Vorbereitung auf eine Knochendichtemessung
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Ein Knochendichtescan (auch DXA-Scan genannt) ist ein schmerzfreies Röntgenverfahren, das misst, wie fest und dicht Ihre Knochen sind. Der Test hilft, das Risiko von Knochenbrüchen einzuschätzen und eine mögliche Osteoporose (Knochenschwund) frühzeitig zu erkennen.
Wichtige Fakten
- Der Scan dauert nur etwa 10 bis 20 Minuten und ist völlig schmerzfrei.
- Sie werden einer geringen Strahlenmenge ausgesetzt – weniger als bei einem normalen Röntgenbild.
- Vor der Untersuchung müssen Sie bestimmte Dinge beachten, wie z. B. auf Kalziumtabletten zu verzichten.
Knochendichtemessungen werden häufig durchgeführt, vor allem bei Frauen nach den Wechseljahren und bei Menschen mit erhöhtem Risiko für Knochenbrüche.
Der Test wird meist empfohlen für Frauen ab 65 Jahren, Männer ab 70 Jahren sowie für jüngere Personen mit Risikofaktoren wie früheren Brüchen oder bestimmten Erkrankungen.
Symptome
- Während der Vorbereitung oder Durchführung des Scans gibt es keine Notfallsymptome. Sollten Sie jedoch starke Schmerzen oder einen plötzlichen Knochenbruch haben, wählen Sie sofort die 112.
- ⚠Wenn Sie am Tag der Untersuchung Fieber oder eine akute Erkrankung haben, informieren Sie bitte Ihre Ärztin oder Ihren Arzt – der Termin muss möglicherweise verschoben werden.
Häufige Symptome
- Meist gibt es keine Symptome – der Scan wird oft als Vorsorgeuntersuchung durchgeführt.
- Manchmal werden Sie zum Test überwiesen, wenn Sie bereits einen Knochenbruch ohne starken Sturz hatten.
Symptome bei Kindern
- Bei Kindern wird ein Knochendichtescan nur in besonderen Fällen durchgeführt, z. B. bei langfristiger Einnahme von Kortison oder chronischen Erkrankungen.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Ein Knochendichtescan wird bei älteren Erwachsenen häufiger eingesetzt, um das Bruchrisiko zu bewerten.
Ursachen
Hauptursachen
- Der Knochendichtescan selbst hat keine Ursachen – er ist ein Test. Die Gründe, warum der Test durchgeführt wird, sind Risikofaktoren für schwache Knochen.
Risikofaktoren
- Alter über 50 Jahre
- Weibliches Geschlecht, insbesondere nach den Wechseljahren
- Frühere Knochenbrüche
- Untergewicht oder Essstörungen
- Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum
- Bestimmte Medikamente wie Kortison über längere Zeit
- Familienvorgeschichte von Osteoporose
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn Sie nach einem leichten Sturz einen Knochenbruch vermuten, suchen Sie umgehend ärztliche Hilfe.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt über einen Knochendichtescan, wenn Sie zu den Risikogruppen gehören oder sich unsicher über Ihre Knochengesundheit sind.
Diagnose
Die Knochendichte wird mit einem speziellen Röntgengerät gemessen, das meist die Lendenwirbelsäule und die Hüfte untersucht.
Mögliche Untersuchungen
- DXA-Scan (Dual-Röntgen-Absorptiometrie)
- eventuell ein CT oder Ultraschall an der Ferse (weniger genau)
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Sie liegen während des Scans auf einer bequemen Liege, ein Arm oder Bein wird leicht positioniert. Der Scanner fährt langsam über Ihren Körper. Es ist wichtig, dass Sie sich nicht bewegen. Die Auswertung dauert nur wenige Minuten, das Ergebnis besprechen Sie später mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach dem Ergebnis des Knochendichtescans. Wenn eine niedrige Knochendichte festgestellt wird, besprechen Ärztinnen und Ärzte mit Ihnen Maßnahmen, um die Knochen zu stärken und Brüche zu verhindern.
Selbsthilfe zu Hause
- Achten Sie auf ausreichend Kalzium in der Ernährung (z. B. Milchprodukte, grünes Gemüse).
- Sorgen Sie für genügend Vitamin D – am besten durch Sonnenlicht oder nach Rücksprache mit Ihrem Arzt über ein Vitamin-D-Präparat.
- Bewegen Sie sich regelmäßig, insbesondere Übungen, die die Knochen belasten, wie Spazierengehen oder Treppensteigen.
Medizinische Behandlungen
Ihr Arzt kann Ihnen Medikamente verschreiben, die den Knochenabbau verlangsamen oder den Knochenaufbau fördern. Welches Medikament für Sie geeignet ist, hängt von Ihrem persönlichen Risiko und Ihrem Gesundheitszustand ab. Fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt nach den Möglichkeiten.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation ist nur bei einem bereits eingetretenen Knochenbruch nötig, nicht zur Behandlung der niedrigen Knochendichte selbst.
Leben mit der Erkrankung
Mit einer niedrigen Knochendichte können Sie weiterhin ein aktives Leben führen. Wichtig ist, Stürze zu vermeiden – räumen Sie Hindernisse aus dem Weg, tragen Sie rutschfeste Schuhe und lassen Sie Ihre Sehkraft regelmäßig überprüfen.
Tipps für den Alltag
- Verzichten Sie auf Rauchen und reduzieren Sie Alkohol.
- Üben Sie regelmäßig Gleichgewichtsübungen (z. B. Tai Chi oder Yoga).
- Nehmen Sie an einem Sturzpräventionsprogramm teil, falls verfügbar.
Ernährung und Bewegung
Eine kalziumreiche Ernährung (Milch, Joghurt, Käse, Brokkoli, Mandeln) und ausreichend Vitamin D (durch Sonne oder ergänzend) sind wichtig. Bewegung, die die Knochen belastet, wie Walking oder leichtes Krafttraining, hilft, die Knochendichte zu erhalten.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Die Diagnose einer niedrigen Knochendichte kann verunsichern. Viele Menschen machen sich Sorgen über Brüche. Es ist normal, solche Gedanken zu haben. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Ihre Ängste – wissen, dass Sie viel selbst tun können, um Ihre Knochen zu schützen.
Vorbeugung
Ja, Sie können viel tun, um Ihre Knochen gesund zu erhalten: ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung, Verzicht auf Rauchen und mäßiger Alkoholkonsum. Ein Knochendichtescan kann helfen, frühzeitig zu erkennen, ob Ihre Knochen schon geschwächt sind.
Impfungen
Es gibt keine Impfung gegen niedrige Knochendichte.
Früherkennungsprogramme
Für Risikogruppen (z. B. Frauen ab 65) wird ein Knochendichtescan als Vorsorge empfohlen. Fragen Sie Ihren Hausarzt, ob ein Screening für Sie sinnvoll ist.
Komplikationen
Unbehandelt
- Erhöhtes Risiko für Knochenbrüche, vor allem an Wirbelsäule, Hüfte und Handgelenk.
- Chronische Schmerzen durch Wirbelbrüche.
- Eingeschränkte Beweglichkeit und Verlust von Selbstständigkeit nach einem Bruch.
Langzeitprognose
Mit frühzeitiger Erkennung und richtiger Behandlung können Sie Ihre Knochengesundheit deutlich verbessern und das Bruchrisiko senken. Viele Menschen leben über viele Jahre ohne Brüche, auch wenn die Knochendichte niedrig ist. Es gibt Grund zur Hoffnung.
Unterstützung finden
Lokale Organisationen
- Deutsche Gesellschaft für Osteologie (DGO) ↗ · Deutschland
- Bundesselbsthilfeverband für Osteoporose e.V. ↗ · Deutschland
Hilfetelefone
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 30. Juli 2026
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Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.
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