Vorbereitung auf die Mammographie
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Eine Mammographie ist eine Röntgenuntersuchung der Brust. Sie hilft dabei, Veränderungen im Brustgewebe frühzeitig zu erkennen – oft bevor sie tastbar sind.
Wichtige Fakten
- Die Mammographie kann Brustkrebs früh erkennen.
- Die Untersuchung dauert nur etwa 15 bis 20 Minuten.
- Es wird empfohlen, ab einem bestimmten Alter regelmäßig zur Mammographie zu gehen.
Die Mammographie ist eine sehr häufige Vorsorgeuntersuchung bei Frauen ab 50 Jahren in Deutschland.
Sie wird vor allem Frauen ab 50 Jahren empfohlen, aber auch jüngeren Frauen mit erhöhtem Risiko.
Symptome
- ⚠Wenn Sie einen Knoten, eine Dellenbildung, Rötung oder andere auffällige Veränderungen in der Brust bemerken, suchen Sie innerhalb weniger Tage eine Arztpraxis auf.
Häufige Symptome
- Keine – die Mammographie dient der Vorsorge und wird durchgeführt, bevor Symptome auftreten.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Bei älteren Frauen können Hautveränderungen oder Knoten auftreten. Die Mammographie bleibt auch dann wichtig.
Ursachen
Hauptursachen
- Die Mammographie ist keine Behandlung – sie dient der Früherkennung von Brustkrebs. Risikofaktoren für Brustkrebs sind unter anderem: hohes Alter, familiäre Vorbelastung, Genveränderungen (z.B. BRCA1/2), Übergewicht und Alkoholkonsum.
Risikofaktoren
- Hohes Lebensalter
- Familiäre Vorbelastung (z.B. Mutter oder Schwester mit Brustkrebs)
- Bestimmte Genveränderungen (BRCA1/2)
- Übergewicht
- Alkoholkonsum
- Hormonersatztherapie über mehrere Jahre
Wann zum Arzt
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Ab dem 50. Lebensjahr alle zwei Jahre zur Mammographie (im Rahmen des gesetzlichen Früherkennungsprogramms).
- Bei familiärer Vorbelastung oder genetischem Risiko können individuelle Empfehlungen für ein früheres oder häufigeres Screening gelten.
Diagnose
Die Mammographie wird von einer speziell geschulten Radiologin oder einem Radiologen durchgeführt. Falls nötig, werden weitere Untersuchungen wie Ultraschall oder eine Biopsie (Gewebeprobe) angeschlossen.
Mögliche Untersuchungen
- Mammographie (Röntgenaufnahme der Brust)
- Ggf. Ultraschall der Brust (Sonographie)
- Ggf. MRT der Brust (Magnetresonanztomographie)
- Ggf. Biopsie (Gewebeprobe) bei Auffälligkeiten
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Sie werden gebeten, sich ab der Hüfte freizumachen. Die Brust wird zwischen zwei Platten leicht zusammengedrückt – das kann kurz unangenehm sein, ist aber notwendig für ein gutes Bild. Die gesamte Untersuchung dauert nur etwa 15 Minuten.
Behandlung
Falls die Mammographie Auffälligkeiten zeigt, sind weitere Untersuchungen nötig. Die Behandlung richtet sich nach der genauen Diagnose – viele Veränderungen sind gutartig und bedürfen keiner Behandlung.
Selbsthilfe zu Hause
- Vor der Mammographie keine Deos, Pudersprays oder Cremes im Brust- und Achselbereich verwenden.
- Bequeme Kleidung tragen, am besten einen Rock oder eine Hose mit einem Oberteil, das sich leicht öffnen lässt.
- Nehmen Sie alle bisherigen Mammographie-Bilder mit, falls vorhanden.
Medizinische Behandlungen
Bei einem positiven Befund können weitere bildgebende Verfahren oder eine Biopsie (Gewebeprobe) folgen. Die Behandlung von Brustkrebs umfasst unter anderem Operation, Strahlentherapie, Chemotherapie oder Hormontherapie – Ihr Arzt oder Ihre Ärztin berät Sie individuell.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation wird nur dann empfohlen, wenn nach gründlicher Abklärung ein bösartiger Tumor oder eine Vorstufe davon festgestellt wird.
Leben mit der Erkrankung
Die Mammographie selbst hat keine Auswirkungen auf den Alltag. Sie können nach der Untersuchung sofort Ihren normalen Tätigkeiten nachgehen.
Tipps für den Alltag
- Nach der Untersuchung besteht keine Einschränkung – Sie können ganz normal Ihren Aktivitäten nachgehen.
Ernährung und Bewegung
Keine speziellen Einschränkungen. Eine gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung sind allgemein empfehlenswert.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Die Wartezeit auf die Ergebnisse kann belastend sein. Es ist normal, sich Sorgen zu machen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin über Ihre Ängste. Bei anhaltender Belastung kann psychologische Unterstützung helfen.
Vorbeugung
Eine Mammographie kann Brustkrebs nicht verhindern, aber frühzeitig erkennen – und früh erkannter Brustkrebs hat oft eine sehr gute Heilungschance.
Früherkennungsprogramme
Die regelmäßige Mammographie – alle zwei Jahre für Frauen ab 50 Jahren – ist Teil des gesetzlichen Früherkennungsprogramms in Deutschland (Mammographie-Screening). Frauen mit erhöhtem Risiko können Anspruch auf ein individuelles Früherkennungsprogramm haben.
Komplikationen
Langzeitprognose
Die meisten Auffälligkeiten in der Mammographie sind gutartig. Selbst wenn sich ein Krebs findet, ist die Heilungschance bei Früherkennung sehr gut. Viele Frauen mit Brustkrebs können vollständig geheilt werden.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 30. Juli 2026
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