Coronary stent overview
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Ein Koronarstent ist ein kleines, röhrenförmiges Gitter aus Metall, das während einer Herzkatheteruntersuchung in eine verengte oder verschlossene Herzkranzarterie eingesetzt wird. Der Stent hält das Blutgefäß offen und stellt den Blutfluss zum Herzmuskel wieder her. Der Eingriff wird oft als 'Stentimplantation' bezeichnet.
Wichtige Fakten
Ja, die Koronarstent-Implantation ist einer der häufigsten Eingriffe in der Kardiologie. In Deutschland werden jährlich etwa 300.000 Stents eingesetzt.
Betroffen sind vor allem Menschen mit fortgeschrittener Koronarer Herzkrankheit (KHK), die unter Belastung Brustschmerzen (Angina pectoris) oder einen Herzinfarkt erlitten haben. Männer und ältere Menschen sind häufiger betroffen, aber auch Frauen und jüngere Erwachsene können einen Stent benötigen.
Die Diagnose einer Verengung der Herzkranzgefäße wird in der Regel durch eine Kombination aus Anamnese, körperlicher Untersuchung, Belastungs-EKG und bildgebenden Verfahren gestellt. Die definitive Entscheidung für einen Stent wird oft während einer Herzkatheteruntersuchung getroffen.
Die Herzkatheteruntersuchung findet in der Regel ambulant oder im Rahmen eines kurzen Krankenhausaufenthalts statt. Sie werden vor dem Eingriff über die Risiken aufgeklärt. Der Eingriff selbst dauert etwa 30 bis 60 Minuten und wird meist unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Sie sind dabei wach, bekommen aber ein Beruhigungsmittel. Nach dem Eingriff müssen Sie für einige Stunden flach liegen, um die Einstichstelle zu schonen.
Die Behandlung mit einem Koronarstent ist ein minimalinvasiver Eingriff, bei dem das verengte Gefäß aufgeweitet und mit einem Stent offen gehalten wird. Ziel ist es, die Durchblutung des Herzmuskels zu verbessern, Symptome zu lindern und das Risiko für einen Herzinfarkt zu senken.
Nach der Stentimplantation werden in der Regel blutverdünnende Medikamente (Thrombozytenaggregationshemmer) für mindestens 6 bis 12 Monate verordnet. Zusätzlich können Mittel gegen Bluthochdruck, Cholesterinsenker oder andere Herz-Kreislauf-Medikamente eingesetzt werden. Die genaue Therapie legt der behandelnde Arzt fest.
Nach der Stentimplantation können die meisten Menschen ihren Alltag nach einer kurzen Erholungsphase wieder aufnehmen. Leichte Tätigkeiten sind meist nach einigen Tagen möglich, körperlich schwere Arbeit oder Sport sollte mit dem Arzt abgestimmt werden.
Eine herzgesunde Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukten, magerem Fleisch und Fisch sowie wenig Salz, Zucker und gesättigten Fettsäuren wird empfohlen. Moderate Bewegung wie 30 Minuten zügiges Gehen an den meisten Tagen der Woche ist ideal. Vor dem Start eines Sportprogramms sollten Sie Rücksprache mit Ihrem Arzt halten.
Sie können das Risiko für eine Verengung der Herzkranzgefäße senken, indem Sie einen gesunden Lebensstil pflegen: nicht rauchen, ausgewogen essen, sich regelmäßig bewegen, ein gesundes Gewicht halten und Stress reduzieren. Medikamente zur Blutdruck- und Cholesterinsenkung helfen, wenn sie ärztlich verordnet sind.
Eine Impfung gegen Grippe (Influenza) wird für Menschen mit Herzkrankheiten empfohlen, da eine Grippe das Herz belasten kann. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die jährliche Grippeimpfung.
Ein regelmäßiger Check-up beim Hausarzt (z. B. Blutdruck messen, Blutfette und Blutzucker kontrollieren) kann frühzeitig Risiken erkennen. Bei bekannten Risikofaktoren kann der Arzt weitere Untersuchungen veranlassen.
Mit einem Koronarstent haben viele Menschen eine sehr gute Prognose. Der Eingriff kann die Symptome deutlich verbessern und die Lebensqualität steigern. Entscheidend sind die konsequente Einnahme der verordneten Medikamente und ein gesunder Lebensstil. In den meisten Fällen ist eine langfristige Kontrolle durch den Kardiologen erforderlich, die aber bei guter Mitarbeit ein aktives und erfülltes Leben ermöglicht.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 9. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
Nutzen Sie sie zur Ergänzung — nicht als Ersatz — für den Rat einer approbierten Fachkraft.
Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.
In seltenen Fällen, wenn mehrere Gefäße stark verengt sind oder der Stent nicht eingesetzt werden kann, kann eine Bypass-Operation (Koronararterien-Bypass) notwendig sein. Dies wird im Einzelfall mit Ihnen besprochen.
Die Diagnose und Behandlung einer Herzkrankheit kann Ängste auslösen, wie z. B. die Sorge vor einem erneuten Herzinfarkt. Es ist normal, sich verunsichert zu fühlen. Viele Patienten profitieren von Gesprächen mit Angehörigen, einer Herzgruppe oder einer psychologischen Beratung. Bei anhaltenden depressiven Verstimmungen suchen Sie bitte professionelle Hilfe.