Chest drain insertion
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
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Eine Thoraxdrainage ist ein dĂŒnner, flexibler Schlauch, der in den Brustkorb eingefĂŒhrt wird, um Luft, FlĂŒssigkeit oder Blut abzuleiten, die sich zwischen Lunge und Brustwand angesammelt haben. Dies hilft der Lunge, sich wieder auszudehnen und richtig zu atmen.
Wichtige Fakten
Thoraxdrainagen sind im Krankenhaus recht hÀufig, vor allem auf chirurgischen oder intensivmedizinischen Stationen.
Betroffen sind vor allem Menschen mit einem Pneumothorax (Lungenkollaps), nach Brustkorbverletzungen, nach Lungenoperationen oder bei gröĂeren FlĂŒssigkeitsansammlungen (Pleuraerguss).
Der Arzt stellt die Diagnose meist anhand der Krankengeschichte, einer körperlichen Untersuchung (Abhören der Lunge) und bildgebender Verfahren.
Vor dem Legen der Drainage wird die Haut örtlich betĂ€ubt. Sie sind wach, spĂŒren aber keinen stechenden Schmerz. Der Arzt fĂŒhrt einen kleinen Schnitt durch die Haut, dann den Schlauch ein und fixiert ihn. Ein Röntgenbild kontrolliert die korrekte Lage. Nach dem Eingriff können Sie leichte Schmerzen oder ZuggefĂŒhl an der Einstichstelle verspĂŒren.
Die Behandlung zielt darauf ab, die angesammelte Luft oder FlĂŒssigkeit abzuleiten, damit sich die Lunge wieder ausdehnen kann. Die Thoraxdrainage ist die hĂ€ufigste Behandlungsmethode.
ZusĂ€tzlich zur Drainage können Schmerzmittel gegeben werden â Ihr Arzt entscheidet ĂŒber das passende Medikament. Bei einem Spannungspneumothorax (lebensbedrohliche Form) wird die Drainage notfallmĂ€Ăig gelegt. In manchen FĂ€llen wird ein Medikament in den Brustkorb gegeben, um ein erneutes Ansammeln von FlĂŒssigkeit zu verhindern (Pleurodese).
Wenn die Drainage nicht ausreicht oder die Ursache operativ behoben werden muss (z.B. bei anhaltender Luftleckage oder Blutung), kann eine Operation (VATS â videoassistierte Thorakoskopie) notwendig sein. Ihr Chirurg bespricht die Optionen mit Ihnen.
Solange die Drainage liegt, können Sie meist auf der Station sitzen oder leichte Bewegungen machen. Vermeiden Sie ruckartige Bewegungen. Nach Entfernung der Drainage können Sie schonend mobilisiert werden.
Eine ausgewogene ErnĂ€hrung mit viel Obst, GemĂŒse und Vollkornprodukten unterstĂŒtzt die Heilung. Trinken Sie ausreichend, aber nicht zu viel auf einmal. Leichte SpaziergĂ€nge nach Absprache mit dem Arzt fördern die Durchblutung. Vermeiden Sie Sport mit Körperkontakt oder Pressatmung fĂŒr mehrere Wochen.
Ein Aufenthalt auf der Intensivstation oder eine Thoraxdrainage können verunsichern und Àngstigen. Es ist normal, sich Sorgen zu machen. Sprechen Sie mit dem Pflegepersonal oder einem Psychologen im Krankenhaus. Auch GesprÀche mit Angehörigen helfen.
Nicht alle Ursachen lassen sich verhindern. Sie können aber das Risiko verringern, indem Sie nicht rauchen, Verletzungen des Brustkorbs vermeiden (z.B. Sicherheitsgurt im Auto) und chronische Lungenerkrankungen gut behandeln lassen.
Die jĂ€hrliche Grippeimpfung und die Pneumokokken-Impfung (gegen LungenentzĂŒndung) werden fĂŒr Menschen mit Lungenerkrankungen empfohlen â sprechen Sie mit Ihrem Arzt.
Es gibt keine allgemeine Vorsorgeuntersuchung fĂŒr Pneumothorax oder Pleuraerguss. Bei Risikogruppen oder nach einem ersten Ereignis kann der Arzt regelmĂ€Ăige Kontrollen empfehlen.
Die meisten Menschen erholen sich nach einer Thoraxdrainage gut. Die Lunge dehnt sich in der Regel wieder vollstĂ€ndig aus und die Symptome bessern sich innerhalb weniger Tage. Bei frĂŒhzeitiger Behandlung sind schwere VerlĂ€ufe selten. Ihr Behandlungsteam wird Sie wĂ€hrend des gesamten Prozesses begleiten.
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ĂberprĂŒfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfĂŒgbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle Àrztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wÀhlen Sie sofort den örtlichen Notruf.
Dieser Artikel dient der AufklĂ€rung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfĂŒgbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 9. Juli 2026
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