Vorbereitung auf Spirometrie
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Spirometrie ist ein einfacher und schmerzfreier Lungenfunktionstest. Dabei wird gemessen, wie viel Luft Sie ein- und ausatmen können und wie schnell das geht. Der Test hilft Ihrem Arzt, Ihre Lungenfunktion zu beurteilen.
Wichtige Fakten
- Die Spirometrie dauert in der Regel 10 bis 15 Minuten.
- Sie müssen während des Tests mehrmals kräftig in ein Mundstück ausatmen.
- Der Test ist schmerzfrei und hat keine Nebenwirkungen.
Spirometrie wird sehr häufig durchgeführt, zum Beispiel bei Verdacht auf Asthma oder COPD.
Der Test wird bei Erwachsenen und Kindern jeden Alters eingesetzt, wenn Atembeschwerden vorliegen oder die Lungenfunktion überprüft werden soll.
Symptome
- Plötzliche schwere Atemnot
- Blaue Lippen oder Fingernägel
- Brustschmerz, der in Ruhe nicht weggeht
- Bewusstlosigkeit
- ⚠Atemnot, die sich innerhalb von Stunden verschlechtert
- ⚠Fieber mit starkem Husten und Atemnot
Häufige Symptome
- Anhaltender Husten
- Kurzatmigkeit bei Belastung
- Engegefühl in der Brust
- Pfeifende Atemgeräusche
Symptome bei Kindern
- Häufige Atemwegsinfekte
- Husten nachts oder beim Spielen
- Atemnot beim Toben
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Zunehmende Luftnot bei alltäglichen Tätigkeiten
- Chronischer Husten mit Auswurf
- Schwierigkeiten beim Treppensteigen
Ursachen
Hauptursachen
- Asthma, COPD oder andere Lungenerkrankungen
- Allergien, die die Atemwege reizen
- Rauchen oder Passivrauchen
Risikofaktoren
- Rauchen
- Übergewicht
- Berufliche Schadstoffbelastung
- Familienvorgeschichte von Lungenerkrankungen
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn Sie plötzlich starke Atemnot bekommen
- Wenn Sie Blut husten
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Bei anhaltendem Husten über mehrere Wochen
- Bei Kurzatmigkeit, die Sie im Alltag einschränkt
- Zur Kontrolle einer bekannten Lungenerkrankung
Diagnose
Die Spirometrie wird meist in der Arztpraxis oder im Krankenhaus durchgeführt. Sie sitzen dabei auf einem Stuhl und atmen in ein Gerät, das die Atemströme misst.
Mögliche Untersuchungen
- Spirometrie (Lungenfunktionstest)
- Manchmal ein Bronchospasmolyse-Test (vor und nach einem inhalativen Medikament)
- Weitere Tests wie Bodyplethysmographie oder Blutgasanalyse
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Vor dem Test sollten Sie 2 Stunden nicht rauchen und keine schweren Mahlzeiten essen. Tragen Sie lockere Kleidung. Sie werden mehrmals aufgefordert, tief ein- und dann so schnell und kräftig wie möglich auszuatmen. Die ganze Prozedur ist einfach und dauert nur wenige Minuten.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache der Lungenfunktionsstörung. Nach der Spirometrie bespricht Ihr Arzt die Ergebnisse mit Ihnen und leitet entsprechende Maßnahmen ein.
Selbsthilfe zu Hause
- Mit dem Rauchen aufhören
- Regelmäßige Bewegung, die die Atmung trainiert
- Vermeiden von Schadstoffen und Allergenen
Medizinische Behandlungen
Bei Asthma oder COPD können inhalative Medikamente zum Einsatz kommen, die die Atemwege erweitern oder Entzündungen hemmen. Ihr Arzt wird individuell für Sie die passende Therapie auswählen.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation wird nur in seltenen Fällen bei sehr schweren Lungenerkrankungen in Betracht gezogen, z.B. eine Lungenvolumenreduktion. Ihr Arzt wird Sie darüber informieren, falls dies notwendig sein sollte.
Leben mit der Erkrankung
Wenn Sie eine Lungenerkrankung haben, ist es wichtig, die Atemwege zu schonen und auf Warnsignale zu achten. Regelmäßige Kontrolltermine helfen, die Erkrankung gut im Griff zu behalten.
Tipps für den Alltag
- Nicht rauchen und Rauchermeidung
- Gesunde Ernährung, viel Obst und Gemüse
- Bewegung an der frischen Luft, wenn es die Atmung erlaubt
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung und moderate Bewegung wie Spazierengehen oder Radfahren können die Lungenfunktion unterstützen. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, welche Aktivitäten für Sie geeignet sind.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Atemnot kann Ängste auslösen. Es ist wichtig, sich darüber auszutauschen und bei Bedarf professionelle Hilfe zu suchen.
Vorbeugung
Viele Lungenerkrankungen lassen sich durch einen gesunden Lebensstil und den Verzicht auf Rauchen vermeiden oder hinauszögern.
Impfungen
Eine Grippeimpfung und die Impfung gegen Pneumokokken können bei Menschen mit Lungenerkrankungen schwere Infektionen verhindern. Bitte fragen Sie Ihren Arzt.
Früherkennungsprogramme
Für Personen mit Risikofaktoren (z.B. Raucher über 40) kann eine regelmäßige Spirometrie im Rahmen der Gesundheitsvorsorge sinnvoll sein. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber.
Komplikationen
Unbehandelt
- Chronische Atemnot mit zunehmender Einschränkung
- Verschlechterung der Lungenfunktion
- Häufigere Infekte der Atemwege
Langzeitprognose
Mit einer frühzeitigen Diagnose und Behandlung lassen sich die meisten Lungenerkrankungen gut kontrollieren. Viele Menschen führen ein aktives Leben. Bleiben Sie in engem Kontakt mit Ihrem Arzt.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 30. Juli 2026
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