Wenn PMS-Beschwerden im Liegen zunehmen
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
PMS (prämenstruelles Syndrom) umfasst körperliche und seelische Beschwerden, die in der Zeit vor der Periode auftreten. Manche Frauen bemerken, dass bestimmte Beschwerden wie ein Druckgefühl im Bauch, Völlegefühl oder Kopfschmerzen stärker werden, wenn sie sich hinlegen. Das ist keine eigene Krankheit, sondern eine Form des PMS, bei der sich die Symptome durch die liegende Haltung verändern können.
Wichtige Fakten
- PMS tritt in der zweiten Zyklushälfte auf, also nach dem Eisprung und vor der Periode.
- Im Liegen kann der Druck im Bauch durch Flüssigkeitsansammlung oder Verspannungen stärker spürbar sein.
- Die Symptome sind von Frau zu Frau unterschiedlich und können sich im Laufe der Zeit verändern.
- Es gibt wirksame Möglichkeiten, die Beschwerden zu lindern – von Alltagstipps bis hin zu ärztlicher Unterstützung.
Es gibt keine genauen Zahlen, aber es ist nicht ungewöhnlich, dass PMS-Symptome im Liegen stärker wahrgenommen werden. Viele Frauen kennen das Gefühl, dass sich gerade abends im Bett ein unangenehmer Druck im Bauch bemerkbar macht.
PMS betrifft Frauen im gebärfähigen Alter – also in der Zeit von der ersten Periode bis zu den Wechseljahren. Auch junge Frauen und Frauen vor den Wechseljahren können die Beschwerden kennen.
Symptome
- Plötzliche, sehr starke Schmerzen im Bauch oder in der Brust – rufen Sie sofort den Notruf 112.
- Ohnmacht oder das Gefühl, gleich zusammenzuklappen – rufen Sie sofort den Notruf 112.
- Plötzliche Atemnot oder Herzklopfen, das nicht aufhört – rufen Sie sofort den Notruf 112.
- Sehr starke Blutungen, bei denen Sie in kurzer Zeit mehrere Binden oder Tampons benötigen – rufen Sie den Notruf 112.
- ⚠Fieber zusätzlich zu den Beschwerden
- ⚠Erbrechen, das nicht aufhört
- ⚠Sehr starke Schmerzen, die sich von Ihren üblichen PMS-Beschwerden deutlich unterscheiden
- ⚠Schmerzen, die plötzlich auf einer Seite stärker werden
- ⚠Schmierblutungen oder Zwischenblutungen außerhalb der Periode
Häufige Symptome
- Druck- oder Völlegefühl im Unterbauch, das im Liegen zunimmt
- Blähungen und ein aufgeblähter Bauch
- Spannungsgefühl in der Brust
- Kopfschmerzen oder Migräne, die beim Liegen stärker werden
- Rückenschmerzen, besonders im unteren Rücken
- Stimmungsschwankungen, Gereiztheit oder Traurigkeit
- Müdigkeit und Schlafstörungen
Symptome bei Kindern
- Bei Mädchen, die gerade ihre erste Periode bekommen haben, können vor der Periode ebenfalls Bauchdruck und Stimmungsschwankungen auftreten. Das ist meist harmlos. Bei sehr starken Schmerzen sollten Eltern mit einer Kinderärztin oder einem Kinderarzt sprechen.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- In den Wechseljahren kann es unregelmäßiger zu PMS-ähnlichen Beschwerden kommen, da die Hormonschwankungen anders sind. Nach den Wechseljahren – also nach der letzten Periode – spricht man nicht mehr von PMS.
Ursachen
Hauptursachen
- Bei PMS schwanken die Hormone in der zweiten Zyklushälfte stark. Diese Schwankungen können auf den Körper und die Psyche wirken.
- Im Liegen verändert sich der Druck im Bauchraum. Bei manchen Frauen werden dadurch Völlegefühl oder Bauchschmerzen stärker wahrgenommen.
- Auch Verspannungen in der Rückenmuskulatur oder eine Neigung zu Migräne können Beschwerden beim Liegen verstärken.
Risikofaktoren
- Stress im Alltag
- Schlafmangel oder unregelmäßiger Schlaf
- Übergewicht
- Hoher Koffeinkonsum
- Alkohol
- Bewegungsmangel
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn Sie Fieber, starkes Erbrechen oder Ohnmachtsgefühle haben.
- Wenn die Schmerzen so stark sind, dass Sie sich kaum bewegen können.
- Wenn Sie Schwierigkeiten beim Atmen haben.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn PMS-Beschwerden Ihre Lebensqualität beeinträchtigen, zum Beispiel den Schlaf oder die Arbeit.
- Wenn Sie unsicher sind, ob die Beschwerden wirklich zum PMS gehören.
- Wenn Ihre Regelblutung sehr unregelmäßig ist oder plötzlich anders verläuft.
Diagnose
Die Diagnose wird in der Regel im Gespräch gestellt. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fragt nach Ihren Symptomen, deren Zeitpunkt im Zyklus und wie stark sie Sie belasten.
Mögliche Untersuchungen
- Ein Menstruationskalender, in dem Sie über zwei bis drei Monate Ihre Beschwerden notieren.
- Eine körperliche Untersuchung.
- Bei Bedarf ein Ultraschall der Gebärmutter und der Eierstöcke, um andere Ursachen auszuschließen.
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Meist reicht ein ausführliches Gespräch. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt wird auch andere mögliche Ursachen für die Beschwerden bedenken, zum Beispiel eine Schilddrüsenstörung oder eine Endometriose. Eine genaue Abklärung gibt Sicherheit.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach der Stärke der Beschwerden und danach, was Sie selbst ausprobieren möchten. Es gibt kein Schema, das für alle passt.
Selbsthilfe zu Hause
- Wärme: Eine Wärmflasche oder ein warmes Kirschkernkissen auf dem Bauch kann entlasten.
- Lockere Kleidung: Vermeiden Sie enge Hosen, besonders im Liegen.
- Beine hochlegen: Lagern Sie die Beine im Liegen leicht erhöht, das kann den Druck im Bauch verringern.
- Entspannungsübungen: Atemübungen oder sanftes Dehnen können Muskelverspannungen lösen.
- Ausreichend Schlaf: Versuchen Sie, regelmäßige Schlafzeiten einzuhalten.
Medizinische Behandlungen
Es gibt verschiedene nicht-medikamentöse und medikamentöse Behandlungsansätze, die je nach Ursache helfen können, zum Beispiel pflanzliche Präparate, Hormonpräparate oder Schmerzmittel. Bitte besprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, was bei Ihnen in Frage kommt – eine Empfehlung von bestimmten Medikamentennamen oder Dosierungen ist hier nicht möglich.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation ist bei PMS in der Regel nicht notwendig. Sie kommt nur in sehr seltenen Fällen in Frage, zum Beispiel wenn eine andere Erkrankung wie eine starke Endometriose die Beschwerden verursacht und eine Operation medizinisch sinnvoll ist. Das entscheidet Ihr Behandlungsteam individuell.
Leben mit der Erkrankung
Beobachten Sie Ihren Zyklus und notieren Sie, wann die Beschwerden auftreten. Nehmen Sie sich in den Tagen vor der Periode bewusst mehr Ruhe. Planen Sie Aktivitäten ein, die Ihnen guttun, und gönnen Sie sich Pausen.
Tipps für den Alltag
- Regelmäßiger Schlaf mit festen Zeiten
- Stressabbau durch Spaziergänge, Lesen oder Musik
- Bewegung an der frischen Luft – auch ein kurzer Spaziergang hilft oft
- Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation oder progressive Muskelentspannung
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse, wenig Salz, wenig Zucker und ausreichend Wasser kann helfen. Regelmäßige Bewegung wirkt entspannend und reduziert oft das Völlegefühl. Im Liegen können Sie die Knie anwinkeln und sanft kreisen lassen, um den Bauch zu entlasten.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
PMS kann die Stimmung deutlich beeinflussen. Es ist wichtig, dass Sie ernst genommen werden. Wenn Sie sich häufig niedergeschlagen fühlen, keine Freude mehr haben oder sogar Gedanken an Selbstverletzung auftauchen, suchen Sie sofort professionelle Hilfe – zum Beispiel über die Telefonseelsorge (0800 111 0 111) oder über Ihre ärztliche Praxis.
Vorbeugung
PMS lässt sich nicht immer verhindern, aber ein gesunder Lebensstil mit ausreichend Schlaf, Bewegung und ausgewogener Ernährung kann die Beschwerden lindern. Auch Stressabbau und ein bewusster Umgang mit dem Zyklus können vorbeugend wirken.
Impfungen
Es gibt keinen Impfstoff gegen PMS.
Früherkennungsprogramme
Es gibt keine spezielle Vorsorge für PMS. Aber regelmäßige gynäkologische Vorsorgeuntersuchungen sind sinnvoll, damit andere Erkrankungen rechtzeitig erkannt werden.
Komplikationen
Unbehandelt
- Wenn PMS nicht behandelt wird, kann es die Lebensqualität stark beeinträchtigen – zum Beispiel durch Schlafprobleme, Erschöpfung oder Stimmungsschwankungen.
- In manchen Fällen können sich die Beschwerden auf die Beziehung oder die Arbeit auswirken.
Langzeitprognose
Mit den richtigen Strategien und einer ärztlichen Begleitung lassen sich PMS-Beschwerden meist gut lindern. Viele Frauen empfinden ihre Symptome als belastend, aber es gibt Hoffnung und Hilfe. Sie müssen nicht allein damit zurechtkommen.
Unterstützung finden
Hilfetelefone
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2026
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Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.