Vorbereitung auf die Knochendichtemessung
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Eine Knochendichtemessung (auch DXA-Scan genannt) ist ein schmerzfreier Test, der die Stärke Ihrer Knochen misst. Er hilft dem Arzt, das Risiko von Knochenbrüchen einzuschätzen und eine Osteoporose (Knochenschwund) frühzeitig zu erkennen.
Wichtige Fakten
- Die Messung ist schmerzlos und dauert etwa 10 bis 15 Minuten.
- Sie verwendet eine sehr geringe Menge an Röntgenstrahlung – weniger als bei einem normalen Röntgenbild.
- Die Ergebnisse zeigen einen T-Wert, der die Knochendichte im Vergleich zu einer jungen, gesunden Person angibt.
Ja, eine Knochendichtemessung wird häufig durchgeführt, vor allem bei Frauen nach den Wechseljahren und bei Menschen mit bestimmten Risikofaktoren für brüchige Knochen.
Die Messung wird vor allem empfohlen für Frauen ab 65 Jahren, für Männer ab 70 Jahren, sowie für jüngere Erwachsene mit erhöhtem Risiko (z. B. nach längerer Einnahme von Kortison oder bei rheumatischen Erkrankungen).
Symptome
- Plötzliche, starke Rückenschmerzen, besonders nach einem Sturz oder Heben – könnte ein Wirbelbruch sein.
- Unfähigkeit, ein Bein zu bewegen oder zu stehen nach einem Sturz.
- ⚠Ein Knochenbruch, der nicht richtig heilt oder starke Schmerzen verursacht.
- ⚠Neu auftretende Schmerzen im Rücken oder in der Hüfte ohne erkennbare Ursache.
Häufige Symptome
- Eine verminderte Knochendichte verursacht meist lange Zeit keine Beschwerden. Oft wird sie erst nach einem Knochenbruch bemerkt.
Symptome bei Kindern
- Bei Kindern wird eine Knochendichtemessung nur selten durchgeführt, etwa bei bestimmten chronischen Erkrankungen oder langfristiger Kortisonbehandlung. Meist gibt es keine Symptome.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Rückenschmerzen durch Wirbelbrüche (oft ohne schweren Sturz)
- Abnahme der Körpergröße oder eine gekrümmte Haltung
- Knochenbrüche schon bei geringer Belastung (z. B. Sturz aus dem Stand)
Ursachen
Hauptursachen
- Eine geringe Knochendichte entsteht meist durch natürlichen Knochenabbau im Alter, hormonelle Veränderungen (v. a. nach den Wechseljahren) oder einen Mangel an Kalzium und Vitamin D.
Risikofaktoren
- Weibliches Geschlecht und höheres Alter
- Familienmitglieder mit Osteoporose oder Hüftbrüchen
- Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum
- Langfristige Einnahme von Kortisonpräparaten
- Untergewicht oder Essstörungen
- Bewegungsmangel und wenig Sonnenlicht (für Vitamin D)
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei einem Knochenbruch nach einem leichten Sturz oder ohne erkennbare Ursache.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Ab dem 65. Lebensjahr (bei Frauen) bzw. 70. Lebensjahr (bei Männern) zur Früherkennung.
- Wenn Sie eines oder mehrere der Risikofaktoren haben – sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt oder Ihrer Hausärztin.
Diagnose
Die Knochendichtemessung (DXA = Dual-Röntgen-Absorptiometrie) ist der Standardtest. Sie wird an der Wirbelsäule und am Oberschenkelhals durchgeführt.
Mögliche Untersuchungen
- DXA-Scan der Lendenwirbelsäule und des Oberschenkelknochens
- Bei Bedarf: Röntgen der Wirbelsäule auf Wirbelbrüche
- Manchmal: spezielle Fragebögen oder Rechenmodelle (z. B. FRAX®) zur Abschätzung des Bruchrisikos
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Sie liegen auf einer gepolsterten Liege, ein Messarm fährt langsam über die zu untersuchenden Körperregionen. Sie müssen stillhalten, aber es tut nicht weh. Bitte tragen Sie bequeme Kleidung ohne Metall (Reißverschlüsse, Knöpfe). Die Untersuchung ist ambulant und Sie können danach sofort nach Hause gehen.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach dem Ergebnis der Knochendichtemessung und Ihrem persönlichen Bruchrisiko. Ziel ist es, die Knochen zu stärken und Brüche zu verhindern.
Selbsthilfe zu Hause
- Achten Sie auf eine kalziumreiche Ernährung (Milchprodukte, grünes Gemüse, Mineralwasser mit viel Kalzium).
- Sorgen Sie für ausreichend Vitamin D – am besten durch täglichen Aufenthalt im Freien oder nach ärztlicher Beratung mit einem Vitamin-D-Präparat.
- Bewegen Sie sich regelmäßig: Treppensteigen, Spazierengehen, Tanzen oder leichtes Krafttraining stärken die Knochen.
Medizinische Behandlungen
Bei einem hohen Bruchrisiko kann der Arzt Medikamente verschreiben, die den Knochenabbau bremsen oder den Knochenaufbau fördern. Dazu gehören Mittel, die als Tabletten oder als Injektion verabreicht werden. Die genaue Wahl besprechen Sie mit Ihrem Arzt – es gibt verschiedene Optionen und Therapiepläne.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation kommt nur dann in Frage, wenn bereits ein Knochenbruch eingetreten ist, der spontan nicht gut heilt, z. B. ein Oberschenkelhalsbruch. Die Operation wird dann vom Orthopäden geplant.
Leben mit der Erkrankung
Wenn Sie eine verminderte Knochendichte haben, sollten Sie Stürze vermeiden: Halten Sie Ihre Wohnung frei von Stolperfallen, tragen Sie rutschfeste Schuhe und lassen Sie Ihre Sehkraft regelmäßig überprüfen.
Tipps für den Alltag
- Verzichten Sie auf Rauchen und schränken Sie Alkohol ein.
- Bewegen Sie sich täglich – auch kurze Spaziergänge helfen.
- Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über blutdrucksenkende Mittel oder Schlafmittel, die das Sturzrisiko erhöhen können.
Ernährung und Bewegung
Essen Sie täglich Lebensmittel mit viel Kalzium (z. B. Käse, Joghurt, Grünkohl, Brokkoli, mit Kalzium angereicherte Pflanzenmilch). Vitamin D wird durch Sonnenlicht gebildet – im Winter kann eine Ergänzung sinnvoll sein. Für die Knochen sind vor allem Übungen mit Eigengewicht (Kniebeugen, Ausfallschritte) und leichte Gewichte empfehlenswert.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Die Sorge vor einem Knochenbruch kann belastend sein. Viele Menschen haben Angst, sich zu verletzen. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten, wie Sie sicher aktiv bleiben können. Bei starker Angst oder Niedergeschlagenheit helfen Gespräche mit Angehörigen oder eine psychologische Beratung.
Vorbeugung
Ja, Sie können viel tun, um Ihre Knochen stark zu halten. Dazu gehören eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung, Verzicht auf Rauchen und ein gesunder Umgang mit Alkohol. Je früher Sie beginnen, desto besser.
Früherkennungsprogramme
Für Frauen ab 65 und Männer ab 70 wird eine Knochendichtemessung als Vorsorgeuntersuchung empfohlen. Bei zusätzlichen Risikofaktoren kann der Arzt auch früher eine Messung vorschlagen. Die Kosten werden in der Regel von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen, wenn ein begründeter Verdacht vorliegt.
Komplikationen
Unbehandelt
- Erhöhtes Risiko für Knochenbrüche, z. B. am Handgelenk, am Oberschenkelhals oder an der Wirbelsäule
- Wirbelbrüche können zu chronischen Rückenschmerzen, Größenverlust und einer verkrümmten Haltung führen.
- Oberschenkelhalsbrüche erfordern oft eine Operation und lange Rehabilitation.
Langzeitprognose
Die gute Nachricht: Wenn eine verminderte Knochendichte früh erkannt wird, können Sie mit den richtigen Maßnahmen das Bruchrisiko deutlich senken. Viele Menschen mit Osteoporose bleiben bis ins hohe Alter aktiv und selbstständig. Bleiben Sie im Gespräch mit Ihrem Arzt und setzen Sie die Empfehlungen um – dann ist die Prognose meist sehr gut.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 30. Juli 2026
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