Augenspiegelung
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Die Fundoskopie (auch Augenhintergrunduntersuchung) ist eine schmerzlose Untersuchung, bei der der Arzt mit einem Ophthalmoskop (einem speziellen Gerät mit Licht und Vergrößerung) den hinteren Teil Ihres Auges betrachtet – also Netzhaut, Sehnerv und Blutgefäße.
Wichtige Fakten
- Die Untersuchung dauert etwa 10 Minuten.
- Meist werden Augentropfen gegeben, um die Pupille zu weiten – danach kann das Sehen für ein paar Stunden verschwommen sein.
- Die Fundoskopie hilft, Augenkrankheiten wie Grünen Star, Grauen Star oder diabetische Netzhautveränderungen früh zu erkennen.
Ja, die Fundoskopie gehört zu den häufigsten Augenuntersuchungen und wird routinemäßig bei Sehproblemen oder Vorsorgeterminen eingesetzt.
Jeder kann von einer Fundoskopie profitieren – besonders Menschen mit Sehstörungen, Diabetes, Bluthochdruck oder über 40 Jahre.
Symptome
- Plötzlicher Sehverlust auf einem oder beiden Augen
- Ein schwarzer Vorhang oder Schatten, der von oben oder unten ins Sichtfeld kommt
- Schwere Augenschmerzen mit Übelkeit und Erbrechen
- ⚠Neue, häufig auftretende Lichtblitze oder dunkle Punkte („Mücken” im Auge)
- ⚠Rötung und Schmerzen am Auge
- ⚠Verschwommenes Sehen, das nicht von selbst wieder verschwindet
Häufige Symptome
- Verschwommenes Sehen
- Lichtblitze oder dunkle Schatten im Sichtfeld
- Plötzliche Sehverschlechterung
Symptome bei Kindern
- Schielen (Strabismus)
- Kopfschmerzen nach Lesen oder Naharbeit
- Auffälliges Verhalten beim Sehen (z. B. Dinge aus nächster Nähe betrachten)
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Nachlassende Sehschärfe (besonders in der Mitte oder an den Rändern)
- Verzerrtes Sehen (wellenförmig oder verkrümmt)
- Nachtsichtprobleme oder vermehrte Blendempfindlichkeit
Ursachen
Hauptursachen
- Grüner Star (Glaukom) – Schädigung des Sehnervs durch erhöhten Augendruck
- Altersbedingte Makuladegeneration (AMD) – Abnutzung der Netzhautmitte
- Diabetische Retinopathie – Netzhautschäden durch Zuckerkrankheit
Risikofaktoren
- Hoher Blutdruck
- Diabetes mellitus
- Kurzsichtigkeit (stark)
- Rauchen
- Hohes Alter (über 60 Jahre)
- Familiäre Vorbelastung (z. B. Eltern mit Glaukom)
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Plötzliche Sehveränderung (Sehverschlechterung, Lichtblitze, Schatten)
- Schmerzen am Auge
- Augenverletzung
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Ab 40 Jahren jährliche Vorsorgeuntersuchung
- Bei bekanntem Glaukom, AMD oder Diabetes – alle 1–2 Jahre
- Wenn Sie erblich vorbelastet sind (z. B. Eltern mit Grünen Star)
Diagnose
Die Fundoskopie wird von einem Augenarzt oder Optiker durchgeführt. Sie können direkt einen Termin vereinbaren.
Mögliche Untersuchungen
- Sehtest (Visusprüfung)
- Augendruckmessung (Tonometrie)
- Gesichtsfelduntersuchung (um blinde Flecken zu erkennen)
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Sie sitzen in einem abgedunkelten Raum. Zuerst bekommen Sie Augentropfen, um die Pupille zu weiten. Dann leuchtet der Arzt mit dem Ophthalmoskop in Ihr Auge. Sie sehen ein helles Licht. Die Untersuchung dauert etwa 5–10 Minuten. Anschließend kann das Sehen noch 4–6 Stunden verschwommen sein – fahren Sie besser mit Begleitung oder öffentlichen Verkehrsmitteln nach Hause.
Behandlung
Die Fundoskopie selbst ist eine Untersuchung, keine Behandlung. Falls eine Augenerkrankung festgestellt wird, richtet sich die Behandlung nach den genauen Befunden.
Selbsthilfe zu Hause
- Lassen Sie Ihre Augen regelmäßig kontrollieren – auch wenn Sie keine Beschwerden haben.
- Kontrollieren Sie Blutzucker und Blutdruck, wenn Sie Diabetes oder Bluthochdruck haben.
- Schützen Sie Ihre Augen vor UV-Licht (Sonnenbrille) und vor Verletzungen (Schutzbrille bei Sport/Arbeit).
Medizinische Behandlungen
Je nach Erkrankung kann der Arzt Medikamente (z. B. Augentropfen oder -tabletten), Lasertherapien oder Injektionen direkt ins Auge empfehlen. Besprechen Sie die Vor- und Nachteile mit Ihrem Augenarzt.
Wann kommt eine Operation infrage?
Bei fortgeschrittenem Grauen Star, Netzhautablösung oder schwerem Glaukom kann eine Operation nötig sein. Ihr Arzt wird Sie über die Möglichkeiten informieren.
Leben mit der Erkrankung
Nach der Fundoskopie können Sie Ihren Alltag normal fortsetzen. Achten Sie auf die Nachwirkungen der Augentropfen – vermeiden Sie Autofahren, bis die Sehkraft wieder klar ist.
Tipps für den Alltag
- Regelmäßige Augenuntersuchungen einplanen
- Nicht rauchen – Rauchen schadet den Blutgefäßen der Netzhaut
- Bei Bildschirmarbeit öfter bewusst blinzeln und ab und zu in die Ferne schauen
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Fisch (Omega-3-Fettsäuren) unterstützt die Augengesundheit. Regelmäßige Bewegung hilft, Blutzucker und Blutdruck zu stabilisieren – das schützt auch die Augen.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Sehprobleme können beunruhigen und den Alltag erschweren. Teilen Sie Ihre Sorgen mit dem Arzt oder einer Vertrauensperson. Manchmal hilft ein Gespräch mit Menschen in ähnlicher Situation.
Vorbeugung
Die Fundoskopie selbst ist eine Vorsorgemaßnahme. Durch regelmäßige Untersuchungen lassen sich viele Augenkrankheiten früh erkennen und behandeln – das verhindert oft eine Verschlechterung.
Früherkennungsprogramme
Ein Screening (Vorsorgeuntersuchung) wird empfohlen: ab 40 Jahren alle 1–2 Jahre, bei Diabetes oder Bluthochdruck auch früher und öfter.
Komplikationen
Unbehandelt
- Unbehandelt führen Netzhauterkrankungen (wie bei Diabetes) oft zu bleibenden Sehverlust.
- Ein unbehandelter Grüner Star schädigt den Sehnerv fortschreitend – bis zur Erblindung.
Langzeitprognose
Heute werden Augenerkrankungen dank moderner Untersuchungen wie der Fundoskopie viel früher entdeckt. Mit rechtzeitiger Behandlung sind die Aussichten meist gut – viele Patienten können ihre Sehkraft lange erhalten.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 30. Juli 2026
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