Pickel auf einer Seite: Das kann helfen
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Akne ist eine Hauterkrankung, bei der Hautporen verstopfen. So entstehen Mitesser, Pickel und manchmal entzündete Knötchen. Wenn die Pickel nur auf einer Seite auftreten, liegt das oft an Gewohnheiten wie Telefonieren mit dem Handy, Schlafen auf derselben Seite oder Berühren des Gesichts mit den Händen. Es kann aber auch andere Ursachen haben. Ein Arzt oder eine Ärztin kann das sicher klären.
Wichtige Fakten
- Einseitige Akne entsteht häufig durch Druck oder Reibung auf der Haut.
- Sie ist nicht ansteckend.
- Mit sanfter Pflege und weniger Berührung wird sie meist besser.
Ja. Es kommt oft vor, dass Pickel bevorzugt auf einer Seite auftreten. Viele Menschen bemerken dieses Muster.
Sie betrifft Jugendliche und Erwachsene jeden Alters. Besonders häufig sind Personen, die viel am Telefon hängen, auf einer Seite schlafen oder sich oft ins Gesicht fassen.
Symptome
- Wenn sich eine Stelle plötzlich ausbreitet, sehr schmerzhaft ist und die Haut heiß wird.
- Wenn Fieber dazukommt oder das Auge anschwillt.
- Sehr selten: Wenn sich eine gefährliche Infektion entwickelt – dann sofort den Notruf 112 wählen.
- ⚠Wenn sich Eiter oder eine starke Rötung schmerzhaft ausbreitet – am gleichen Tag in eine ärztliche Praxis gehen.
Häufige Symptome
- Pickel oder Mitesser nur auf einer Wange, am Kinn oder auf der Stirn.
- Rote Knötchen oder Eiterpickel.
- Die Stelle kann jucken oder spannen.
Symptome bei Kindern
- Bei Kindern vor der Pubertät ist echte Akne seltener.
- Meist sind es Pickel, die durch Schmutz, Speichel oder Reibung entstehen.
- Manchmal handelt es sich auch um eine andere Hautveränderung wie ein Ekzem – besser vom Kinderarzt ansehen lassen.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Bei Erwachsenen kann einseitige Akne auf eine Hauterkrankung wie Rosacea (eine entzündliche Gesichtsrötung) hinweisen.
- Sie kann auch durch Medikamente oder eine Reizung durch Kosmetik entstehen.
- Ein Hautarzt kann die genaue Ursache feststellen.
Ursachen
Hauptursachen
- Handy am Ohr: Das Telefon drückt und überträgt Bakterien.
- Auf einer Seite schlafen: Reibung am Kopfkissen.
- Mit den Händen auf einer Seite das Gesicht abstützen.
- Helm, Kopfhörer oder Kopfbedeckung, die nur eine Seite berühren.
- Haare, die auf einer Seite ins Gesicht hängen.
Risikofaktoren
- Stress
- Hormonschwankungen (zum Beispiel in der Pubertät oder vor der Regelblutung)
- Schweiß
- fettende Hautpflegeprodukte
- seltenes Reinigen des Telefons
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn die Hautstelle stark schmerzt, anschwillt oder Fieber auftritt.
- Wenn Entzündungen sich ausbreiten oder offene, nässende Wunden entstehen.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Sie unsicher sind, ob es überhaupt Akne ist.
- Wenn die Pickel nach ein paar Wochen nicht besser werden.
- Wenn Narben entstehen oder bleiben.
Diagnose
Der Arzt oder die Ärztin betrachtet die Haut und fragt nach Ihren Gewohnheiten: Telefonieren, Schlafseite, Kosmetik, Hände im Gesicht. In den meisten Fällen reicht das für die Diagnose. Die Untersuchung richtet sich nach den aktuellen medizinischen Leitlinien (AWMF). Manchmal ist eine Hautstelle auf einer Seite kein Pickel, sondern eine andere Hautreaktion – auch das erkennt man im Gespräch.
Mögliche Untersuchungen
- Meist sind keine Tests nötig.
- Falls unklar ist, ob eine Infektion vorliegt, kann ein Abstrich gemacht werden.
- In seltenen Fällen ist eine Gewebeprobe nötig.
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Der Besuch dauert etwa 10 bis 20 Minuten. Sie können Fragen stellen. Wenn anzunehmen ist, dass äußere Gewohnheiten die Auslöser sind, bekommen Sie einen Plan zur Änderung. Falls nötig, wird eine Behandlung vorgeschlagen.
Behandlung
Die Behandlung hängt von der Ursache ab. Bei einseitiger Akne ist der erste Schritt oft, Druck und Reibung zu vermeiden. Bei anhaltender Akne können vom Arzt verordnete Mittel wie Cremes, Gele oder Tabletten helfen. Die Behandlung braucht Geduld – ein Erfolg zeigt sich meist erst nach mehreren Wochen.
Selbsthilfe zu Hause
- Gesicht zweimal am Tag mit lauwarmem Wasser und einer milden Reinigungslotion waschen.
- Nicht an Pickeln drücken oder kratzen.
- Handy regelmäßig mit einem Mikrofasertuch und etwas Reinigungsmittel abwischen.
- Beim Telefonieren den Lautsprecher oder ein Headset benutzen.
- Kissenbezug mindestens einmal pro Woche wechseln.
- Hände oft vom Gesicht fernhalten.
Medizinische Behandlungen
Ihr Arzt kann verschiedene Behandlungen vorschlagen. Dazu gehören entzündungshemmende Cremes, Cremes gegen Bakterien, Austrocknungsgele oder in schweren Fällen Tabletten. Auch Behandlungen wie chemische Peelings oder Lichttherapie können helfen. All diese Mittel gibt es nur nach ärztlicher Beratung und Kontrolle. Wichtig: Verwenden Sie nie Medikamente, die für andere Personen gedacht sind.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation wird bei Akne selbst nicht durchgeführt. Nur wenn Narben der Akne zurückbleiben, kann es Behandlungen wie Lasertherapie oder Microneedling geben, die in der Hautarztpraxis gemacht werden.
Leben mit der Erkrankung
Führen Sie eine Woche lang ein kleines Notizbuch. Notieren Sie, wann neue Pickel kommen, auf welcher Seite sie sind und was Sie vorher getan haben. So erkennen Sie vielleicht den Auslöser. Diese Notizen helfen auch dem Arzt.
Tipps für den Alltag
- Halten Sie das Gesicht sauber und trocken.
- Vermeiden Sie fettende Cremes und schwere Make-up-Schichten.
- Tragen Sie Haare so, dass sie nicht dauerhaft auf der Haut liegen.
- Reduzieren Sie Stress durch Spaziergänge oder Pausen.
- Schlafen Sie auf dem Rücken, wenn das geht, oder wechseln Sie die Schlafseite ab.
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Wasser ist gut für die Haut. Bei manchen Menschen können Süßigkeiten oder Milchprodukte Akne verstärken – aber das ist nicht bei jedem so. Probieren Sie einfach, was Ihnen guttut. Sport ist wichtig. Waschen Sie sich nach dem Schwitzen das Gesicht mit klarem Wasser.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Akne kann das Selbstwertgefühl belasten. Es ist normal, sich unsicher zu fühlen. Sprechen Sie mit einer vertrauten Person oder einem Arzt darüber. Sie müssen das nicht alleine tragen. Eine Behandlung kann helfen, und auch mit Akne kann man ein erfülltes Leben führen.
Vorbeugung
Man kann Akne nicht immer verhindern. Aber einseitige Akne durch Druck oder Reibung können Sie oft vermeiden, indem Sie sich seltener ins Gesicht fassen, Ihr Handy regelmäßig reinigen und nicht immer auf derselben Seite schlafen.
Impfungen
Es gibt keine Impfung gegen Akne.
Früherkennungsprogramme
Es gibt keine spezielle Vorsorge gegen Akne. Ein gelegentlicher Haut-Check in der Hautarztpraxis kann sinnvoll sein, besonders wenn Hauterkrankungen in der Familie liegen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Es können Narben oder dunkle Flecken dauerhaft zurückbleiben.
- Bakterien können sich in tiefere Hautschichten ausbreiten und eine schmerzhafte Entzündung verursachen.
- Sehr selten kann eine Blutvergiftung entstehen – das ist dann ein Notfall.
Langzeitprognose
Mit der richtigen Pflege und ärztlicher Begleitung wird die Haut fast immer besser. Viele Formen heilen ohne Narben ab. Seien Sie geduldig: Es dauert oft einige Wochen, bis Veränderungen sichtbar sind. Auch wenn es nicht von heute auf morgen verschwindet: Sie haben gute Chancen, dass sich Ihre Haut beruhigt.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2026
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