Cardiac pacemaker insertion
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
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Ein Herzschrittmacher ist ein kleines GerĂ€t, das wie ein dĂŒnner Schalter unter die Haut eingesetzt wird, um das Herz bei zu langsamem oder unregelmĂ€Ăigem Herzschlag zu unterstĂŒtzen. Es sendet schwache elektrische Impulse, damit das Herz wieder gleichmĂ€Ăig und krĂ€ftig schlĂ€gt. Der Eingriff heiĂt Schrittmacher-Implantation und ist ein hĂ€ufiger, schonender chirurgischer Eingriff.
Wichtige Fakten
Ja, in Deutschland bekommen jÀhrlich etwa 70.000 bis 80.000 Menschen einen Herzschrittmacher. Es ist ein sehr hÀufiger Eingriff, der gut erforscht und sicher ist.
HauptsĂ€chlich Ă€ltere Menschen ab etwa 65 Jahren, weil die natĂŒrliche Erregungsleitung des Herzens mit dem Alter nachlĂ€sst. Aber auch jĂŒngere Menschen mit angeborenen Herzrhythmusstörungen oder nach bestimmten Herzerkrankungen können einen Schrittmacher benötigen.
Der Arzt stellt fest, ob ein Schrittmacher nötig ist. Meist misst er den Herzschlag mit einem Elektrokardiogramm (EKG), das die Herzspannung aufzeichnet. Manchmal wird ein Langzeit-EKG ĂŒber 24 Stunden getragen, um seltene oder nĂ€chtliche Pausen zu erkennen.
Die Behandlung eines zu langsamen oder unregelmĂ€Ăigen Herzschlags ist das Einsetzen eines Herzschrittmachers. Dabei wird das GerĂ€t unter die Haut (meist unter dem SchlĂŒsselbein) platziert und feine DrĂ€hte (Sonden) werden ĂŒber eine Vene zum Herzen gefĂŒhrt. Der Eingriff erfolgt unter örtlicher BetĂ€ubung, Sie sind also wach, verspĂŒren aber keine Schmerzen. Nach der Operation verbringen Sie meist eine oder zwei NĂ€chte im Krankenhaus zur Beobachtung.
Mit einem Herzschrittmacher können Sie fast alle normalen AktivitĂ€ten ausĂŒben. Das GerĂ€t stört Sie nicht, und nach 4â6 Wochen ist die Stelle verheilt. Vermeiden Sie sehr starke Magnetfelder (z. B. groĂe Industrieanlagen, MRT ohne Absprache). Beim Arztbesuch weisen Sie das Personal auf den Schrittmacher hin.
Ein Herzschrittmacher wird nötig, wenn das Reizleitungssystem des Herzens dauerhaft gestört ist. Die zugrunde liegenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen können Sie durch einen gesunden Lebensstil (gesunde ErnĂ€hrung, Bewegung, Nichtrauchen) teilweise vorbeugen. Aber viele Rhythmusstörungen lassen sich nicht verhindern â sie treten altersbedingt oder aufgrund einer anderen Erkrankung auf.
Nicht direkt relevant. Aber lassen Sie sich â wie allgemein empfohlen â gegen Grippe und Pneumokokken impfen, um Infektionen zu vermeiden, die das Herz belasten könnten.
Es gibt keine routinemĂ€Ăige Vorsorgeuntersuchung fĂŒr Schrittmacherbedarf. Bei Beschwerden wie Schwindel oder Ohnmacht sollte Ihr Hausarzt ein EKG durchfĂŒhren. Ab dem 65. Lebensjahr wird im Rahmen des Gesundheits-Check-ups ein EKG angeboten, das Hinweise geben kann.
Die Schrittmacher-Implantation ist eine sehr sichere und wirksame Behandlung. Die meisten Menschen sind mit dem GerĂ€t ĂŒber Jahre beschlewerdefrei und können ein normales Leben fĂŒhren. Die Batterie hĂ€lt etwa 7â10 Jahre und wird dann in einem kleinen Eingriff ausgewechselt. Komplikationen wie Infektionen oder Sondenprobleme sind selten und meist gut behandelbar. Mit regelmĂ€Ăigen Kontrollen und einem gesunden Lebensstil bleibt die LebensqualitĂ€t hoch.
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ĂberprĂŒfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfĂŒgbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle Àrztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wÀhlen Sie sofort den örtlichen Notruf.
Dieser Artikel dient der AufklĂ€rung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfĂŒgbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 9. Juli 2026
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Nutzen Sie sie zur ErgĂ€nzung â nicht als Ersatz â fĂŒr den Rat einer approbierten Fachkraft.
Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.
Der Arzt wird Ihre Vorgeschichte erfragen, eine körperliche Untersuchung durchfĂŒhren und die genannten Tests anordnen. Meist ist die Diagnose innerhalb weniger Stunden bis Tage klar. Wenn ein Schrittmacher nötig ist, bespricht der Kardiologe mit Ihnen den Eingriff und bereitet Sie vor.
Vom Arzt verschriebene blutverdĂŒnnende Medikamente können vor und nach der Operation nötig sein, um Blutgerinnsel oder Infektionen zu verhindern. Alle Medikamente werden individuell angepasst â fragen Sie Ihren Arzt, was fĂŒr Sie gilt.
Die Schrittmacher-Implantation ist der wichtigste Eingriff. Eine Operation am offenen Herzen ist nur in ganz seltenen FÀllen nötig, wenn die Sonden auf anderem Weg nicht platziert werden können.
Eine herzgesunde ErnĂ€hrung mit wenig Salz, viel Obst, GemĂŒse und Vollkornprodukten unterstĂŒtzt die Herzgesundheit. Trinken Sie ausreichend Wasser. Bewegung in MaĂen (z. B. 30 Minuten Gehen pro Tag) ist empfehlenswert, sobald der Arzt es erlaubt.
Die erste Zeit nach dem Eingriff kann verunsichern â viele Menschen haben Angst, dass das GerĂ€t versagen könnte. Diese GefĂŒhle sind normal. Sie legen meist nach wenigen Wochen nach, wenn Sie merken, dass Sie wieder fit sind. Wenn die Anspannung anhĂ€lt oder Sie sich depressiv fĂŒhlen, sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt. FĂŒr akute Krisen steht die Telefonseelsorge (kostenlos, rund um die Uhr) zur VerfĂŒgung.