Bone marrow harvest overview
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Entdecken Sie das Ruqelo-Ăkosystem
KI-gestĂŒtzte klinische ProduktivitĂ€tstools fĂŒr medizinisches Fachpersonal.
Ruqelo ClinicalPatientenfreundliche Gesundheitsbildung und Orientierung.
Premium-Training fĂŒr gesprochenes Arabisch mit Rollenspielen, Audio und Companion.
Ruqelo ArabicBasierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Die Knochenmarkentnahme (auch Knochenmarkpunktion oder -aspiration genannt) ist ein medizinischer Eingriff, bei dem eine kleine Menge Knochenmark aus einem Knochen â meist dem Beckenkamm â entnommen wird. Das Knochenmark ist das weiche Gewebe im Inneren der Knochen, das die blutbildenden Stammzellen enthĂ€lt. Die Entnahme kann fĂŒr eine Stammzelltransplantation (Spende fĂŒr einen anderen Menschen) oder fĂŒr die eigene Behandlung (z. B. bei Blutkrebs) erfolgen.
Wichtige Fakten
Knochenmarkentnahmen sind in Deutschland ein etabliertes Verfahren. Pro Jahr werden mehrere Tausend durchgefĂŒhrt, vor allem im Rahmen von Stammzelltransplantationen bei LeukĂ€mie oder anderen Bluterkrankungen.
Betroffen sind sowohl gesunde Spender (Fremdspende) als auch Patienten mit Erkrankungen des Blutsystems, die eine Stammzelltransplantation benötigen â etwa bei LeukĂ€mie, Lymphomen oder schweren angeborenen Störungen der Blutbildung. Auch im Rahmen der Eigenblutspende (autologe Transplantation) kann eine Knochenmarkentnahme erfolgen.
Vor einer Knochenmarkentnahme wird die Notwendigkeit durch eine Reihe von Untersuchungen festgestellt. Dazu gehören Blutuntersuchungen, bildgebende Verfahren und oft auch eine vorherige Knochenmarkpunktion zur Diagnosesicherung.
Vor der Entnahme wird Ihr Arzt Sie ausfĂŒhrlich beraten. Sie erhalten eine örtliche BetĂ€ubung oder eine Vollnarkose. WĂ€hrend des etwa halbstĂŒndigen Eingriffs liegen Sie auf dem Bauch. Nach der Entnahme bleiben Sie einige Stunden zur Ăberwachung in der Klinik. In der Regel können Sie noch am selben Tag nach Hause, wenn alles gut verlĂ€uft.
Die Knochenmarkentnahme selbst ist der Eingriff. Danach wird das gewonnene Material fĂŒr die Transplantation aufbereitet. Der weitere Behandlungsverlauf hĂ€ngt davon ab, ob Sie der Spender oder der EmpfĂ€nger der Stammzellen sind. FĂŒr den Spender steht die Nachsorge und Erholung im Vordergrund; fĂŒr den EmpfĂ€nger folgt eine Chemotherapie oder Bestrahlung (Konditionierung), bevor die Stammzellen ĂŒbertragen werden.
Nach einer Knochenmarkentnahme als Spender können Sie den Alltag meist nach ein bis zwei Tagen wieder aufnehmen. FĂŒhlen Sie sich fit, sind leichte TĂ€tigkeiten wie BĂŒroarbeit erlaubt. Schwerarbeit und Sport sollten Sie fĂŒr etwa eine Woche meiden. Die Einstichstelle heilt in 1â2 Wochen ab.
Eine spezielle DiĂ€t ist nicht nötig. Achten Sie auf eiweiĂreiche Kost (z. B. Fisch, HĂŒlsenfrĂŒchte), da EiweiĂ die Bildung neuer Blutzellen fördert. Leichte Bewegung wie Spazierengehen ist schon am nĂ€chsten Tag erlaubt, aber kein Joggen oder Krafttraining fĂŒr eine Woche.
Die Entscheidung, Knochenmark zu spenden, kann emotional belastend sein â besonders wenn der EmpfĂ€nger ein Familienmitglied ist. Es ist normal, sich Sorgen zu machen. Auch das GefĂŒhl, etwas sehr Gutes getan zu haben, kann positiv sein. Bei anhaltender Angst oder Traurigkeit wenden Sie sich an eine psychologische Beratungsstelle.
Die Notwendigkeit einer Knochenmarkentnahme lÀsst sich nicht verhindern, wenn sie zur Behandlung einer Erkrankung benötigt wird. Allerdings können Spender durch eine gute Gesundheit das Risiko von Komplikationen senken. Es gibt keine Impfung gegen die Erkrankungen, die eine Transplantation nötig machen.
Als Spender sollten Sie vor der Entnahme Ihren Impfstatus ĂŒberprĂŒfen und fehlende Impfungen (z. B. Tetanus, Hepatitis B) nachholen â das verringert das Infektionsrisiko. EmpfĂ€nger einer Transplantation werden oft gegen bestimmte Viren geimpft, aber dies entscheidet der Arzt individuell.
Vor der Spende wird immer ein Gesundheitscheck durchgefĂŒhrt, der Blutuntersuchungen, EKG, Lungenfunktionstest und eine psychologische Begutachtung umfasst. Das dient der Sicherheit von Spender und EmpfĂ€nger.
Die Knochenmarkentnahme ist ein sehr sicheres und gut erprobtes Verfahren. Die allermeisten Spender erholen sich vollstĂ€ndig innerhalb weniger Wochen. FĂŒr Erkrankte, die eine Transplantation benötigen, eröffnet die Spende eine wertvolle Therapiemöglichkeit. Mit der modernen Medizin und begleitenden MaĂnahmen können die meisten Komplikationen vermieden oder erfolgreich behandelt werden.
Externe Links öffnen Websites Dritter. Ruqelo ist nicht fĂŒr externe Inhalte verantwortlich. Die Nennung einer Organisation bedeutet keine Empfehlung.
ĂberprĂŒfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfĂŒgbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle Àrztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wÀhlen Sie sofort den örtlichen Notruf.
Dieser Artikel dient der AufklĂ€rung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfĂŒgbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 9. Juli 2026
Hinweis zur AufklÀrung: Diese Informationen dienen nur der AufklÀrung und sind keine Diagnose.
Nutzen Sie sie zur ErgĂ€nzung â nicht als Ersatz â fĂŒr den Rat einer approbierten Fachkraft.
Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.
Bei Schmerzen nach der Entnahme können einfache Schmerzmittel (wie Paracetamol oder Ibuprofen) eingenommen werden â allerdings nur nach RĂŒcksprache mit dem Arzt, da einige die Blutgerinnung beeinflussen. Bei Infektionszeichen (Fieber, Rötung) wird der Arzt gegebenenfalls ein Antibiotikum verschreiben. In seltenen FĂ€llen kann eine Bluttransfusion nötig werden, wenn der Blutverlust höher war.
Die Knochenmarkentnahme ist selbst ein chirurgischer Eingriff (Punktion). Ein zweiter chirurgischer Eingriff ist normalerweise nicht erforderlich. Nur bei Komplikationen (z. B. Nachblutung, Infektion) kann eine kleine Operation zur Versorgung notwendig werden.