Asthma mit Fieber
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Asthma mit Fieber bedeutet, dass bei einer Person mit Asthma zusätzlich erhöhte Körpertemperatur (Fieber) auftritt. Dies kommt häufig bei einer Atemwegsinfektion vor, die das Asthma verschlechtern kann.
Wichtige Fakten
- Asthma ist eine chronische Erkrankung der Atemwege, bei der die Bronchien empfindlich auf Reize reagieren.
- Fieber ist meist ein Zeichen für eine Infektion, die das Asthma auslösen oder verschlimmern kann.
- Bei Asthma mit Fieber ist es wichtig, die Infektion zu behandeln und gleichzeitig das Asthma gut zu kontrollieren.
Ja, Asthma mit Fieber kommt häufig vor, da Infektionen der Atemwege, wie Erkältungen oder Grippe, einen Asthmaanfall auslösen können.
Asthma mit Fieber kann Menschen jeden Alters betreffen, die bereits Asthma haben. Besonders betroffen sind Kinder und ältere Erwachsene, da ihr Immunsystem anfälliger für Infektionen ist.
Symptome
- Starke Atemnot, bei der der Betroffene kaum noch sprechen oder atmen kann.
- Bläulich verfärbte Lippen oder Fingernägel (Zyanose).
- Brustkorb bewegt sich kaum noch bei Atemversuchen.
- Bewusstlosigkeit oder Verwirrtheit.
- ⚠Fieber über 39°C oder länger als drei Tage.
- ⚠Asthmasymptome, die sich trotz der üblichen Behandlung (wie Inhalator) nicht bessern.
- ⚠Husten mit eitrigem Auswurf oder Schmerzen beim Atmen.
Häufige Symptome
- Husten, pfeifende Atmung (Giemen), Kurzatmigkeit, Engegefühl in der Brust
- Fieber (Körpertemperatur über 38°C)
- Verschlechterung der Asthmasymptome, z.B. häufigeres Husten oder Atemnot
Symptome bei Kindern
- Neben Fieber und Husten können Kinder schnell erschöpft sein und weniger essen oder trinken.
- Manche Kinder haben Atemprobleme, die sich durch schnelle Atmung oder Einziehen der Haut zwischen den Rippen zeigen.
- Achten Sie auf eine blasse oder bläuliche Hautfarbe, das ist ein Notfall.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Bei älteren Menschen kann Fieber zu Verwirrtheit oder Schwäche führen.
- Asthmasymptome können sich durch Husten ohne pfeifende Atmung äußern.
- Eine Verschlechterung des Allgemeinzustands ist ein Warnzeichen.
Ursachen
Hauptursachen
- Infektionen der Atemwege, z.B. durch Viren (Erkältung, Grippe) oder Bakterien.
- Allergene oder Reizstoffe in der Luft können das Asthma verschlechtern, zusammen mit einer Infektion.
- Starke körperliche Belastung bei akuter Infektion.
Risikofaktoren
- Bestehendes Asthma, das nicht gut eingestellt ist.
- Kinder unter 5 Jahren und Erwachsene über 65 Jahre.
- Chronische Lungenerkrankungen oder geschwächtes Immunsystem.
- Rauchen oder Passivrauchen.
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei schwerer Atemnot, die nicht nachlässt.
- Wenn Fieber und Asthma sich innerhalb von 24 Stunden nicht bessern.
- Bei Anzeichen einer Lungenentzündung (z.B. Husten mit grünem Auswurf, Brustschmerzen).
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Sie Asthma haben und trotz Behandlung häufiger Symptome bemerken.
- Für eine regelmäßige Asthma-Kontrolle beim Lungenfacharzt (Pneumologen).
- Nach einer schweren Infektion zur Nachkontrolle.
Diagnose
Der Arzt fragt nach Ihren Symptomen, Ihrer Krankengeschichte und führt eine körperliche Untersuchung durch. Er misst Fieber und hört die Lunge ab.
Mögliche Untersuchungen
- Peak-Flow-Messung: Ein Gerät misst, wie stark Sie ausatmen können.
- Lungenfunktionstest (Spirometrie): Zeigt, wie gut Ihre Lunge arbeitet.
- Blutuntersuchung: Zeigt Entzündungswerte und ob Bakterien oder Viren vorliegen.
- Röntgen der Lunge: Falls der Arzt eine Lungenentzündung vermutet.
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Der Arzt wird Ihnen erklären, ob Sie eine Infektion haben und wie Sie Ihr Asthma behandeln sollen. In der Regel wird die Behandlung der Infektion (z.B. fiebersenkende Maßnahmen) und die Anpassung der Asthmamedikation empfohlen. Bei schweren Fällen kann ein Krankenhausaufenthalt nötig sein.
Behandlung
Die Behandlung zielt darauf ab, die Infektion zu bekämpfen und das Asthma unter Kontrolle zu bringen. Dabei werden fiebersenkende Maßnahmen und Atemwegserweiterung kombiniert. Ihr Arzt wird Ihnen einen genauen Plan erstellen.
Selbsthilfe zu Hause
- Ruhen Sie sich aus und schonen Sie sich.
- Trinken Sie ausreichend (z.B. warmen Tee oder Wasser), um den Flüssigkeitsverlust durch Fieber auszugleichen.
- Kalte Wadenwickel können bei hohem Fieber helfen (nach Rücksprache mit dem Arzt).
- Achten Sie auf eine gute Asthmakontrolle und nehmen Sie Ihre verordneten Medikamente wie gewohnt ein.
- Vermeiden Sie Rauchen und andere Reizstoffe.
Medizinische Behandlungen
Zur Fiebersenkung können vom Arzt empfohlene Mittel eingenommen werden. Die Asthmamedikation wird je nach Schweregrad angepasst – das sind meistens entzündungshemmende Sprays und bei Bedarf kurz wirksame Bronchienerweiterer. Bei einer bakteriellen Infektion ist manchmal ein Antibiotikum nötig, das der Arzt verschreibt.
Wann kommt eine Operation infrage?
In der Regel nicht erforderlich.
Leben mit der Erkrankung
Wenn Sie Asthma mit Fieber haben, ist es wichtig, auf Ihren Körper zu hören. Gönnen Sie sich Ruhe und beobachten Sie Ihre Symptome. Halten Sie einen Notfallplan bereit und wissen Sie, wann Sie den Arzt rufen müssen.
Tipps für den Alltag
- Halten Sie Ihr Zuhause frei von Allergenen und Schimmel.
- Rauchfreie Umgebung schaffen.
- Regelmäßige Lüftung, aber Zugluft vermeiden.
- Vermeiden Sie engen Kontakt zu kranken Menschen während der Erkältungszeit.
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse stärkt das Immunsystem. Leichte Bewegung an der frischen Luft ist gut, aber bei Fieber sollten Sie sich schonen. Fragen Sie Ihren Arzt, welche Aktivitäten für Sie geeignet sind.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Asthma mit Fieber kann belastend sein, besonders wenn die Atemnot Angst macht. Es ist wichtig, sich Hilfe zu holen, wenn die Belastung zu groß wird. Bei akuten Sorgen um Ihre psychische Gesundheit können Sie sich an eine Beratungsstelle wenden (Krisendienst).
Vorbeugung
Asthma-Ausbrüche durch Infektionen lassen sich nicht immer verhindern. Aber Sie können das Risiko senken, indem Sie Ihr Asthma gut behandeln, Infektionen vermeiden (z.B. durch regelmäßiges Händewaschen) und Ihren Impfschutz auffrischen lassen.
Impfungen
Die jährliche Grippeimpfung wird für Menschen mit Asthma empfohlen, da sie vor schweren Infektionen schützen kann. Auch die Impfung gegen Lungenentzündung (Pneumokokken) kann sinnvoll sein – sprechen Sie mit Ihrem Arzt.
Komplikationen
Unbehandelt
- Schwere Asthmaanfälle, die lebensbedrohlich werden können.
- Lungenentzündung (Pneumonie) als Folge der Infektion.
- Chronische Verschlechterung der Lungenfunktion.
- Krankenhausaufenthalt notwendig.
Langzeitprognose
Mit der richtigen Behandlung und einer guten Selbstfürsorge können die meisten Menschen mit Asthma und Fieber die Infektion gut überstehen. Wichtig ist, dass Sie bei Warnsignalen sofort handeln. Ihre Asthmabehandlung ist der Schlüssel zur Kontrolle.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
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Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.