COVID-19-PCR-Test
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Ein PCR-Test (Polymerase-Kettenreaktion) ist ein zuverlässiger Labortest, der das Erbgut (RNA) des Coronavirus SARS-CoV-2 in einer Probe nachweist. Er gilt als Goldstandard, um eine aktuelle COVID-19-Infektion festzustellen.
Wichtige Fakten
- Der Test wird meist mit einem Abstrich aus Nase oder Rachen durchgeführt.
- Das Ergebnis liegt je nach Labor zwischen 6 und 48 Stunden vor.
- Ein positives Ergebnis bedeutet, dass Sie zum Zeitpunkt der Probe ansteckend sind.
Ja, PCR-Tests auf COVID-19 werden in Deutschland seit 2020 millionenfach eingesetzt. In Testzentren, Arztpraxen und Krankenhäusern ist der Test Standard.
Der Test wird bei Menschen mit COVID-19-Verdacht durchgeführt – also bei Symptomen wie Husten, Fieber oder Geruchsverlust, aber auch bei Kontaktpersonen ohne Symptome oder vor einem Klinikaufenthalt.
Symptome
- Schwere Atemnot (z. B. keine Luft bekommen oder Lippen werden blau)
- Bewusstlosigkeit oder starker Kreislaufkollaps
- Anhaltende Brustschmerzen
- Sehr hohes Fieber über 40°C, das nicht sinkt
- ⚠Atemnot bei leichter Belastung (z. B. beim Treppensteigen)
- ⚠Verschlechterung des Allgemeinzustands (z. B. sehr schwach, kaum trinken)
- ⚠Verwirrtheit oder starke Benommenheit
- ⚠Sauerstoffsättigung unter 94 % (falls ein Pulsoximeter vorhanden ist)
Häufige Symptome
- Husten
- Fieber (über 38°C)
- Verlust des Geruchs- oder Geschmackssinns
- Halsschmerzen
- Schnupfen
- Kopf- und Gliederschmerzen
- Müdigkeit
- Atemnot (bei schwerem Verlauf)
Symptome bei Kindern
- Häufig leichte oder keine Symptome
- Möglicherweise nur Bauchschmerzen, Übelkeit oder Durchfall
- Fieber und Husten sind seltener als bei Erwachsenen
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Oft atypische Symptome wie Verwirrtheit oder Stürze
- Fieber kann fehlen oder niedriger sein
- Verschlechterung bestehender Erkrankungen (z. B. Herz-Lungen-Schwäche)
Ursachen
Hauptursachen
- Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus, das über Tröpfchen und Aerosole von Mensch zu Mensch übertragen wird.
Risikofaktoren
- Enger Kontakt zu einer infizierten Person
- Aufenthalt in Innenräumen mit vielen Menschen (z. B. Familie, Feiern, öffentliche Verkehrsmittel)
- Unzureichender Schutz (kein Abstand, keine Maske, schlechte Belüftung)
- Reisen in Regionen mit hohem Infektionsgeschehen
- Vorerkrankungen wie Diabetes, Herzkrankheiten oder ein geschwächtes Immunsystem
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn Sie Symptome einer COVID-19-Infektion haben und zur Risikogruppe gehören (älter, chronisch krank, schwanger).
- Wenn Sie in den letzten Tagen Kontakt zu einer bestätigten Person hatten und Symptome entwickeln.
- Wenn die Symptome sich verschlechtern (z. B. Atembeschwerden oder hohes Fieber).
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Bei leichten Symptomen reicht es oft, den Hausarzt oder ein Testzentrum für einen PCR-Test zu kontaktieren.
- Vor einem Krankenhausaufenthalt, einer Operation oder einer Reise in ein Risikogebiet ist ein PCR-Test oft notwendig – fragen Sie Ihren Arzt oder Ihr Reisebüro.
Diagnose
Der PCR-Test wird durch einen Abstrich aus Nase oder Rachen durchgeführt. Der Abstrich wird in ein Labor geschickt, wo das Virus-Erbgut vervielfältigt und nachgewiesen wird. Das Ergebnis ist sehr zuverlässig.
Mögliche Untersuchungen
- PCR-Test (Goldstandard, sehr genau)
- Antigen-Schnelltest (weniger empfindlich, aber schnelles Ergebnis – bei positivem Ergebnis wird oft ein PCR-Test zur Bestätigung empfohlen)
- Selbsttest (Antigen-Test für zu Hause, ebenfalls weniger empfindlich)
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Sie erhalten einen Termin im Testzentrum oder bei Ihrem Hausarzt. Nach dem Abstrich (dauert etwa 10–15 Sekunden) können Sie nach Hause gehen und das Ergebnis per App, Telefon oder Brief abwarten. Bei einem positiven Ergebnis werden Sie zu Isolation und weiteren Schritten beraten.
Behandlung
Die Behandlung einer COVID-19-Infektion hängt vom Schweregrad ab. Bei mildem Verlauf steht die Linderung der Symptome im Vordergrund. Bei schwerem Verlauf ist ein Krankenhausaufenthalt nötig. Es gibt antivirale Medikamente, die nur für Risikopatienten oder in bestimmten Fällen eingesetzt werden – Ihr Arzt entscheidet, ob eine Behandlung infrage kommt.
Selbsthilfe zu Hause
- Viel trinken (Wasser, Tee), um den Flüssigkeitshaushalt zu halten
- Schlafen und Ruhen – der Körper braucht Energie zur Bekämpfung der Infektion
- Bei Fieber oder Schmerzen können Hausmittel wie Wadenwickel helfen – Medikamente nur nach Rücksprache mit dem Arzt einnehmen
- Bei Husten und Halsschmerzen: warme Getränke, Honig, Lutschpastillen (ohne ärztliche Empfehlung kein Hustenblocker)
- Raum gut lüften und bei Fieber nicht zu warm anziehen
Medizinische Behandlungen
Bei einem positiven PCR-Test und Risikofaktoren kann der Arzt antivirale Medikamente oder eine symptomatische Therapie verordnen. Dazu gehören Mittel gegen Fieber, Schmerzen oder Husten – immer nach ärztlicher Verschreibung. In seltenen Fällen kommen im Krankenhaus Sauerstoff- oder Beatmungstherapie zum Einsatz. Die Behandlung richtet sich nach den AWMF-Leitlinien zu COVID-19.
Wann kommt eine Operation infrage?
Nicht relevant – COVID-19 wird nicht operativ behandelt. In seltenen Fällen kann bei schweren Komplikationen (z. B. Thrombose) ein chirurgischer Eingriff nötig sein, der aber nicht die Infektion selbst betrifft.
Leben mit der Erkrankung
Wenn Sie COVID-19 haben, bleiben Sie zu Hause und isolieren sich von anderen Haushaltsmitgliedern. Lüften Sie regelmäßig, nutzen Sie getrennte Handtücher und bestehen Sie auf Masken in Gemeinschaftsräumen. Ruhen Sie sich aus und beobachten Sie Ihre Symptome.
Tipps für den Alltag
- Halten Sie Telefonkontakt zu Freunden und Familie, um nicht einsam zu werden.
- Nutzen Sie die Zeit zum Lesen, Filme schauen oder leichten Beschäftigungen, die Sie im Bett oder auf der Couch machen können.
- Überanstrengen Sie sich nicht – auch wenn Sie sich besser fühlen, braucht der Körper Zeit zur Erholung.
Ernährung und Bewegung
Essen Sie leichte Kost wie Suppen und Brühen, wenn der Appetit gering ist. Trinken Sie viel. Leichte Bewegung wie Atemübungen oder Dehnen im Bett kann helfen – aber nur, wenn Sie sich dabei nicht müde fühlen. Kein Sport während der akuten Phase.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Eine COVID-19-Erkrankung kann Angst, Traurigkeit oder Einsamkeit auslösen. Der Verlust von Geruch und Geschmack kann belastend sein. Auch die Isolation kann auf die Stimmung schlagen. Es ist normal, sich Sorgen zu machen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder nutzen Sie Telefon-Seelsorge. Suchen Sie sich Ablenkung und seien Sie nachsichtig mit sich selbst.
Vorbeugung
Ja, eine Ansteckung mit SARS-CoV-2 kann durch Impfung, Abstand, Masken und Lüften stark reduziert werden. Vollständiger Schutz ist nicht möglich, aber das Risiko für schwere Verläufe sinkt deutlich.
Impfungen
Die COVID-19-Impfung wird in Deutschland von der STIKO empfohlen und ist für alle Bürger kostenlos. Sie verringert das Risiko einer Infektion und besonders das Risiko schwerer Erkrankungen. Auffrischungen (Booster) werden je nach Alter und Gesundheitssituation empfohlen – fragen Sie Ihren Hausarzt.
Früherkennungsprogramme
Regelmäßige Tests (Antigen-Schnelltests oder PCR) werden in bestimmten Settings empfohlen, z. B. in Pflegeheimen oder Krankenhäusern. Im Alltag können Sie bei Symptomen oder nach riskanten Kontakten einen Test machen – entweder im Testzentrum oder mit einem Selbsttest zu Hause.
Komplikationen
Unbehandelt
- Lungenentzündung (Pneumonie) mit Sauerstoffmangel
- Thrombosen und Lungenembolien
- Herzmuskelentzündung (Myokarditis)
- Post-COVID-Syndrom (Langzeitfolgen wie Erschöpfung, Atemnot, Konzentrationsstörungen)
- Nierenversagen oder Multiorganversagen (selten, aber schwerwiegend)
Langzeitprognose
Die meisten Menschen mit COVID-19 erholen sich vollständig, besonders wenn sie jung und gesund sind. Die Impfung verbessert die Prognose deutlich. Auch bei schweren Verläufen ist eine Behandlung heute viel besser als zu Beginn der Pandemie. Es gibt Hoffnung – mit frühzeitiger Diagnose, guter Betreuung und Geduld kann der Körper die Infektion meist überwinden.
Unterstützung finden
Hilfetelefone
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 30. Juli 2026
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Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.
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