Cataract surgery
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
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Ein Grauer Star (auch Katarakt genannt) ist eine TrĂŒbung der natĂŒrlichen Linse im Auge. Diese Linse wird normalerweise klar. Wenn sie trĂŒb wird, sehen Sie verschwommen oder nebelig, wie durch eine schmutzige Scheibe.
Wichtige Fakten
Ja, der Graue Star ist sehr hĂ€ufig. Mehr als die HĂ€lfte aller Menschen ĂŒber 70 Jahre haben einen Grauen Star oder wurden bereits operiert.
Der Graue Star betrifft hauptsÀchlich Àltere Menschen, kann aber auch durch Verletzungen, bestimmte Medikamente oder Erkrankungen (wie Diabetes) in jedem Alter auftreten. Kinder können sehr selten einen angeborenen Grauen Star haben.
Ein Augenarzt stellt die Diagnose mit einem einfachen, schmerzlosen Test. Er oder sie schaut mit einer speziellen Lampe in Ihr Auge, die die Linse beleuchtet. Das nennt man Spaltlampenuntersuchung.
Die Untersuchung dauert etwa 20â30 Minuten. Sie bekommen Augentropfen, die Ihre Pupillen vergröĂern. Danach können Sie etwa 2â4 Stunden verschwommen sehen und sind lichtempfindlich. Nehmen Sie am besten eine Sonnenbrille mit und lassen Sie sich fahren oder holen Sie ab.
Der Graue Star lĂ€sst sich nicht medikamentös behandeln. Die einzige Möglichkeit, die Sehkraft wiederherzustellen, ist eine Operation. Dabei wird die trĂŒbe Linse entfernt und durch eine klare Kunstlinse (Intraokularlinse) ersetzt. Die Operation wird meist ambulant unter lokaler BetĂ€ubung durchgefĂŒhrt â Sie sind wach, aber das Auge ist taub. Sie können noch am selben Tag nach Hause gehen.
Es gibt keine Augentropfen, Tabletten oder andere Medikamente, die den Grauen Star rĂŒckgĂ€ngig machen können. Nur eine Operation kann helfen. Nach der Operation erhalten Sie meist antibiotische und entzĂŒndungshemmende Augentropfen, die Sie genau nach Anweisung des Arztes anwenden. Bitte fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach den genauen Produkten.
Eine Operation (Katarakt-Operation) wird empfohlen, wenn der Graue Star Ihre LebensqualitĂ€t beeintrĂ€chtigt â zum Beispiel, wenn Sie im Alltag Probleme beim Lesen, Autofahren oder Erkennen von Gesichtern haben. Es ist nicht nötig, bis zur âReifeâ zu warten. Entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrem Augenarzt, wann der richtige Zeitpunkt ist.
Solange Sie noch nicht operiert wurden, können Sie viel selbst tun, um besser zu sehen: nutzen Sie helles Licht, Lupen, und vermeiden Sie Nachtfahrten. Nach der Operation ist die Sehkraft meist schnell wieder da, aber die vollstĂ€ndige Heilung dauert einige Wochen. Sie sollten in dieser Zeit keine schweren Lasten heben oder sich bĂŒcken, um den Augeninnendruck nicht zu stark zu erhöhen.
Eine ausgewogene ErnĂ€hrung mit Vitamin C, Vitamin E und Beta-Carotin (z.âŻB. in Orangen, NĂŒssen, Karotten) kann die Augengesundheit unterstĂŒtzen. Moderater Sport wie Spazierengehen oder Schwimmen ist auch mit beginnendem Grauen Star gut möglich. Vermeiden Sie jedoch anstrengende TĂ€tigkeiten, wenn Sie nur noch eingeschrĂ€nkt sehen (z.âŻB. Radfahren im StraĂenverkehr).
Einen Grauen Star kann man nicht vollstĂ€ndig verhindern, da das Altern ein Hauptfaktor ist. Aber Sie können das Risiko senken: SchĂŒtzen Sie Ihre Augen mit einer Sonnenbrille vor UV-Strahlung, rauchen Sie nicht, ernĂ€hren Sie sich gesund und lassen Sie Diabetes gut behandeln. RegelmĂ€Ăige Augenuntersuchungen helfen, die Sehkraft zu erhalten.
Es gibt keine Impfung gegen Grauen Star.
Ab dem 60. Lebensjahr wird empfohlen, alle 1â2 Jahre einen Augenarzt aufzusuchen, auch wenn Sie keine Beschwerden haben. So können SehverĂ€nderungen frĂŒh erkannt werden.
Die gute Nachricht: Eine Katarakt-Operation ist eine der hĂ€ufigsten und erfolgreichsten Operationen weltweit. Bei ĂŒber 95 % der Patienten verbessert sich die Sehkraft deutlich. Die meisten dĂŒrfen sich innerhalb weniger Tage nach der Operation wieder im Alltag bewegen. Das kĂŒnstliche Linsenimplantat bleibt ein Leben lang im Auge. Mit der richtigen Nachsorge (Augentropfen, Nachkontrollen) heilt alles meist komplikationslos. Auch wenn nach der Operation noch eine Brille nötig sein kann â die LebensqualitĂ€t steigt in der Regel enorm.
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ĂberprĂŒfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfĂŒgbar.
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Dieser Artikel dient der AufklĂ€rung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfĂŒgbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 9. Juli 2026
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Eine Verschlechterung des Sehens kann sehr belastend sein. Viele Menschen fĂŒhlen sich unsicher, haben Angst vor StĂŒrzen oder fĂŒhlen sich isoliert, weil sie nicht mehr gut lesen oder fernsehen können. Das ist ganz normal. Tauschen Sie sich mit Ihrem Arzt, Ihrer Familie oder einer Selbsthilfegruppe aus. Wenn Sie sich sehr niedergeschlagen fĂŒhlen, scheuen Sie sich nicht, professionelle Hilfe zu suchen. Der erste Ansprechpartner kann Ihr Hausarzt sein.