensmittel wie Milchprodukte oder Süßes ihre Akne verschlechtern. Probieren Sie aus, was Ihnen persönlich guttut. Sport und Bewegung fördern die Durchblutung und das Wohlbefinden.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Akne ist sichtbar und kann stark auf das Selbstwertgefühl schlagen. Das ist ganz normal. Es ist wichtig, Gefühle wie Scham, Wut oder Traurigkeit ernst zu nehmen. Sprechen Sie auch bei Ihrem Arzttermin davon, wenn Sie seelisch belastet sind – es gibt (aus solcher Anlass bitte keine spezifischen Medikamentennamen) auch gesprächstherapeutische Unterstützungsmöglichkeiten.
Vorbeugung
Akne lässt sich nicht immer verhindern, weil sie auch mit der Veranlagung und den Hormonen zusammenhängt. Aber eine hautschonende Pflege, nicht Rauchen und ein ausgeglichener Lebensstil können helfen, Ausbrüche zu mildern.
Impfungen
Es gibt keine Impfung gegen Akne.
Früherkennungsprogramme
Ein routinemäßiges Hautscreening für Akne gibt es nicht. Wenn Sie Hautveränderungen bemerken, die über Wochen bleiben oder Sie beunruhigen, suchen Sie Ihre Hautarztpraxis auf.
Komplikationen
Unbehandelt
- Narben im Gesicht und am Körper
- Dunklere oder hellere Flecken auf der Haut, die lange bestehen bleiben
- Tiefe Entzündungen oder Abszesse
- Starke seelische Belastung bis hin zu Rückzug aus dem Alltag
Langzeitprognose
Akne ist gut behandelbar. Mit der richtigen Behandlung bessert sich die Haut bei den meisten Menschen deutlich – auch wenn es etwas Zeit braucht. Narben können heute ebenfalls gut behandelt werden. Bleiben Sie geduldig und holen Sie sich früh ärztlichen Rat. Das ist der beste Weg zu mehr Wohlbefinden und gesünderer Haut.
Unterstützung finden
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2026
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