Drowning rescue breathing overview
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Ertrinken ist ein lebensbedrohlicher Zustand, bei dem Wasser in die Atemwege gelangt und die Sauerstoffversorgung des Körpers unterbricht. Die Rettungsbeatmung ist eine Erste-Hilfe-Maßnahme, bei der Helfer dem Betroffenen durch Mund-zu-Mund- oder Mund-zu-Nase-Beatmung Luft in die Lungen blasen, um den Sauerstoffmangel zu überbrücken, bis der Rettungsdienst eintrifft.
Wichtige Fakten
- Jede Sekunde zählt – beginnen Sie sofort mit der Rettungsbeatmung, wenn der Betroffene nicht atmet.
- Rufen Sie immer zuerst den Notruf 112, bevor Sie mit der Beatmung beginnen.
- Die Rettungsbeatmung kann auch von Laien durchgeführt werden; die Herzdruckmassage wird bei Bedarf ergänzt.
Ja, Ertrinken zählt weltweit zu den häufigsten unfallbedingten Todesursachen, besonders bei Kindern und jungen Erwachsenen.
Besonders gefährdet sind Kinder unter fünf Jahren, Jugendliche und junge Erwachsene, Nichtschwimmer sowie Menschen unter Alkohol- oder Drogeneinfluss.
Symptome
- Der Betroffene ist bewusstlos und atmet nicht oder nur schnappend
- Kein Puls tastbar
- Bläuliche Verfärbung der Lippen, Finger oder Zehen (Zyanose)
- ⚠Nach einem Wasserunfall bestehen Atembeschwerden oder anhaltender Husten
- ⚠Der Betroffene wirkt benommen oder verwirrt
- ⚠Es wurde Wasser in die Lungen eingeatmet (auch wenn die Person wieder wach ist)
Häufige Symptome
- Husten oder Würgen nach Wasseraufnahme
- Atemnot oder schnelle, flache Atmung
- Schaum vor Mund oder Nase
- Verwirrtheit, Unruhe oder Bewusstlosigkeit
Symptome bei Kindern
- Stilles, geräuschloses Ertrinken – Kinder schreien oft nicht
- Panik oder wildes Strampeln, dann plötzliche Stille
- Kopf schräg nach hinten, Mund offen unter Wasser
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Erschöpfung, ungewöhnliche Müdigkeit beim Schwimmen
- Verwirrtheit oder Desorientierung
- Zittern oder Unterkühlung
Ursachen
Hauptursachen
- Unfälle beim Schwimmen oder Baden, z. B. durch Krämpfe, Erschöpfung oder Strömungen
- Alkohol- oder Drogenkonsum vor dem Wasserkontakt
- Unbeaufsichtigte Kleinkinder in der Nähe von Wasser (Gartenteich, Pool, Badewanne)
Risikofaktoren
- Fehlende Schwimmfähigkeit
- Epilepsie oder andere plötzlich auftretende Erkrankungen im Wasser
- Kaltes Wasser (Unterkühlung, Kälteschock)
- Übermüdung oder starke körperliche Anstrengung
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Nach jedem Wasserunfall, bei dem Symptome auftreten, immer ärztliche Abklärung suchen.
- Auch wenn der Betroffene nach Rettungsbeatmung wieder zu Bewusstsein kommt, muss er im Krankenhaus überwacht werden (Gefahr eines Lungenödems).
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Keine routinemäßige Vorstellung – bei Verdacht auf Komplikationen sofort notärztliche Hilfe holen.
Diagnose
Der Notarzt oder das Krankenhauspersonal beurteilt die Atmung, den Sauerstoffgehalt im Blut (Pulsoximetrie) und den Bewusstseinszustand. Eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs zeigt, ob Wasser in der Lunge ist.
Mögliche Untersuchungen
- Pulsoximetrie (Sauerstoffsättigung messen)
- Röntgen Thorax (Lungenaufnahme)
- Blutgasanalyse (Blutprobe zur Sauerstoff- und Kohlendioxidmessung)
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Untersuchung erfolgt sofort nach der Rettung. Der Arzt entscheidet anhand der Ergebnisse, ob eine stationäre Überwachung nötig ist. Meistens werden Sie oder Ihr Kind auf der Intensiv- oder Normalstation beobachtet.
Behandlung
Die sofortige Erste Hilfe mit Rettungsbeatmung und bei Bedarf Herzdruckmassage ist entscheidend. Danach übernimmt der Rettungsdienst mit Sauerstoffgabe und Beatmungsgerät. Im Krankenhaus folgt die Behandlung von möglichen Lungen- oder Hirnschäden.
Selbsthilfe zu Hause
- Bevor Sie helfen: Eigene Sicherheit beachten – nicht selbst in Gefahr bringen.
- Laien sollten nur beatmen, wenn sie in Erster Hilfe geschult sind. Die Leitstelle am Telefon gibt Anleitung.
- Nach dem Notruf: Betroffenen flach auf den Rücken legen, Kopf überstrecken, Mund freimachen und beatmen.
Medizinische Behandlungen
Die ärztliche Behandlung umfasst die Gabe von reinem Sauerstoff über eine Maske oder Beatmungsschlauch, bei schweren Fällen die künstliche Beatmung auf der Intensivstation. Medikamente zur Entwässerung der Lunge oder gegen Entzündungen können eingesetzt werden. Eine antibiotische Behandlung erfolgt nur bei bakterieller Lungenentzündung.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation ist nur in sehr seltenen Fällen nötig, z. B. zur Entfernung von Fremdkörpern oder bei schweren Lungenverletzungen. In der Regel wird konservativ behandelt.
Leben mit der Erkrankung
Nach einem Ertrinkungsunfall kann die Erholung Wochen bis Monate dauern. Je nach Schweregrad sind Nachuntersuchungen beim Lungenfacharzt nötig.
Tipps für den Alltag
- Vermeiden Sie Situationen, die zu einem erneuten Unfall führen könnten – z. B. Schwimmen nur in Anwesenheit von Aufsichtspersonen.
- Nehmen Sie an Schwimmkursen teil, um Ihre Sicherheit im Wasser zu verbessern.
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung und leichte Bewegung (z. B. Atemübungen, Spaziergänge) unterstützen die Lungenfunktion. Bei anhaltenden Atembeschwerden sollte vor sportlicher Belastung ein Arzt konsultiert werden.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Ein Ertrinkungsunfall kann Angst vor Wasser, Albträume oder eine posttraumatische Belastungsstörung auslösen. Diese Symptome sind ernst zu nehmen und sollten psychotherapeutisch behandelt werden.
Vorbeugung
Ja, die meisten Ertrinkungsunfälle sind vermeidbar durch Aufsicht von Kindern am Wasser, Erlernen von Schwimmfähigkeiten, Zäune um Pools und das Meiden von Alkohol beim Schwimmen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Lungenentzündung (Pneumonie) durch eingedrungenes Wasser oder Keime
- Hirnschäden durch Sauerstoffmangel (hypoxische Enzephalopathie)
- Lungenödem (Wasseransammlung im Lungengewebe) mit Atemversagen
Langzeitprognose
Bei schneller und richtiger Erster Hilfe erholen sich die meisten Menschen vollständig. Je länger die Sauerstoffunterbrechung dauerte, desto höher ist das Risiko bleibender Schäden. Die Prognose ist bei Kindern oft besser als bei Erwachsenen. Mit intensivmedizinischer Behandlung und Rehabilitation sind auch schwere Fälle nicht hoffnungslos.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 21. Juli 2026
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Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.