Coronary angioplasty overview
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Die Koronarangioplastie ist ein Verfahren, bei dem verengte oder blockierte Herzkranzgefäße (die Arterien, die den Herzmuskel mit Blut versorgen) wieder geöffnet werden. Dabei wird ein kleiner Ballon in das betroffene Gefäß eingeführt und aufgeblasen, um die Enge zu beseitigen. Oft wird auch ein Stent (ein kleines Gitterröhrchen) eingesetzt, um das Gefäß offen zu halten.
Wichtige Fakten
Ja, die Koronarangioplastie ist eine der häufigsten nicht-chirurgischen Behandlungen für verengte Herzkranzgefäße in Deutschland. Jährlich werden viele tausend solcher Eingriffe durchgeführt.
Sie betrifft vor allem Menschen mit einer koronaren Herzkrankheit (KHK), also einer Verengung der Herzkranzgefäße durch Arteriosklerose. Häufiger sind Männer ab etwa 50 Jahren und Frauen nach den Wechseljahren betroffen. Auch Raucher, Menschen mit Diabetes oder Bluthochdruck haben ein erhöhtes Risiko.
Um zu entscheiden, ob eine Koronarangioplastie nötig ist, wird meist zuerst eine Herzkatheteruntersuchung (Koronarangiographie) durchgeführt. Dabei spritzt der Arzt über einen Katheter (dünnen Schlauch) ein Kontrastmittel in die Herzkranzgefäße und macht Röntgenbilder. So kann man die Verengungen genau sehen.
Die Behandlung bei verengten Herzkranzgefäßen zielt darauf ab, die Durchblutung des Herzens zu verbessern und Beschwerden zu lindern. Die Koronarangioplastie ist ein wichtiger Bestandteil, wenn Medikamente und Lebensstiländerungen nicht ausreichen.
Nach einer erfolgreichen Koronarangioplastie können Sie wieder ein normales Leben führen. Sie sollten langsam mit Alltagsaktivitäten beginnen und schwere körperliche Arbeit sowie Sport nach ärztlicher Freigabe wieder aufnehmen. Meist können Sie nach ein bis zwei Wochen wieder arbeiten gehen, je nach Beruf.
Sie können das Fortschreiten einer koronaren Herzkrankheit und damit die Notwendigkeit einer Angioplastie verhindern, indem Sie die Risikofaktoren angehen: Nicht rauchen, auf eine gesunde Ernährung achten, regelmäßig bewegen, Übergewicht reduzieren und Blutdruck, Blutzucker und Cholesterin im normalen Bereich halten.
Es gibt keine Impfung gegen Arteriosklerose oder Verengungen der Herzkranzgefäße.
Ein allgemeines Screening auf koronare Herzkrankheit wird nicht empfohlen. Bei erhöhtem Risiko (z. B. familiäre Vorbelastung) kann Ihr Arzt individuelle Maßnahmen wie ein Belastungs-EKG oder eine Herzultraschalluntersuchung empfehlen.
Die Prognose nach einer Koronarangioplastie ist in der Regel gut. Die meisten Menschen haben weniger Beschwerden und können ihre Lebensqualität deutlich verbessern. Wichtig ist, die Medikamente und Lebensstiländerungen konsequent umzusetzen. Mit einer guten Behandlung und Nachsorge können viele Betroffene ein langes und aktives Leben führen.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 9. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
Nutzen Sie sie zur Ergänzung — nicht als Ersatz — für den Rat einer approbierten Fachkraft.
Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.
Die Koronarangioplastie wird meist unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Sie sind während des Eingriffs wach. Der Arzt führt einen dünnen Schlauch (Katheter) durch die Leistenarterie oder das Handgelenk bis zum Herzen. Dann wird ein Ballon aufgeblasen, um die Verengung zu weiten, und oft ein Stent eingesetzt. Der Eingriff dauert etwa 30–60 Minuten. Danach müssen Sie meist ein bis zwei Tage im Krankenhaus bleiben.
Ihr Arzt kann Ihnen Medikamente verschreiben, die die Blutgerinnung hemmen (Thrombozytenaggregationshemmer), den Blutdruck senken, den Cholesterinspiegel regulieren oder die Herzarbeit entlasten. Diese werden individuell auf Sie abgestimmt. Die genaue Medikamentenkombination besprechen Sie mit Ihrem Kardiologen.
Wenn die Verengungen zu ausgedehnt oder zu verkalkt für eine Angioplastie sind, kann eine Bypass-Operation (aortokoronarer Bypass) notwendig sein. Dabei überbrückt der Chirurg die verengten Stellen mit körpereigenen Gefäßen. Ihr Herzteam wird mit Ihnen die beste Option besprechen.
Eine herzgesunde Ernährung umfasst viel Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte, Nüsse, Fisch und Vollkornprodukte. Reduzieren Sie rotes Fleisch, Zucker und stark verarbeitete Lebensmittel. Bewegung hilft: Streben Sie mindestens 150 Minuten moderate Bewegung pro Woche an, z. B. Gehen, Radfahren oder Schwimmen. Besprechen Sie Ihr Bewegungsprogramm vorab mit Ihrem Arzt.
Ein Herzereignis oder ein Eingriff kann Angst, Stress oder Niedergeschlagenheit auslösen. Das ist normal. Viele Menschen machen sich Sorgen um die Zukunft oder haben Angst vor einem weiteren Ereignis. Holen Sie sich Unterstützung, wenn diese Gefühle anhalten: Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, einem Psychologen oder einer Selbsthilfegruppe.