Vorbereitung auf den PSA-Test
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Der PSA-Test ist ein Bluttest, der die Menge des Prostata-spezifischen Antigens (PSA) im Blut misst. PSA ist ein Eiweiß, das von der Prostata, einer kleinen Drüse beim Mann, gebildet wird. Der Test wird meist eingesetzt, um Prostatakrebs früh zu erkennen oder um eine Vergrößerung der Prostata abzuklären.
Wichtige Fakten
- PSA ist kein eindeutiger Krebsmarker – auch gutartige Erkrankungen können den Wert erhöhen.
- Der Test ist eine Blutabnahme und dauert nur wenige Minuten.
- Ein erhöhter PSA-Wert erfordert weitere Untersuchungen, wie eine Tastuntersuchung oder eine Gewebeprobe (Biopsie).
Ja, der PSA-Test wird in Deutschland bei vielen Männern ab einem bestimmten Alter im Rahmen der Krebsvorsorge angeboten. Die Anwendung und die Häufigkeit der Tests sind jedoch umstritten, da nicht jeder erhöhte PSA-Wert auf Krebs hinweist.
Der Test betrifft in erster Linie Männer, besonders ab 45 Jahren. Männer mit familiärer Vorbelastung (Prostatakrebs in der Familie) haben ein erhöhtes Risiko und sollten mit ihrem Arzt über den Test sprechen.
Symptome
- Akute Harnverhaltung (gar kein Wasserlassen mehr möglich) – sofort den Notruf 112 wählen oder die nächste Notaufnahme aufsuchen.
- Starke, plötzliche Schmerzen im Unterleib oder Rücken, die auf einen Notfall hinweisen könnten.
- ⚠Blut im Urin oder Sperma, das plötzlich auftritt oder stark ist.
- ⚠Anhaltender Schmerz beim Wasserlassen, der die tägliche Aktivität beeinträchtigt.
Häufige Symptome
- Häufiger Harndrang, vor allem nachts
- Schwacher oder unterbrochener Harnstrahl
- Schmerzen oder Brennen beim Wasserlassen
- Blut im Urin oder Sperma
Symptome bei Kindern
- Dieser Test wird bei Kindern nicht durchgeführt, daher gibt es keine spezifischen Symptome.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Bei älteren Männern können die gleichen Symptome auftreten, aber auch unspezifische Beschwerden wie Müdigkeit oder Gewichtsverlust bei fortgeschrittener Erkrankung.
Ursachen
Hauptursachen
- Ein erhöhter PSA-Wert kann durch gutartige Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie) verursacht sein.
- Auch eine Entzündung der Prostata (Prostatitis) kann den Wert vorübergehend erhöhen.
- Prostatakrebs ist eine mögliche, aber nicht die einzige Ursache.
Risikofaktoren
- Alter über 50 Jahre
- Familiäre Vorbelastung (Vater oder Bruder mit Prostatakrebs)
- Afroamerikanische Herkunft (höheres Risiko)
- Übergewicht und ungesunde Ernährung
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei akuter Harnverhaltung oder starken Schmerzen sofort den Notruf wählen.
- Wenn Blut im Urin oder Sperma sichtbar ist und mit Schmerzen einhergeht.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Sprechen Sie bei Routineuntersuchungen mit Ihrem Arzt über eine mögliche PSA-Messung, besonders ab 45 Jahren.
- Lassen Sie sich beraten, wenn Sie Beschwerden beim Wasserlassen haben.
Diagnose
Der PSA-Test wird mit einer einfachen Blutabnahme durchgeführt. Das Blut wird im Labor auf die Konzentration des PSA-Proteins untersucht.
Mögliche Untersuchungen
- PSA-Bluttest
- Tastuntersuchung der Prostata (digitale rektale Untersuchung, DRU)
- Bei auffälligen Werten: Gewebeprobe (Prostatabiopsie) unter Ultraschallkontrolle
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Für die Blutabnahme müssen Sie nicht nüchtern sein. Vermeiden Sie jedoch 24 Stunden vorher intensive körperliche Anstrengung, Fahrradfahren oder Geschlechtsverkehr, da dies den PSA-Wert vorübergehend erhöhen kann. Das Ergebnis liegt meist nach einigen Tagen vor. Ihr Arzt bespricht es dann mit Ihnen.
Behandlung
Falls der PSA-Test und weitere Untersuchungen Prostatakrebs bestätigen, gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Die Wahl hängt vom Stadium des Krebses, Ihrem Alter und Ihrem allgemeinen Gesundheitszustand ab.
Selbsthilfe zu Hause
- Gesunde Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten
- Regelmäßige Bewegung, um Übergewicht zu vermeiden
- Ausreichend trinken, aber abends weniger, um nächtlichen Harndrang zu reduzieren
Medizinische Behandlungen
Die Behandlung kann eine aktive Überwachung ohne sofortige Therapie, eine Operation (Prostataentfernung), Strahlentherapie oder eine Hormonbehandlung umfassen. Auch eine Chemotherapie oder neuere Immuntherapien kommen bei fortgeschrittener Erkrankung infrage. Ihr Arzt wird alle Optionen mit Ihnen besprechen.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation wird meist empfohlen, wenn der Krebs auf die Prostata begrenzt ist und eine Heilung möglich erscheint. Der richtige Zeitpunkt hängt von der Aggressivität des Tumors und Ihren persönlichen Wünschen ab.
Leben mit der Erkrankung
Nach einer Krebsdiagnose kann der Alltag von Arztbesuchen und Untersuchungen geprägt sein. Versuchen Sie, sich Zeit für sich selbst zu nehmen und kleine Pausen einzuplanen.
Tipps für den Alltag
- Vermeiden Rauchen und übermäßigen Alkoholkonsum
- Bewegen Sie sich regelmäßig – 30 Minuten Spaziergang täglich kann schon helfen
- Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über mögliche Wechselwirkungen von Medikamenten mit Ihrem Alltag
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit wenig rotem Fleisch und viel pflanzlichen Lebensmitteln kann unterstützend wirken. Vermeiden Sie Übergewicht und bleiben Sie körperlich aktiv.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Die Diagnose Krebs kann Ängste auslösen. Es ist normal, sich Sorgen zu machen. Suchen Sie sich Unterstützung bei Familie, Freunden oder suchen Sie eine psychoonkologische Beratung auf.
Vorbeugung
Prostatakrebs lässt sich nicht sicher verhindern, aber ein gesunder Lebensstil kann das Risiko senken. Dazu gehören gesunde Ernährung, Bewegung und kein Rauchen.
Impfungen
Es gibt derzeit keine Impfung gegen Prostatakrebs.
Früherkennungsprogramme
Der PSA-Test wird als Früherkennungsuntersuchung angeboten. Die Deutsche Krebshilfe und die AWMF-Leitlinien empfehlen eine informierte Entscheidung: Männer ab 45 Jahren sollten mit ihrem Arzt über Vor- und Nachteile des Tests sprechen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Bei fortgeschrittenem Prostatakrebs können Tochtergeschwülste (Metastasen) in Knochen oder anderen Organen auftreten.
- Eine unbehandelte gutartige Prostatavergrößerung kann zu wiederkehrenden Harnwegsinfekten oder Nierenschäden führen.
Langzeitprognose
Die Heilungschancen bei Prostatakrebs sind insgesamt sehr gut, wenn die Erkrankung früh erkannt wird. Viele Männer leben auch mit einem langsam wachsenden Tumor ohne Beschwerden. Wichtig ist, die Behandlung gemeinsam mit Ihrem Arzt zu besprechen und regelmäßige Kontrollen wahrzunehmen.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2026
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