Vorbereitung auf den Prostata-Ultraschall
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Bei einer Prostata-Ultraschalluntersuchung wird mit Schallwellen ein Bild Ihrer Prostata erstellt. Die Prostata ist eine Drüse, die bei Männern unter der Blase liegt und die Samenflüssigkeit produziert. Die Untersuchung hilft dem Arzt, die Größe und Form der Prostata zu beurteilen und mögliche Veränderungen zu erkennen.
Wichtige Fakten
- Die Vorbereitung ist einfach und dauert meist nur wenige Minuten.
- Es gibt zwei Arten: von außen über den Bauch (transabdominal) oder von innen über den Enddarm (transrektal).
- Die Untersuchung ist schmerzarm und ohne Narkose möglich.
Ja, Prostata-Ultraschall ist eine sehr häufige und routinemäßige Untersuchung bei Männern ab etwa 45 Jahren oder bei Beschwerden.
Betroffen sind in erster Linie Männer, insbesondere ältere Männer, bei denen die Prostata im Rahmen von Vorsorge oder Abklärung von Beschwerden untersucht wird.
Symptome
- Starke Schmerzen im Unterleib oder im Genitalbereich
- Plötzlicher Harnverhalt – Sie können gar kein Wasser lassen
- Blut im Urin, das sichtbar ist und nicht nach der Untersuchung auftritt
- Fieber und Schüttelfrost nach der Untersuchung
- ⚠Brennen oder Schmerzen beim Wasserlassen nach der Untersuchung
- ⚠Anhaltende Blutbeimengung im Urin oder Stuhl nach der Untersuchung
- ⚠Starke Übelkeit oder Erbrechen
Häufige Symptome
- Bei der transrektalen Ultraschalluntersuchung kann ein leichter Druck oder ein unangenehmes Gefühl auftreten.
- Einige Männer verspüren kurzzeitigen Harndrang während der Untersuchung.
Symptome bei Kindern
- Prostata-Ultraschall wird bei Kindern sehr selten durchgeführt und nur bei speziellen Fragestellungen.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Bei älteren Männern kann die Prostata vergrößert sein, was die Untersuchung manchmal etwas unangenehmer macht.
Ursachen
Hauptursachen
- Die Prostata-Ultraschalluntersuchung selbst ist keine Krankheit, sondern eine diagnostische Methode. Der Grund für die Untersuchung sind meist Beschwerden wie häufiger Harndrang, schwacher Harnstrahl oder Schmerzen.
Risikofaktoren
- Ein erhöhtes Risiko für Prostatabeschwerden besteht ab dem 50. Lebensjahr, bei familiärer Vorbelastung oder bei Übergewicht.
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn Sie nach der Untersuchung starke Schmerzen haben oder Fieber bekommen.
- Wenn Sie plötzlich kein Wasser mehr lassen können.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Zur Vorsorge ab 45 Jahren (gesetzliche Früherkennung).
- Wenn Sie Beschwerden wie häufigen Harndrang oder einen schwachen Harnstrahl bemerken.
Diagnose
Die Prostata wird mittels Ultraschall untersucht. Dafür gibt es zwei Wege: von außen durch die Bauchdecke, wobei die volle Blase hilfreich ist, oder von innen über den Enddarm. Der Arzt bewegt eine kleine Sonde und erstellt Bilder auf einem Monitor.
Mögliche Untersuchungen
- Transabdominaler Ultraschall: Sie müssen vorher viel trinken, damit die Blase voll ist.
- Transrektaler Ultraschall: Sie müssen Ihren Darm vorher entleeren (Einlauf oder Abführmittel nach Anweisung des Arztes).
- Eventuell wird vorher eine Blutabnahme (PSA-Wert) gemacht.
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Vorbereitung ist unterschiedlich: Bei der Bauchuntersuchung müssen Sie etwa eine Stunde vorher einen Liter Wasser trinken und dürfen nicht auf die Toilette. Bei der Enddarmuntersuchung bekommen Sie ein Abführmittel oder einen Einlauf, um den Darm zu reinigen. Die Untersuchung selbst dauert etwa 10 bis 20 Minuten.
Behandlung
Da es sich um eine reine Diagnostik handelt, gibt es keine Behandlung im Rahmen der Vorbereitung. Sollten Auffälligkeiten gefunden werden, bespricht Ihr Arzt mit Ihnen die nächsten Schritte – wie weitere Tests oder Behandlungen.
Selbsthilfe zu Hause
- Viel trinken (bei Bauchultraschall wie angewiesen).
- Den Darm entleeren, falls ein Einlauf verordnet wurde.
- Auf ärztliche Empfehlung bestimmte Medikamente absetzen, die die Blutgerinnung beeinflussen (z. B. ASS oder Blutverdünner) – aber nur nach Rücksprache.
Medizinische Behandlungen
Falls eine Behandlung nötig wird, kommen je nach Befund Medikamente (keine Namen) oder Verfahren wie eine Biopsie (Gewebeentnahme) in Frage. Ihr Arzt wird Sie ausführlich beraten.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation ist nur bei ernsten Befunden nötig, wie zum Beispiel einem Tumor. Das besprechen Sie dann mit Ihrem Facharzt.
Leben mit der Erkrankung
Nach der Untersuchung können Sie sofort Ihren normalen Tätigkeiten nachgehen. Bei einer Biopsie kann es zu leichten Blutungen kommen – das ist meist harmlos.
Tipps für den Alltag
- Achten Sie auf ausreichend Flüssigkeit und vermeiden Sie starke körperliche Anstrengung am Untersuchungstag.
- Bei einer Biopsie ist es gut, sich einen Tag zu schonen.
Ernährung und Bewegung
Eine ballaststoffreiche Ernährung und ausreichend Bewegung unterstützen die Gesundheit der Prostata. Nach der Untersuchung gibt es keine besonderen Einschränkungen.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Eine bevorstehende Prostatauntersuchung kann Ängste auslösen. Das ist normal. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder einer Vertrauensperson darüber. Die Untersuchung ist schnell und meist harmlos.
Vorbeugung
Eine gesunde Lebensweise mit ausgewogener Ernährung, Bewegung und Verzicht auf Rauchen kann das Risiko für Prostataprobleme senken. Die Untersuchung selbst dient der Früherkennung und ist damit ein wichtiger Teil der Vorsorge.
Früherkennungsprogramme
Die gesetzliche Früherkennung für Männer ab 45 Jahren umfasst eine Tastuntersuchung und ein Gespräch. Ihr Arzt kann auch eine Ultraschalluntersuchung empfehlen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Bei einem tieferen Befund ohne Abklärung können Beschwerden wie Harnverhalt oder Schlimmeres übersehen werden.
- Eine unbehandelte Prostatavergrößerung kann zu wiederholten Harnwegsinfekten führen.
Langzeitprognose
Die Prostata-Ultraschalluntersuchung ist eine schonende und zuverlässige Methode, um die Prostata zu beurteilen. Die meisten Befunde sind gutartig und lassen sich gut behandeln. Bei frühzeitiger Erkennung sind die Heilungschancen bei ernsteren Erkrankungen sehr gut.
Unterstützung finden
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2026
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