Amputation below knee overview
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Eine Unterschenkelamputation (auch transtibiale Amputation) ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem der FuĂ und der untere Teil des Unterschenkels entfernt werden. Der Eingriff wird durchgefĂŒhrt, wenn der Unterschenkel oder FuĂ so schwer geschĂ€digt ist, dass er nicht mehr erhalten werden kann â zum Beispiel durch starke Durchblutungsstörungen, schwere Verletzungen oder Infektionen. Ziel ist es, Schmerzen zu lindern, schwere Infektionen zu stoppen und die LebensqualitĂ€t zu verbessern.
Wichtige Fakten
Eine Unterschenkelamputation kommt nicht hĂ€ufig vor, aber auch nicht ganz selten. JĂ€hrlich werden in Deutschland etwa 20.000 Unterschenkelamputationen durchgefĂŒhrt.
Betroffen sind vor allem Ă€ltere Menschen mit Durchblutungsstörungen (pAVK) oder Diabetes. Auch jĂŒngere Menschen können betroffen sein, zum Beispiel nach schweren UnfĂ€llen, Knocheninfektionen oder Tumoren.
Der Arzt stellt die Diagnose durch eine ausfĂŒhrliche Befragung (Anamnese), eine körperliche Untersuchung und spezielle Untersuchungen der Durchblutung und des Knochens.
Die Behandlung einer drohenden oder notwendigen Unterschenkelamutation ist immer ein mehrstufiger Prozess. ZunĂ€chst wird versucht, das Bein zu erhalten (GefĂ€Ăwiederherstellung, Antibiotika, Wundversorgung). Erst wenn dies nicht möglich oder zu riskant ist, wird die Amputation durchgefĂŒhrt. Nach der Operation stehen Rehabilitation und Prothesenversorgung im Vordergrund.
Nach einer Unterschenkelamputation folgt in der Regel eine stationĂ€re oder ambulante Rehabilitation. Dort lernen Sie, sich mit einer Prothese zu bewegen, sicher zu stehen und zu gehen. Die Umstellung braucht Geduld â viele Menschen sind nach einigen Monaten wieder im Alltag gut unterwegs.
Eine ausgewogene ErnĂ€hrung mit viel GemĂŒse, Obst und Vollkornprodukten hilft, das Gewicht zu halten und Blutzucker und Cholesterin zu kontrollieren. Bewegung ist wichtig â beginnen Sie mit leichtem Gehen, spĂ€ter können Sie je nach FĂ€higkeit Schwimmen oder Radfahren ausprobieren (immer nach Ă€rztlicher Absprache).
Eine Amputation kann psychisch sehr belastend sein. Viele Menschen fĂŒhlen sich traurig, wĂŒtend oder Ă€ngstlich. Das ist völlig normal. Suchen Sie sich UnterstĂŒtzung â sprechen Sie mit Ihrem Arzt, einem Psychologen oder in einer Selbsthilfegruppe. Mit der Zeit lernen die meisten, ihr Leben neu zu gestalten und wieder Freude zu finden.
Ja, viele Amputationen können verhindert werden, indem Sie Ihre Risikofaktoren kontrollieren: Nicht rauchen, Blutzucker und Blutdruck im Zielbereich halten, regelmĂ€Ăige Bewegung und eine gesunde ErnĂ€hrung. Bei Diabetes ist die tĂ€gliche FuĂpflege und das Erkennen kleiner Wunden besonders wichtig.
nicht zutreffend
Menschen mit Diabetes sollten einmal jĂ€hrlich eine Ă€rztliche FuĂuntersuchung durchfĂŒhren lassen. Bei Durchblutungsstörungen sind regelmĂ€Ăige Kontrollen der Beinarterien sinnvoll.
Mit einer rechtzeitigen Operation und einer guten Rehabilitation ist die Prognose heute sehr gut. Die meisten Menschen können nach einer Unterschenkelamputation wieder gehen, viele auch ohne Hilfsmittel. Die LebensqualitĂ€t ist hĂ€ufig besser als vorher, weil Schmerzen und Infektionen verschwunden sind. Mit Geduld und UnterstĂŒtzung ist ein aktives Leben möglich.
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ĂberprĂŒfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfĂŒgbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle Àrztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wÀhlen Sie sofort den örtlichen Notruf.
Dieser Artikel dient der AufklĂ€rung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfĂŒgbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 9. Juli 2026
Hinweis zur AufklÀrung: Diese Informationen dienen nur der AufklÀrung und sind keine Diagnose.
Nutzen Sie sie zur ErgĂ€nzung â nicht als Ersatz â fĂŒr den Rat einer approbierten Fachkraft.
Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.
Der Arzt wird die Durchblutung, die Nervenfunktion und mögliche Infektionen genau untersuchen. Oft sind mehrere Termine nötig. Bei dringenden FÀllen wird die Diagnose im Krankenhaus gestellt und die Behandlung sofort eingeleitet.
Die medikamentöse Behandlung umfasst Mittel, die die Durchblutung verbessern (z. B. blutverdĂŒnnende Medikamente) und Antibiotika bei Infektionen. Bei verengten BlutgefĂ€Ăen können minimalinvasive Eingriffe wie eine Ballonaufdehnung (Angioplastie) oder eine Bypass-Operation helfen, das Bein zu erhalten. Nach einer Amputation wird eine Prothese versorgt, die individuell angepasst wird.
Eine Amputation wird durchgefĂŒhrt, wenn der FuĂ oder Unterschenkel nicht mehr zu retten ist â zum Beispiel bei abgestorbenem Gewebe (GangrĂ€n), schweren Infektionen, die auf keine Therapie ansprechen, oder bei Tumoren, eine Strahlentherapie oder Chemotherapie nicht möglich ist.